Who the fuck are you, The Popopopops?

Artikel veröffentlicht am 23. Mai 2012
Artikel veröffentlicht am 23. Mai 2012

Ein bisschen schlacksig kamen die Bretonen daher, aber sehr schön: Sie rochen gut nach warmem Sand und geben sich als musikalische und stylishe 'Crypto-Hipster', jung und präzise rasiert. Ihr Sound klingt nach Seele baumeln lassen, nach Freude und Arglosigkeit. Lichtmeilen von Profitgier und dunstig-dubiosen Abenden entfernt, erinnert eigentlich nur der Bandname an etwas Schelmisches: The Popopopops ist eine Hommage an eine der größten französischen Rap-Bands, NTM. Aber leider ist wieder der Gonzo-Rumäne am Start, um die „Mütter zu begatten“ [NTM – im Französischen Kürzel für 'Nique ta mère']. DJ Tataru steht aber nicht auf altbackene Referenzen – die lassen ihn gähnen. In einer obskuren Kneipe in Paris lässt der Gefürchtete die Band lieber zum Ententanz singen – dabei gähnt er wieder lässig. The Popopopops sagen nicht, mit wie vielen Groupies sie schon Sex hatten. Aber sie antworten brav mit den altmodischsten Sonnenbrillen, die sich Tataru je erträumen konnte. Und das – das ist schon der erste Sieg für den Croupier. Eine Art zu zeigen, dass nur er – und wirklich nur er – hier die Karten auf dem Tisch verteilt.