Der fabelhafte Regenbogen-Weg des EU-Parlaments aus der Krise

Artikel veröffentlicht am 25. Mai 2011
Artikel veröffentlicht am 25. Mai 2011

Was würde eine Horde junger Spanier den EU-Parlamentariern wohl momentan an den Kopf werfen wollen, würden sie das neueste Promo-Video der EU-Institution „Parliament's way out of the financial crisis“ in die Hände bekommen? Was auf den ersten Blick wie ein durchaus hippes und pädagogisch wertvolles Werbefilmchen daherkommt, entpuppt sich in Wahrheit als Feststellung des eigenen Scheiterns. Denn während nationale Regierungen und EU-Institutionen sich den schwarzen Peter zuschieben, bröckelt das wackelige EU-Wirtschaftskonstrukt weiter. Trotz der „jahrelangen Verwarnungen“, die man auf EU-Ebene ausgesprochen habe, verfielen die Regierungen in alte Verhaltensmuster. Die im Video vorgeschlagenen Lösungen – eine stärkere Kommission und mehr Transparenz – kommen einem „Abwarten und Tee trinken“ gleich. Bereits heute ist Europa abhängig von den Notkrediten des IWF, um sich aus dem Finanzschlamassel zu ziehen. “Wir alle verdienen besseres”, heißt es am Ende des Videos in Regenbogenlaune: Zeit, den Regeln zu gehorchen? Auf den Straßen Europas ist man momentan anderer Meinung!