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Zivilgesellschaft
Ungarns 4K! Aktivist András Istvánffy: "Wir haben eine Protestkultur"
Der ungarischen Jugend gehen die Treffpunkte aus – weil die ungarische Regierungspartei Fidesz sie reserviert oder gleich schließt. Die Gruppe 4K! - Negyedik köztársság (Vierte Republik) will sich die Orte zurückerkämpfen. Ihre Waffe: Flashmobs und Demonstrationen. András Istvánffy koordiniert den Protest.
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Multikulturelles Italien: Cocktail aus Rom
Ist Italien rassistisch? Nach dem Mord an zwei Senegalesen in Florenz im Dezember 2011, wirft die internationale Presse mit fingerzeigenden Vorwürfen um sich. Cafebabel.com möchte sich dem nicht anschließen. 5 Journalisten on the ground in Rom bevorzugen es von einem multikulturellen Fingerabdruck einer Nation zu sprechen, die heute 5,4 Millionen außereuropäische Einwanderer zählt. Nicht alles ist rosig, ganz klar! Die Roma in Italien kämpfen weiterhin für eine Zukunft, die diesen Namen verdient; die schlauen Köpfe drehen Italien krisenbedingt zunehmend den Rücken. Einwanderer der 2. Genration sind sich aber der gesellschaftlichen Rolle bewusst, die ihr Background mit sich bringt. All diese Geschichten spielen sich in Rom meistens rund um den melting pot der Piazza Vittorio ab. Von dort aus schlägt Euch cafebabel.com diesen römischen Cocktail vor, der eher zum Umarmen der ‚anderen Kultur‘ denn zu reißerischen Titeln verleiten soll. (Foto ©Ehsan Maleki)
Europa dreht 2011 am Rad: Mal so, maso!
Es ist als ob Europa aufgrund seiner eigenen Erniedrigung und seines Schmerzes jubiliert: Denn man muss schon ganz schön masochistisch veranlagt sein, um ständig am eigenen Schicksalsrad zu drehen. Eigentlich ist es ja recht logisch. Denn viele Menschen haben genau diese negative Denke. Aber cafebabel.com hat es dieses Jahr bevorzugt, die Bilanz 2011 aus einem positiven Winkel zu ziehen. Denn 2011 war ein Jahr, in dem die Bürger von Nord bis Süd, von Ost bis West, der politischen Klasse echte Lektionen erteilt haben; in dem sich Menschen bewusst darüber geworden sind, dass Europa mehr Leidenschaft benötigt und in dem man festgestellt hat, dass Konfliktlösungen tatsächlich existieren. Wenn 2011 bei uns irgendeinen Nachgeschmack hinterlässt, dann ist es Hoffnung: Die Hoffnung, dass Europa 2011 die Spielregeln ändert! (Illustration ©Kristof)
Wahlen in Spanien: „Indignados“ gegen die Rechten, aber wie?
Rette sich wer kann, denn es ist nicht mehr nur eine Niederlage, sondern der reinste Wahnsinn! Laut den neusten Umfragen ziehen die spanischen Sozialisten (PSOE) nach den Wahlen am 20. November (20N) mit gerade mal 120 armseligen Sitzen ins Parlament ein. Dies sind 57 weniger als 2008. Ihre Gegner, die konservative Partei (PP), gehen von der magischen Zahl 198,29 aus und würden somit eine größere Mehrheit bekommen als die PSOE im Jahre 2008. Grund genug schnell zu einer problemlosen Abtreibung und der Homo-Ehe zurückzukehren und die Privatisierung der öffentlichen Dienste voranzutreiben.
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Digitale Revolution von Breivik bis Khaled Said
Das Jahr 2011 hat es gezeigt: Die neuen Medien sind für politische Debatten auf der Grundlage von Ereignissen wie die Demonstrationen der Empörten in ganz Europa, die arabische Revolution oder das schreckliche Attentat in Norwegen im vergangenen Juli, unabdingbar. Politisches Engagement kann heute von allen und überall gezeigt werden. Aber ist diese Unmittelbarkeit mit unserem modernen Demokratieverständnis vereinbar?
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Krawalle in London: Besitzen, um zu sein
Während auf die Randalierer heute mit dem Finger gezeigt wird, sie gejagt und eingesperrt werden, stellt sich im Vereinigten Königreich die noch nie da gewesene Frage nach dem Grund der Gewalt. Eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit den Beweggründen der Jugendlichen scheinen die von einem traditionellen Populismus angetriebenen Autoritäten vor Ort abzulehnen.
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Empört: Unaufhaltsamer Ungehorsam in Europa
War es der Vorspann eines kontinentalen Aufbegehrens oder nur ein Schwertschlag ins Wasser? Seit der Bewegung vom « 15. Mai » ist ein Wind der Veränderung von Spanien aus über ganz Europa hinweggefegt. Im gleichen Maße wie der Schuldenberg des Landes hat sich auch die Inspiration der spanischen „Indignados“ wie ein Lauffeuer auf mehrere Länder verbreitet. Mit der öffentlichen Meinung im Rücken konnte die Bewegung die Politik zumindest ein bisschen ins Wanken bringen und zeigen, dass Politik auch fernab von Institutionen gemacht werden kann – wenn bisher auch mit nur wenig konkreten Vorschlägen. Gestern haben die Empörten die Puerta del Sol in Madrid geräumt. Einen Monat nach dem Beginn der Initiative #spanishrevolution veröffentlicht cafebabel.com ein Dossier, um Bilanz zu ziehen. Vox Pops, Standpunkte und Experten-Analysen zum unaufhaltsamen Ungehorsam in Europa.
- Unser Dossier lesen
- José María Gil-Robles zur Spanish Revolution: „Europa war schon immer konservativ“
- Die Empörten: Linkspopulismus oder Armen-Politik?
- Demokratie-Bewegung: Brüsseler 'Empörte' setzen auf populär
- Proteste und Wahlpleite: „Spanier wacht auf, es ist Frühling!“
- 'Echte Demokatie jetzt': Von der #spanishrevolution zur #europeanrevolution
Beşiktaş: Engagierter Fußball made in Türkei
In Istanbul ist es eine Identitätsfrage, an welchen Fußballverein man sein Herz hängt. Während Galatasaray für den Adel und Fenerbahçe für den asiatischen Teil Istanbuls stehen, hat sich Beşiktaş selbst zur „Mannschaft des Volkes“ (halk takim) erklärt. Aber bei Beşiktaş geht die Anhängerschaft über das reine Fan-Sein hinaus: Markige Parolen zieren die Transparente, die Fans marschieren bei politischen Demonstrationen mit – und dann ist der Vorsitzende auch noch Armenier… Die Beşiktaşli stehen für den sozialen Fortschritt und die Integrität des Fußballs. Cafebabel.com hat sich mit einigen dieser politisch engagierten Fans getroffen.
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Tirana: Auf der Suche nach der verlorenen Revolution
Am späten Nachmittag im Sitz der Zentralen Wahlkommission von Tirana. Eine Gruppe Aktivisten der albanischen Sozialistischen Partei, größtenteils männlich, wartet auf die Ergebnisse der Kommunalwahlen von vor 10 Tagen. Ihnen gegenüber beschützt eine beachtliche Polizeifront das Gebäude, in dem zum x-ten Mal die Stimmzettel immer und immer wieder ausgezählt werden. Die Situation scheint aussichtslos.
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Zagrebs Jugend singt Revolution in allen Gassen
Erschüttert durch Korruptionsskandale und ausgelaugt von der politischen Inkompetenz im Land, sammeln sich schon seit Monaten Kroaten aller Seiten, um gegen eine stumme Regierung Krach zu schlagen. Mithilfe einer Facebook-Revolution versuchen die Jugendlichen ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Kroatische Journalisten und Studenten zeichnen das bissige Porträt eines Landes, das sich selbst "balkanisiert" hat.
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Rom: Mit dem Fahrrad ans Ende der Hölle
Eigentlich bin ich eine Gewohnheitsradlerin. Aber die Praxis hat aus mir einen Radfahrer aus Überzeugung gemacht. Da ich aus Straßburg komme, einer Stadt, in der der Drahtesel König ist, habe ich alles dafür getan, um in Rom ein Fahrrad aufzutreiben - trotz der besorgten Kommentare aus meinem Umfeld: „Das ist Selbstmord!“ Nach vier Tagen Einsamkeit in einer Stadt, die von Autos beherrscht wird, habe ich entdeckt, dass man als Radfahrer quasi einem Kamikaze gleichkommt.
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Julien Bayou von Jeudi Noir: „Wohnungsnot ist ein europaweites Problem“
Es war nicht die erste Hausbesetzung, mit der Jeudi Noir (zu dt. schwarzer Donnerstag) in Paris von sich reden machte. Die Gruppe, die gegen die schlechte Wohnsituation in Paris kämpft, hat bereits Erfahrungen im Squatten. Zunächst an der Place de la Bourse, besetzten Jeudi Noir anschließend das mondäne Stadthaus „La Marquise“, das sich am todschicken Place des Vosges befindet. Zu Beginn des Jahres hatte das Kollektiv ein Gebäude der Versicherungsgesellschaft Axa besetzt, das seit vier Jahren leer steht. Im Februar folgte dann die Zwangsräumung. Interview mit Gründungsmitglied Julien Bayou.
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Nach den Wahlen in Belarus: Lukaschenkos verzweifelte Gewaltorgie
Es ist eine Diktatur und es ist unsere Diktatur, in Europa, unmittelbar vor der Haustür der EU. Am 19. Dezember 2010 war es wieder so weit, die belarussische Bevölkerung war aufgerufen, ihren Präsidenten zu wählen. Laut (sicherlich geschönter) Statistik wurde Lukaschenko, der seit 1994 im Amt ist, mit knapp 80% wiedergewählt. Proteste von Regierungskritikern, die daraufhin losbrachen, wurden brutal niedergeschlagen. Der belarussische Geheimdiesnt reichte Klage gegen 20 Oppositionelle des Landes ein. Ihnen drohen bis zu 15 Jahren Haft. Unsere Kolumnistin Claudine Delacroix zur ‘hässlichen Fratze des Regimes' nach den Wahlen.
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Deformierte Ankläger im europäischen Horrorfilm
Jungen aus den Pariser Vorstädten mutieren zu Zombies und gehen auf die Polizei los, ein geistesgestörter Arzt erschafft aus drei „Patienten“ einen menschlichen Tausendfüßler und Serbien wird in einen Schmelztiegel von Gewalt, Blut und Sex verwandelt. Genau auf diese Art werden im Horrorfilm die „Schikanen der Regierung“ vorgeführt: Das Genre scheint sich in Europa bester Gesundheit zu erfreuen.
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Absurdes aus Lukaschenko-Land: Wie der Präsident, so der Protest
Es ist eine Diktatur und es ist unsere Diktatur, in Europa, unmittelbar vor der Haustür der EU. Am 19. Dezember 2010 ist es wieder so weit, die belarussische Bevölkerung wird aufgerufen sein, ihren Präsidenten zu wählen. Bis zu diesem Stichtag präsentiert eine in Berlin ansässige Französin auf cafebabel.com die Kolumne "Absurdes aus der Diktatur". Claudine Delacroix' dritter Streich handelt von absurden Formen des belarussischen Protests.
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Steht dem Laizismus in Polen die Kreuzigung bevor?
Jedes Land hat seine eigene Auffassung von Laizismus. Auch wenn die Diskussion um die Burka in Frankreich nicht aufhört, die Gemüter zu erregen, so ist Frankreich bei weitem nicht das einzige europäische Land, in dem das Gleichgewicht zwischen sakraler und weltlicher Macht im öffentlichen Raum zurzeit neu definiert wird. An den Ufern der Weichsel tobt der Laizismusstreit derzeit um Kreuze und Prozessionsfahnen.
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Totalverweigerer in Deutschland: Eine Frage des Gewissens?
Der deutsche Verteidigungsminister zu Guttenberg macht Ernst: Noch in diesem Herbst soll der Bundestag die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht beschließen. Damit geht de facto eine Tradition zu Ende, die 1956 begann - und junge Männer Jahr für Jahr zur Entscheidung zwischen Uniform und Zivildienst zwang. Was aber, wenn man weder das Eine, noch das Andere machen möchte?
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“Kataryna” - geoutete Kaiserin der polnischen Blogosphäre
Letztes Jahr enthüllten „traditionelle“ Journalisten die Identität von Polens bekanntester Politik-Bloggerin, die in Warschau lebt und seit 2004 anonym politische Ereignisse kommentiert. Einige beschuldigten sie, eine „männliche“ Sichtweise zu haben und sich in politische Skandale einzumischen. Ein Exklusiv-Interview mit der geheimnisvollen Kataryna, die altersmäßig irgendwo in ihren 30ern und Chefin einer Nichtregierungs-Organisation ist.
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Islands Blogger an die Macht: "Unser Ziel? Totale Transparenz"
Um uns den Webjournalismus schmackhaft zu machen, hat Birgitta Jonsdottir mit ihrem Modell des « Redakteur-Blogger-Aktivisten » ein Geheimrezept gefunden. Die isländische Parlamentarierin, die zugleich Dichterin, Künstlerin, Aktivistin, Bloggerin und Internetfan ist, hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der aus der Insel der Trolle und Geysire ein "Informationsparadies" machen soll und bereits vom Parlament angenommen wurde. Das alles, um endlich einmal dem Potential der Blogger, den medialen Piraten des 20. Jahrhunderts, gerecht zu werden.
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