Gewalt
Krawalle in London: Besitzen, um zu sein
Während auf die Randalierer heute mit dem Finger gezeigt wird, sie gejagt und eingesperrt werden, stellt sich im Vereinigten Königreich die noch nie da gewesene Frage nach dem Grund der Gewalt. Eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit den Beweggründen der Jugendlichen scheinen die von einem traditionellen Populismus angetriebenen Autoritäten vor Ort abzulehnen.
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Killer von Norwegen: Vergessen oder vertiefen
Der mutmaßliche Attentäter von Oslo und Utøya soll am heutigen Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Der als christlicher Fundamentalist eingestufte 32-Jährige hat bereits gestanden, am Freitag mindestens 93 Menschen getötet zu haben. Die Rechtspopulisten Europas sind die geistigen Anstifter dieses Anschlags, meinen einige Kommentatoren, andere mahnen zu mehr Aufmerksamkeit für die Ängste vor Islam und Multikulturalismus.
Slutwalks: Ein Marsch für alle Schlampen dieser Welt
Seit drei Monaten finden in Europa die aus Kanada importierten „SlutWalks“ statt – Märsche von Frauen gegen das Vorurteil „sexy Kleidung gleich Schlampe“ (“slut“ bedeutet „Schlampe“). Am 11. Juni erreichte das Phänomen die britische Küste, die nächste Demo fand am 25. Juni in Lissabon statt.
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"A Serbian Film": Kein Snuff-Movie, sondern Katharsis
In Belgrad scheinen Kultur und Kreativität zunehmend den Maulkorb des Konformismus und das Label des politically correct aufgedrückt zu bekommen. Für viele bedeutet der Beitritt Serbiens zur EU noch eine Verschärfung der Konditionen. Drehbuchautor Aleksandar Radivojevic, der mit seinem kontroversen A Serbian Film (Srpski Film; 2010 ) die perfekte Metapher eines indignierten Schreis einer Kunst, die frei und unabhängig sein will, für das serbische Publikum geschaffen hat, steht in Belgrad Rede und Antwort.
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Oscar für das nicht besonders dänische "In einer besseren Welt"
Susanne Biers "Hævnen" handelt von Blut, Gerechtigkeit und harter Realität. Aber wieso kommt ein so finsterer Film ausgerechnet aus Dänemark, dem Land mit den glücklichsten Menschen der Welt?
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Gewalt-Eskalation in Libyen: Afrikanische Söldner und italienische Piloten
Der Präsident des Libyen-Hauses in Spanien, Mohamed Elhamdi, hat sein Land vor 38 Jahren verlassen. Heute Seite an Seite mit den Regimegegnern, kommt er auf die Abscheulichkeiten des libyschen Völkermords zurück, der bereits Hunderte von Demonstranten das Leben kostete. Elhamdi spricht von afrikanischen Söldnern und italienischer Hilfe bei der Niederschlagung der Proteste.
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Nach den Wahlen in Belarus: Lukaschenkos verzweifelte Gewaltorgie
Es ist eine Diktatur und es ist unsere Diktatur, in Europa, unmittelbar vor der Haustür der EU. Am 19. Dezember 2010 war es wieder so weit, die belarussische Bevölkerung war aufgerufen, ihren Präsidenten zu wählen. Laut (sicherlich geschönter) Statistik wurde Lukaschenko, der seit 1994 im Amt ist, mit knapp 80% wiedergewählt. Proteste von Regierungskritikern, die daraufhin losbrachen, wurden brutal niedergeschlagen. Der belarussische Geheimdiesnt reichte Klage gegen 20 Oppositionelle des Landes ein. Ihnen drohen bis zu 15 Jahren Haft. Unsere Kolumnistin Claudine Delacroix zur ‘hässlichen Fratze des Regimes' nach den Wahlen.
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Neue Runde Berlusconi: Der Anfang vom Ende
Italiens Premier Silvio Berlusconi hat am Dienstag einen Misstrauensantrag der Opposition im Abgeordnetenhaus mit nur drei Stimmen Vorsprung überstanden. Daraufhin kam es bei Demonstrationen im ganzen Land zu Gewaltausbrüchen. Die Selbstherrlichkeit von Berlusconi macht das Land unregierbar, meint die Presse und vermisst einen ernstzunehmenden Gegner.
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Unruhen in Belfast 2010: Der Oranier-Orden marschiert wieder
Wieder mal schlechte Nachrichten aus dem Norden? An dritter Stelle, nach einem Autounfall im Land und dem Neuesten über die Wirtschaft, sendeten die Abendnachrichten in der Republik Irland einen Bericht über die jüngsten Ausschreitungen in den katholischen Vierteln von Belfast. Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Friedensprozess von 1998 deuten die Unruhen auf Frustration und Perspektivlosigkeit in der nordirischen Bevölkerung hin.
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WM-Nachtrag: Plausch mit Orakel-Krake Paul
Unter den gewieftesten Fußball-Kommentatoren war der einzige, der den fulminanten Sieg der Spanier, den Untergang der Franzosen und die Desillusion der deutschen Nationalelf vorhersagte, ein… Tintenfisch. Das Kraken-Orakel aus dem SeaLife in Oberhausen machte sich im Rahmen der WM 2010 weltweit einen Ruf als Wahrsager. Außer für das EM-Endspiel (Spanien-Deutschland) 2008 lag Paul niemals falsch. 3 Fragen an die neue 'glitschige' Python von Delphi.
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Gewalt in Kirgistan: Zynische Ignoranz der Großmächte
Die ethnische Gewalt im Süden Kirgistans nimmt zu. Hunderte Angehörige der usbekischen Minderheit sollen getötet worden sein, Zehntausende fliehen aus dem Land. Vor allem die Armut macht die Region zu einem ständigen Krisenherd, meint die Presse. Den Menschen dort nicht zu helfen, wäre zynisch.
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Beruf Clown: Marenka oder die Kunst des Echt-Seins
Seit 7 Jahren steht Marenka - alias Marenka Leins (37) - als Clown auf den deutschsprachigen Bühnen Europas. Ihr Handwerk, das sie in Hannover, Frankreich und Kalifornien lernte? Menschen zum Lachen zu bringen!
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Horst Köhler: Der Satz, der das Fass zum Überlaufen brachte
In Berlin schlug die Neuigkeit ein wie ein Blitz. Zur großen Überraschung aller, auch der Bundeskanzlerin Angela Merkel, hatte Horst Köhler am 31. Mai 2010 auf der Hälfte seines Mandats seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Der Grund? Ein Satz zuviel...
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Saïd André Remli: "Die Gefängniswärter wollten mich mindestens drei Mal 'Selbstmord' begehen lassen"
20 Jahre in französischen Gefängnissen, in denen es sich ebenso gegen Mitgefangene wie gegen die Wärter zu wehren galt, schlaflose Nächte, aber auch Solidarität: Davon erzählt Saïd André Remli in seinem Buch "Je ne souhaite cela à personne" (Deutsch in etwa: "So etwas wünsche ich niemandem") ebenso wie von seinen juristischen Erfolgen gegen das überholte französische Gefängnissystem. Eine Begegnung mit einem Menschen, der schwer einzuschätzen ist und heute als Regisseur für Dokumentarfilme arbeitet und sich für die Wiedereingliederung von Ex-Sträflingen engagiert.
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Louis-Georges Tin: "Homophobie verstehen, um sie zu bekämpfen"
Seit 2005 ist der 17. Mai der Internationale Tag gegen Homophobie. Globale Anerkennung fand er vor allem durch die Arbeit des IDAHO-Komitees und ihres Gründers und Präsidenten Louis-Georges Tin. Porträt eines Forschers und aktiven Mitglieds einer Strömung, der überzeugt davon ist, dass die Zerstörung von Geschlechtervorurteilen die beste Waffe gegen Homo- und Transphobie ist.
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Casa Pound Italia: Die Enkel des Duce
Casa Pound Italia ist Teil der neofaschistischen Bewegung in Italien. „Wir bauen die Welt, die wir wollen!“, schreien die Militanten auf der Internetseite der Gruppe, inspiriert an den Worten eines Dichters und bereit, in Aktion zu treten. Ein Blick auf die Bewegung, die sich einerseits am Faschismus inspiriert, aber andererseits das Etikett des „Rechtsextremismus“ zurückweist.
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Anderlecht, Molenbeek, Schaarbeek: Krimi-Pflaster in Brüssel
Die Zahl der Bagatelldelikte und die Arbeitslosenquote (17,6%) sind hoch in der Innenstadt von Brüssel, das eigentlich eine der niedrigsten Kriminalitätsraten in Europa vorweist. Trotzdem musste die Polizei am 15. Februar zwölf albanischstämmige Belgier verhaften, die mit einer kriminellen Bande in Verbindung gebracht werden. Andere Stadtteile sind ebenfalls als gefährlich eingestuft.
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