Internet
Freiheit im Internet: Finger weg von der Tastatur!
Die Zukunft des Internet ist verpixelt. In nur wenigen Monaten hat sich im Netz ein bisher ungekannter Wut-Spam ausgebreitet. Die Schließung der Filesharing-Plattform Megaupload hat wie eine Bombe eingeschlagen. Internationale Gesetze und Abkommen scheinen hingegen nur ein undurchsichtiger Waffenstillstand im Krieg gegen die Piraterie im Netz. Inzwischen suchen die „digital natives“ vergeblich nach dem Link, der sie noch vor kurzem zu ihrer Lieblingsserie führte und schon immer Teil ihres kulturellen Gepäcks ist. Immer mehr Bürger schließen sich dem Protest an – sie fürchten das Ende der Gratiskultur im Netz. In Zeiten der allgemeinen Unsicherheit gibt es sowohl diejenigen, die an den Gott des Copy-Paste glauben, diejenigen, die in alter Orwell-Manier Zukunftsszenarien eines Bezahl-Web heraufbeschwören und schlussendlich diejenigen, die eine neue Revolution der e-Rechte voraussehen. Aber unter Druck der Behörden die Finger von der Tastatur lassen? Niemals! (Illustration: ©Kristof)
- Unser Dossier lesen
- Isak Gerson, Gründer der Kirche der Kopimisten: Filesharing ist kein Diebstahl
- Megaupload gegen SOPA/PIPA: Die Rache der Hacktivisten
- Freiheit im Internet: Bald ad ACTA?
- Megaupload, FBI, Anonymous: Netz-Krieg ums Urheberrecht
- Bezahl-Web: Liebling, mein Geld reicht nicht mehr für eine Mail
Digitale Demokratie: Was wir daraus machen!
Man kann die digitale Revolution weder verteufeln noch als einzigen Weg in die Zukunft lobpreisen. Vom interaktiven Journalismus bis hin zu den sozialen Netzwerken, die durch die „Bewegung der Empörten“ immer mehr Zuwachs finden – trotz aller Kritik ist die digitale Demokratie nun dabei aufzublühen.
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Web-Konferenz: Auf zu einem europäischen Silicon Valley?
Wie jedes Jahr zum Jahresende fand in Paris die 'Conférence Le Web" statt, bei der sich die bekanntesten Internet-Experten treffen, um über künftige Trends zu sprechen. Nach außen hin geht es um den Erfolg großer Unternehmen. Hinter den Kulissen hingegen geht es um die Möglichkeit für Europa, den immensen Rückstand in Sachen digitale Herausforderungen der Zukunft aufzuholen.
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Frieden: "2011 ruft uns in Erinnerung, dass Lösungen für Konflikte existieren"
Cathy Van Dorslaers Spezialität ist Konfliktprävention. Das Jahr 2011 hat die belgische Psychologin besonders bewegt. Von den demokratischen Forderungen über die Verwendung neuer Kommunikationskanäle erklärt sie cafebabel.com, warum 2011 unter dem Zeichen des Friedens stand.
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Guardian-Starreporter Paul Lewis: "Wir leben im goldenen Zeitalter des Journalismus"
Paul Lewis ist erst 30 Jahre jung und wurde in Großbritannien bereits zum besten Reporter des Jahres gewählt. Bei der Tageszeitung The Guardian bereitet er als 'Special Project Editor' aktuelle Themen multimedial auf und setzt dabei auf Twitter und Co. Dank der sozialen Netzwerke hat er sogar einen Todesfall aufgeklärt.
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Steve Jobs, Apple und die Umwelt: Der Wurm im Apfel
Während eine ganze Kollektion an Beweihräucherungen des am 6. Oktober verstorbenen Apple-Erfinders Steve Jobs im Netz die Runde macht, unterstreicht ein Babelianer, dass der Apple-Konzern aufgrund seiner umweltschädlichen Produkte und frenetischen Verkaufsstrategien vielleicht madiger ist, als wir denken.
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Digitale Revolution von Breivik bis Khaled Said
Das Jahr 2011 hat es gezeigt: Die neuen Medien sind für politische Debatten auf der Grundlage von Ereignissen wie die Demonstrationen der Empörten in ganz Europa, die arabische Revolution oder das schreckliche Attentat in Norwegen im vergangenen Juli, unabdingbar. Politisches Engagement kann heute von allen und überall gezeigt werden. Aber ist diese Unmittelbarkeit mit unserem modernen Demokratieverständnis vereinbar?
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1 Liste, 10 Namen: Webouting schwulenfeindlicher Gay-Politiker in Italien
Die Polemik war vorprogrammiert: Auf der ersten Outing-Liste des neuesten italienischen Skandal-Blogs Listaouting stehen seit heute 10 Namen. Es sind die Namen konservativer italienischer Politiker, die angeblich schwul seien und gleichzeitig Gesetze gegen Homophobie im Parlament abwählen. Die italienische LGBT-Community ist gespalten. Der unfreiwillige Outing-Fall schlägt hohe Wellen im Netz.
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Transparenz: Werde auch du zum Online-Aktivisten
In der Ukraine wurde der “Tag des Zorns” - eine Protestaktion gegen den Präsidenten - online organisiert. In Weißrussland ist das Internet die einzige Zuflucht vor der Regime-Propaganda. Die arabische Welt berichtete online über den politischen Umsturz. Peter Ludlow, amerikanischer Online-Aktivist, Journalist und Schriftsteller, der sich mit dem Recht im Internet beschäftigt und als Philosophieprofessor an der Northwestern University in Illinois tätig ist, erklärt, dass Politik durch Bewegungen „von unten“ beeinflusst werden kann.
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'Echte Demokatie jetzt': Von der #spanishrevolution zur #europeanrevolution
Der 15. Mai hat sich zum 22. Mai gewandelt und wird auch nach der Wahl am Sonntag, bei der es im Großen und Ganzen günstig für Spaniens Konservative und ungünstig für den amtierenden Regierungschef Zapatero aussieht , kein Ende finden. Die ursprünglich spanischen Protest-Triebe, die nun auch in ganz Europa sprießen, lassen vermuten, dass die #Spanische Revolution früher oder später eine #Europäische Revolution werden könnte. Eine Europatour durch die Revoluzzer-Camps.
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31 = Masturbation: Türkei zensiert 138 Internetdomains
Die Türkei, im Freiheitsindex der Organisation Reporter ohne Grenzen als „teilweise frei” eingestuft, ist das europäische Land mit der höchsten Verbotsanzahl von Domainnamen. Am 28. April schickte die türkische Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (TIB) an alle Internetservice-Anbieter eine Liste verbotener Wörter, die auch scheinbar harmlose Begriffe wie „Schwiegertochter” („Bildaz“) aufführt.
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Internet und Social Networking in Sarajevo: Reine Nervensache
Offen gibt die bosnische Hauptstadt ihre Wunden aus dem Krieg gegen Serbien (1992-1995) preis. Spuren von Bombeneinschlägen sind an Gebäuden und Straßen immer noch sichtbar. Aber wie steht es nach fünfzehn Jahren um die seelischen Wunden? Inmitten einer Flut von psychologischen Initiativen aus dem Ausland gibt es ein paar wenige private Psychologen und ein „Social-Networking-Internet-Café“: Die bosnische Gesellschaft ist entschlossen, ihre „Probleme im Café zu lösen“.
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Bist Du ein "Pure Player"?
Frankeich: Zwei englische Wörtchen schippern unaufhaltsam in einem Land umher, wo man Anglizismen bisher eigentlich ganz gut vermieden hatte. Eine Ära von Internet-Businessmodellen bringt nun die Trendwende und konzentriert sich dabei besonders auf die französische und amerikanische Internetmedienlandschaft. Backgammon-Züge haben damit schon längst nichts mehr zu tun. Der Ausdruck der Woche.
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Ungarisches Mediengesetz: Frankreich sollte nicht mit Steinen werfen...
Gegen Augustin Scalbert, Journalist für die Informationsseite Rue89, wurde am 11. Juni 2010 von der französischen Justiz ein Verfahren eingeleitet, weil er ein Video von Nicolas Sarkozy veröffentlicht hatte, das diesen vor vermeintlich ausgeschalteten Kameras zeigte. Er muss zur Zeit mit 5 Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe in Höhe von 375.000 Euro rechnen. Als ich ihn in Paris interviewte, hatte er gerade eine Mail des Journalisten Guillaume Dasquié erhalten, dessen Fall ganz genau in das Schema des ungarischen Mediengesetzes passt … und das mitten in Frankreich! Eine kleine Vergleichsübung zwischen Frankreich und Ungarn.
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Google Books Ngram Viewer: 500 Jahre Wortgeschichte
50 Millionen Bücher, das sind ungefähr 500 Milliarden Wörter und die Möglichkeit einige davon auszuwählen und ihre 500-jährige Geschichte Revue passieren zu lassen. Im Moment küren zudem viele europäische Medien das Wort des Jahres: cafebabel.com nimmt ein wenig Distanz und rückt den Fokus auf Worte wie Europa, Krise oder Arbeitslosigkeit. Google Books Ngram Viewer ist sicherlich nur eines unter vielen neuen Gadgets, aber nur selten gehen die neuen Apps so tief zurück in die Geschichte… Ein Test!
2010: Jahr des Sex’ - 2011: Jahr der Reflexion?
Wir bei cafebabel.com mögen Statistiken. Deshalb werten wir auch jeden Montag die meist angeklickten Artikel der Woche aus. Und glaubt es oder nicht: Es kann schon mal vorkommen, dass sich zwischen die Artikel zur Pornoszene in Budapest, zum Idealbild der blonden Schwedinnen oder einem Interview mit Rocco Siffredi auch mal ein Artikel zur Wirtschaftskrise mogelt. Ja genau, alle Internet-Magazine machen das Ende des Jahres, ein Best of Dossier für das vergangene Jahr zusammenstellen, um ein paar mehr Klicks ihrer Leser zu erhalten. Ein hübsches Geschenk sozusagen. Dieses Jahr hat sich cafebabel.com aber dazu entschieden zum Jahreswechsel eine ehrliche Serie Artikel vorzustellen, die permanent in unserer Hitparade auftauchen. Ein guter Vorsatz für 2011? Mehr Klicks und ein neues (vielleicht unerotischeres) Klassement für unsere spannenden Reportagen aus Kultur und Gesellschaft!
Privatsphäre in Europa: Mal geschützt, mal ausgenutzt
Um die informationelle Selbstbestimmung zu einem Recht zu machen, sollte die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juli 2002 die Gesetzgebung in den Mitgliedsstaaten harmonisieren. Mit ihren Klauseln gegen Zielgruppenmarketing und für ein „Recht auf digitales Vergessen“ dient die Richtlinie dem Schutz der Bürger vor einer exzessiven Nutzung ihrer persönlichen Daten. Doch gleichzeitig werden diese Daten gemäß nationaler Gesetze aus mehr oder minder offen gelegten Gründen genutzt: Fallstudien aus Deutschland, Italien und Frankreich.
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Doktor Google: Die medizinische Revolution.com
Von der Probandensuche für klinische Studien über das virtuelle Medizinstudium zu Online-Diagnosen und der Anwendung von 'cloud computing' zur Speicherung von Patientenakten: Das Web 2.0 bietet spannende und beängstigende Möglichkeiten.
“Kataryna” - geoutete Kaiserin der polnischen Blogosphäre
Letztes Jahr enthüllten „traditionelle“ Journalisten die Identität von Polens bekanntester Politik-Bloggerin, die in Warschau lebt und seit 2004 anonym politische Ereignisse kommentiert. Einige beschuldigten sie, eine „männliche“ Sichtweise zu haben und sich in politische Skandale einzumischen. Ein Exklusiv-Interview mit der geheimnisvollen Kataryna, die altersmäßig irgendwo in ihren 30ern und Chefin einer Nichtregierungs-Organisation ist.
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Litauische Bloggerinnen in England: Kochen, Sex and the City
200.000 Litauer gibt es im Vereinigten Königreich, 3 Millionen in der „alten Heimat“ Litauen. Irgendwo dazwischen hinterlassen Bloggerinnen ihren eigenen, weiblichen Abdruck im Internet-Universum.
