Menschenrechte
Václav Havels Europa: Hommage an einen Meister des Friedens
Der tschechische Dissident, Theatermensch und Präsident, der als Politiker die Aufbruchstimmung 1989 der Samtenen Revolution in der damaligen Tschechoslowakei repräsentierte, starb am Sonntag im Alter von 75 Jahren an den Folgen seiner schweren Krankheit. Ein Nachruf auf einen europäischen Meister des Friedens.
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Unterwegs in den Roma-Lagern von Rom
Zwischen einem als „Beispiel sozialer Inklusion“ bezeichneten Roma-Lager und einem Waschsalon, der symbolisch für den "Multikulturalismus" in Rom steht, wiegen die Probleme der italienischen Roma-Bevölkerung weiterhin schwer.
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Doku 'Our School': Diskriminierung von Roma-Kindern trotz EU-Fonds
Vier Jahre lang begleiteten die Regisseurinnen Mona Nicoară und Miruna Coca-Cozma drei Roma-Kinder in einem kleinen rumänischen Dorf mit der Kamera. Der Film, der ursprünglich ihre erfolgreiche Integration präsentieren sollte, zeigt schlussendlich die Realität: ethnische Trennung.
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Europarat: Darf’s ein Riesling zur Palästinafrage sein?
Die Delegierten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates sind so etwas wie die Krieger im Namen der Menschenrechte. Allerdings verabschieden sie Resolutionen, die bei niemandem Beachtung finden. Doch als die palästinensische Frage am Horizont auftauchte, bewies Europa Spürsinn.
Ascanio Celestini: Theatervirtuose gegen verbale Gewalt
Er ist das Aushängeschild des modernen italienischen Theaters, ein Satiriker, der den Mächtigen ein Dorn im Auge ist und ein Anthropologe, der die Missstände unserer Zeit darstellt. Ascanio Celestini ist derzeit in Italien mit seinem Stück Pro Patria anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der italienischen Einheit auf Tour. Doch er ist nicht nur in seinem Heimatland bekannt. Cafebabel.com hat das Theatergenie in Paris getroffen.
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1 Liste, 10 Namen: Webouting schwulenfeindlicher Gay-Politiker in Italien
Die Polemik war vorprogrammiert: Auf der ersten Outing-Liste des neuesten italienischen Skandal-Blogs Listaouting stehen seit heute 10 Namen. Es sind die Namen konservativer italienischer Politiker, die angeblich schwul seien und gleichzeitig Gesetze gegen Homophobie im Parlament abwählen. Die italienische LGBT-Community ist gespalten. Der unfreiwillige Outing-Fall schlägt hohe Wellen im Netz.
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UNO-Abstimmung: An Palästina scheiden sich Europas Geister
Vor 64 Jahren versprach die UNO den Palästinensern einen eigenen Staat, der 43 % des ehemaligen Mandatsgebiets Palästina abdecken sollte. Diesen Staat hat es jedoch nie gegeben. Diese Woche wird in der UNO eine Abstimmung durchgeführt, über die sich Europa gespalten zeigt. Ob dafür, dagegen oder mit abwartender Haltung – Europa stellt seine Unschlüssigkeit gegenüber einer gemeinsamen Außenpolitik ein weiteres Mal unter Beweis.
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Der Papst kommt! Berlin geht auf die Straße
Eine große deutsche Boulevardzeitung hat mit einem Riesenposter an der Fassade seines Verlagshauses in Berlin-Mitte/Kreuzberg dafür gesorgt, dass auch der letzte mitbekommen hat: Benedikt XVI. ist ab heute in Berlin. Und wird keineswegs mit offenen Armen empfangen. Jörg Steinert vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland erklärt warum.
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Rumäniens Streuner: Ein dicker Hund!
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EuGH) verurteilte Rumänien am 26. Juli dieses Jahres wegen Unvermögens, der streunenden Hunde Herr zu werden. Gleichzeitig sorgt ein durch das Parlament verabschiedetes Gesetz für Auseinandersetzungen. Es sieht vor, die Euthanasie dieser Hunde, die auch Maidanezi genannt werden, zu legalisieren. Wie konnte ein solches Problem zu den Kernthemen politischer Debatten aufsteigen?
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Tripolis: Libysche Rebellen wollen Gaddafi an den Kragen
Die libyschen Rebellen haben die Hauptstadt Tripolis nach eigenen Angaben fast vollständig eingenommen. Drei Söhne des Machthabers Muammar al-Gaddafi sind in der Hand der Aufständischen, er selbst ist offenbar auf der Flucht. Kommentatoren bezweifeln die demokratischen Absichten der Rebellen und diskutieren die Aufgaben Europas für die Zeit nach dem Machtwechsel.
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Ist Gay ok in Kroatien? Zagreb-Stolz und Balkan-Vorurteil
Das Balkan-Klischee einer traditionellen, patriarchalischen Macho-Gesellschaft hält sich wacker – besonders nach den Krawallen im Rahmen der ersten Schwulenparade in Serbien 2010. Kroatien jedoch, ein Land, das sich selbst nicht mal zum Balkan zählt, hat 2003 ein Gesetz über gleichgeschlechtliche Partnerschaften verabschiedet.
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Ruhe in Frieden: Europäische Solidarität in Zeiten des Arabischen Frühlings
Die mehreren tausend tunesischen Migranten, die in den letzten Wochen europäischen Boden betreten haben, wurden Anlass scharfer Kampfansagen, vor allem seitens Frankreichs und Italiens. Die zwei Länder trafen sich Ende April, um eine Reform des Schengen-Abkommens – Garant des freien Personenverkehrs innerhalb des Schengen-Raums – anzustoßen. In vier Schritten hinterfragt cafebabel.com die ablehnende Haltung Europas gegenüber Individuen, deren revolutionäre Verdienste man gestern noch rühmte.
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Genozid war gestern: Versöhnung zwischen Türken und Armeniern
Die armenische Frage drängt sich den Besuchern gleich bei ihrer Ankunft in Istanbul auf. Wir befinden uns auf dem Flughafen Sabiha Gökçen, benannt nach der ersten Kampfpilotin der Geschichte, Adoptivtochter von Atatürk. Im Jahre 2004 wagt es der Journalist Hrant Dink, Herausgeber der türkisch-armenischen ZeitschriftAgos, zu schreiben, sie sei in Wirklichkeit Waise armenischer Eltern gewesen, was eine heftige Polemik hervorrief. Er wird wegen „Verleumdung der türkischen nationalen Identität“ (Art.301 des Strafgesetzbuches) verurteilt. Als „Feind der Nation“ bezeichnet, wird Hrant Dink am 19. Januar 2007 vor dem Verlagshaus seiner Zeitung auf offener Straße erschossen. Seitdem lebt sein Name in aller Gedächtnis.
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An Orbáns neuer Verfassung scheiden sich die Geister
Ungarns Parlament hat am Montag mit der Zweidrittelmehrheit des Regierungsbündnisses eine neue Verfassung verabschiedet. Sie basiert kaum auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens und festigt die Macht des Premiers Viktor Orbán, kritisieren einige Kommentatoren. Andere glauben aber, dass das Land jetzt besser regiert werden kann.
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Samische Minderheit in Finnland: Kultur ja, Wirtschaft nein
Jahrelang waren die Sprache und die vom Schamanismus geprägte Kultur der Samen in Finnland verboten. Jetzt gewinnt das Volk langsam an Anerkennung. 2012 soll in Inarit ein samisches Kulturzentrum eröffnet werden. Wenn es allerdings um Bodenrechte geht, muss die samische Minderheit immer noch darum kämpfen, gehört zu werden. Im Vorfeld der finnischen Parlamentswahlen am 17. April sprechen wir mit Tanja Joona, Wissenschaftlerin am Northern Institute for Environmental and Minority Law (Nordisches Institut für Umwelt- und Minderheitenrechte) über eine ewige Hassliebe.
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Jasmila Žbanić, bosnische Regisseurin: "Wir haben immer Angst voreinander"
Jasmila Žbanić, 36 Jahre, ist eine engagierte Regisseurin mit starkem Blick und typischer Balkangestik. Ihr erster Spielfilm Grbavica, abgeleitet vom Namen eines Viertels in Sarajevo, erschien in Deutschland unter dem Titel Esmas Geheimnis - Grbavica. Er schildert bildhaft den Alltag einer Frau und ihrer Tochter, die aus einer Vergewaltigung während des Krieges in Ex-Jugoslawien hervorging. Obwohl der Film mit wenig Budget gedreht wurde, gewinnt er den Goldenen Bären der Berlinale 2006. In ihrem neuesten Opus Na Putu, auf Deutsch: Zwischen uns das Paradies, beschreibt Žbanić in der Geschichte eines mit dem radikalen Islam konfrontierten jungen Paares eine gewisse farbenfrohe und temperamentvolle bosnische Jugend.
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Freiheitsflottille: Eine europäische Welle nimmt Kurs auf Gaza
Knapp ein Jahr nach dem Angriff der israelischen Armee auf die sich dem Gazastreifen nähernde Freiheitsflottille , bei dem 19 Menschen ums Leben kamen und Dutzende verletzt wurden, starten Menschenrechtsaktivisten aus Europa und der ganzen Welt einen neuen Anlauf zur Unterstützung der Menschen in Gaza: Schon bald werden die Schiffe der zweiten Freiheitsflottille in den europäischen Häfen die Anker lichten und Kurs auf den Gazastreifen nehmen, um humanitäre Hilfsgüter zu liefern und ein Ende der israelischen Blockade zu fordern. Die Abfahrt ist für den kommenden Mai geplant.
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Irland: Keine Expat-Stimmen zu den vorgezogenen Parlamentswahlen
Am 1. Februar löste der britische (nunmehr Ex-) Premier Brian Cowen das irische Unterhaus (Dáil Éireann) auf. Um über die größte Wirtschaftskrise in der Geschichte ihres Landes hinwegzukommen, wählen die Iren nun am 25. Februar ein neues Parlament. Jedoch werden viele der im Ausland ansässigen Iren, die ihrerseits am meisten von dem einjährigen Amtsmissbrauch der Regierungskoalition aus Fianna-Fail und den irischen Grünen betroffen sind, nicht wählen dürfen.
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Multikulti-Paare: Wenn Amor nach Papieren fragt
„Les Amoureux au Ban Public" (auf Deutsch in etwa: „Liebende auf der Anklagebank") ist ein Verein, der sich für die Rechte von Paaren einsetzt, in denen ein Partner Franzose und der andere Ausländer ist. Zum Valentinstag organisierte der Verein einen Ball, bei dem alles zur Musik tanzte. Doch die Stimmung wird von der kürzlichen Verabschiedung einer EU-Richtlinie getrübt, deren Inhalt die Rechte gemischter Paare bedroht.
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