Theater
Fascho wird Theaterdirektor: Ideologie statt Kunst in Budapest
Dreizehn Jahre lang hat Istvan Marta das Neue Theater (Uj Szinhaz) in Budapest geleitet. Am 1. Februar wurde es von György Dörner übernommen - einem Anhänger der rechtsextremen Partei Jobbik. Der scheidende Direktor sieht sich als Opfer einer politischen Entscheidung. Er fürchtet, dass sein Theater zur Bühne für Extremismus werden könnte.
Multikulturelles Italien: Cocktail aus Rom
Ist Italien rassistisch? Nach dem Mord an zwei Senegalesen in Florenz im Dezember 2011, wirft die internationale Presse mit fingerzeigenden Vorwürfen um sich. Cafebabel.com möchte sich dem nicht anschließen. 5 Journalisten on the ground in Rom bevorzugen es von einem multikulturellen Fingerabdruck einer Nation zu sprechen, die heute 5,4 Millionen außereuropäische Einwanderer zählt. Nicht alles ist rosig, ganz klar! Die Roma in Italien kämpfen weiterhin für eine Zukunft, die diesen Namen verdient; die schlauen Köpfe drehen Italien krisenbedingt zunehmend den Rücken. Einwanderer der 2. Genration sind sich aber der gesellschaftlichen Rolle bewusst, die ihr Background mit sich bringt. All diese Geschichten spielen sich in Rom meistens rund um den melting pot der Piazza Vittorio ab. Von dort aus schlägt Euch cafebabel.com diesen römischen Cocktail vor, der eher zum Umarmen der ‚anderen Kultur‘ denn zu reißerischen Titeln verleiten soll. (Foto ©Ehsan Maleki)
Václav Havels Europa: Hommage an einen Meister des Friedens
Der tschechische Dissident, Theatermensch und Präsident, der als Politiker die Aufbruchstimmung 1989 der Samtenen Revolution in der damaligen Tschechoslowakei repräsentierte, starb am Sonntag im Alter von 75 Jahren an den Folgen seiner schweren Krankheit. Ein Nachruf auf einen europäischen Meister des Friedens.
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Zimmertheater mit Santi Senso: Eine intime "Orgie der Gefühle"
Mit seinen 30 Jahren hat Santi Senso bereits eine Möglichkeit gefunden, wie er die Neugier und Widerspenstigkeit eines Kindes beibehalten kann: alles entdecken und Dinge neu erfinden. Der spanische Schauspieler stammt aus der Extremadura, einer kargen Region im Südwesten Spaniens. Er versichert, es sei seine „süße Verrücktheit“, die ihn dazu bringe, überall auf der Welt theatralisch in die vier Wände Anderer einzudringen. Santi Senso ist kein gewöhnlicher Schauspieler: Er stellt sein Talent bei Theatervorstellungen in Privathäusern unter Beweis.
Ascanio Celestini: Theatervirtuose gegen verbale Gewalt
Er ist das Aushängeschild des modernen italienischen Theaters, ein Satiriker, der den Mächtigen ein Dorn im Auge ist und ein Anthropologe, der die Missstände unserer Zeit darstellt. Ascanio Celestini ist derzeit in Italien mit seinem Stück Pro Patria anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der italienischen Einheit auf Tour. Doch er ist nicht nur in seinem Heimatland bekannt. Cafebabel.com hat das Theatergenie in Paris getroffen.
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"Allez Calais!": Fußball auf der Bühne
Eine Erzählerin, ein Orchester und denkwürdige Erinnerungen. „Allez Calais!“ [frz. Los Calais, A.d.R.] ist ein Theatermonolog des italienischen Journalisten Osvaldo Guerrieri, der die Legende der Amateurmannschaft von Calais erzählt, die im Jahr 2000 das Finale des französischen Fußballpokals gegen Nantes bestritten hat. Ein exzellenter Versuch, Fußball auf die Bühne zu bringen und epische Emotionen wieder aufleben zu lassen.
Mazedonien: Antigone und Twitter für die Aufklärung des Mordes an Martin Neskocki
Am 16. August wäre Martin Neskocki 22 Jahre alt geworden. Zwei Monate vorher, am 5. Juni 2011, starb er in den Armen von Igor Spasov, Bodyguard des mazedonischen Ministerpräsidenten. Während die Autoritäten noch immer versuchen den Mord zu vertuschen, machen neue Aktionsvorschläge in den sozialen Netzwerken die Runde. Zwei Monate später bleiben von den Empörten jedoch nur noch eine Handvoll übrig. Am 18. Juli spielten sie nun eine aktualisierte Version der griechischen Tragödie Antigone im Zentrum von Skopjes. Eine Reportage in 5 Akten.
Sex, Sartre & Rock n'Roll
Wer sich zur Pariser Premiere des Stücks Geschlossene Gesellschaft (Huis clos) von Jean Paul Sartre (1944) letzten Mittwoch im Theater Lucernaire auf einen langwierigen, steifen und geschichtsbezogen Abend eingestellt hatte, war an der falschen Adresse. Der französische Regisseur Vladimir Steyaert überrascht das durchaus junge Publikum mit einer zeitbezogenen, ironisch-ernsten Version des Klassikers, bei der eine internationale Besetzung natürlich nicht fehlen darf.
Kulturbetrieb Kroatien: Straßen von heute und Krieg von gestern
An eine kroatische Literatur- und Theaterszene, die die balkanische Kriegsvergangenheit ausblendet, ist noch längst nicht zu denken. Zu frisch sind die Wunden, zu schnell die Umbrüche, über die hinaus man das Erwachsenwerden vergessen hat. Die junge Autorengeneration aus Zagreb und Split holt sprichwörtlich 'die Straße auf die Bühne' und pendelt zwischen alltäglicher Identitätsfindung und Aufbruchstimmung.
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Weltbehindertentag: Wir vom Budapester Baltazár Theater sind besser
Für geistig und körperlich beeinträchtigte Menschen ist es in Ungarn nach wie vor schwer, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Das Budapester Baltazár Theater zeigt Wege der Integration auf - mit Erfolg. Ein Porträt zum Weltbehindertentag am 3. Dezember.
Claire Ruppli: "Theater ist auch Liebe machen"
In La Pleurante des Rues de Prague („Die Weinende der Straßen Prags“), einem Stück, das sie selber inszeniert hat, erfasst Claire Ruppli die Geheimnisse und Intrigen einer schaurigen europäischen Hauptstadt. Aber es gibt keinen Grund, ängstlich zu sein: die Schauspielerin amüsiert sich wie ein Kind. Und steckt damit ihr Publikum an.
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Pierre Notte: Dingsdadinger im Märchenreich
Schlabberige Froschschenkel und übereifrige Polizisten, traurige Wölfe und ein dicker Ludwig XVI.: Wenn der französische Theaterregisseur Pierre Notte sein Märchenbuch öffnet, setzt sich das Märchenkarussell in Bewegung und nimmt Kinder und Erwachsene auf eine wild verträumte Reise durch eine Zauberwelt mit, deren fantastische Bewohner aus Frankreich, England, Deutschland, Russland und den USA kommen und das Theaterstück Bidules trucs zum Leben erwecken.
Warschau wannabe
Warszawa ist das neue Berlin: Schicke Glas-Buildings sprießen in der sozialistisch anmutenden Stadt wie Pilze aus dem Boden. Die Fußball-EM soll das internationale Image der Metropole im Osten bis 2012 noch weiter aufpolieren. Versteckte Alltagsräume und das Warschau auf der anderen Weichselseite von Praga sind neues Eldorado für Künstler und Partygänger. Junge Leute pilgern in die Hauptstadt zurück und Europäer kommen für ein neues Zahnpastalächeln nach Polen. Doch kratzt man ein wenig an dieser stahlglatten Oberfläche, entstehen Brüche und werden die eingefahrenen Klischees von gestern blass. 5 Journalisten haben „WaWa“ - wie die Einwohner ihre Stadt liebevoll nennen - im Rahmen des Projekts EUcrisis on the ground auf den Kopf gestellt.
Don Pasta: Kultur-Confit nach italienischer Art
Daniele de Michele, alias Don Pasta, kommt ursprünglich aus Salento in Süditalien und lebt heute in Toulouse, im Süden Frankreichs. Der Küchen- und Orchesterchef ist zugleich DJ, Gastronom, Ökonom und Umweltschützer… Sein Metier: Die Zutaten, die Musik und die Kulturen beidseits der Alpen miteinander zu mischen.
Beruf Clown: Marenka oder die Kunst des Echt-Seins
Seit 7 Jahren steht Marenka - alias Marenka Leins (37) - als Clown auf den deutschsprachigen Bühnen Europas. Ihr Handwerk, das sie in Hannover, Frankreich und Kalifornien lernte? Menschen zum Lachen zu bringen!
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Mehr als nur ein Kummerhaufen: Kunst gegen Frauenarmut
Die Armut in Europa ist zunehmend weiblich. Das legt zumindest die stetig wachsende Zahl der Frauen in Europa, die unter der Armutsgrenze leben, nahe. Doch die Künstlerinnen des französischen vereins Conciliabules, die allesamt aus sozial schwachen Verhältnissen stammen, wollen nicht länger Opfer sein. Sie nehmen lieber Farbe und Pinsel in die Hand oder verarbeiten ihre Lebenssituationen auf der Theaterbühne.
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Budapest: Stand-Up Theater gegen "Albträume" der Krise
Trotz der Ebbe in ungarischen Portemonnaies, wächst der Erfolg von Stand-Up Comedy und Playback-Theatern in Ungarn. Ein Rundgang in den wichtigsten Szeneclubs von Budapest zeigt uns, dass Theater hier sogar heilende Wirkungen haben kann.
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Jugendkultur in Bulgarien: Die Krise kommt uns nicht auf die Bühne
Eine neue Generation bulgarischer Künstler kämpft dafür, ihre Arbeiten inner- und außerhalb der Landesgrenzen zu zeigen - trotz knapper Mittel. Künstler erobern nach dem Umbruch der 1990er Jahre die kulturellen Bühnen ihres Landes zurück. Sie fordern von der Regierung mehr Transparenz und Maßnahmen, um neue Projekte anzuregen.
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