Literatur
Bezahl-Web: Liebling, mein Geld reicht nicht mehr für eine Mail
Sopa, Pipa, Acta. Viele Abkürzungen mit einem gemeinsamen Ziel: die Internetpiraterie bekämpfen, um Autorenrechte zu schützen. In den USA sowie Europa – irgendwo zwischen Polemik und Perplexität – ist eine Art digitaler Krieg losgetreten worden, der das World Wide Web nachhaltig verändern wird. Was wäre, wenn wir zukünftig jeden Service im Netz bezahlen müssten? Folgend ein Vorgeschmack. „Noch“ gratis.
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Keine absurde Fiktion: Russische Präsidentschaftsanwärter im Wahljahr 2012
Die Präsidentenwahlen in Russland am 4. März 2012 rücken immer näher. Nach den landesweiten Demonstrationen als Reaktion auf die Parlamentswahlen im Dezember scheint Wladimir Putin nicht mehr um mehrere Pferdelängen voraus zu liegen, sondern nur noch um eine Pferdelänge. Wer tritt sonst noch in diesem Ein-Mann-Rennen an?
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Václav Havels Europa: Hommage an einen Meister des Friedens
Der tschechische Dissident, Theatermensch und Präsident, der als Politiker die Aufbruchstimmung 1989 der Samtenen Revolution in der damaligen Tschechoslowakei repräsentierte, starb am Sonntag im Alter von 75 Jahren an den Folgen seiner schweren Krankheit. Ein Nachruf auf einen europäischen Meister des Friedens.
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Zum 30. Todestag des Chansonniers: Leben wie Brassens in Frankreich
Am 29. Oktober war der dreißigste Todestag des "allumfassenden Gottes der französischen Chanson-Kultur" - Georges Brassens (1921 - 1981). Aber lasst euch nicht von den Statistiken des französischen Atheismus hinters Licht führen: Die Franzosen glauben weiterhin - an Brassens, an Gainsbourg, an den Kommunismus und daran, dass die Champs-Elysées die schönste Straße der Welt ist.
Kulturbetrieb Kroatien: Straßen von heute und Krieg von gestern
An eine kroatische Literatur- und Theaterszene, die die balkanische Kriegsvergangenheit ausblendet, ist noch längst nicht zu denken. Zu frisch sind die Wunden, zu schnell die Umbrüche, über die hinaus man das Erwachsenwerden vergessen hat. Die junge Autorengeneration aus Zagreb und Split holt sprichwörtlich 'die Straße auf die Bühne' und pendelt zwischen alltäglicher Identitätsfindung und Aufbruchstimmung.
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Eugenia Rico: "Es macht mich stolz, wenn man mich eine Hexe nennt"
Die spanische Erfolgsautorin Eugenia Rico verbindet in ihrem neuen Roman Auch wenn wir Verdammte sind zwei Frauenschicksale in unterschiedlichen Jahrhunderten auf geheimnisvolle Weise. Ein Gespräch über Hexen, Twitter, die Rolle der Frauen und warum es gut ist, anders zu sein.
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Weltfrauentag: Gleichheit der Geschlechter - nur heiße Luft?
Damals, 1910 in Kopenhagen, ging es ums Wahlrecht. 2011 befinden sich die neuen Grenzen zwischen den Geschlechtern in den Aufsichtsräten, deren Pforten für Pfennigabsätze auch weiterhin nahezu verschlossen bleiben; oder in der Welt der Literatur, wo nachwievor hauptsächlich männliche Verleger und Literaturkritiker sich immer noch schwer damit tun, weibliche Schreibfedern zu fördern. Und trotzdem, in der Ukraine beispielsweise gehen die Mädels von FEMEN barbusig gegen die Prostitution auf die Straße. Und in Italien kann sich nur die Weiblichkeit selbst gegen die Trivialisierung ihres Bildes in der Politik wehren. Bei cafebabel.com, dessen Redaktion sich aus 3 (üppigen) Frauen und 3 (virilen) Männern zusammensetzt, sind wir schlussendlich auf einen gemeinsamen Nenner gekommen, den uns der Schriftsteller Rafik Smati beschert hat: „Der erste Schwellenmarkt ist weder Brasilien, Russland, Indien noch China… sondern die Frauen“!
- Unser Dossier lesen
- Ukraine grüßt Italien: Femen-Mädels barbusig an der Front
- Litauische Bloggerinnen in England: Kochen, Sex and the City
- Politik-Bloggerinnen: "Ellenbogen, klappern, laut sein, 'hier' schreien"
- Lesegewohnheiten zum Weltfrauentag: Frauenliteratur? Auf keinen Fall!
- Lorella Zanardos 'Frauenkörper': Schluss mit italienischem Schmuddelfernsehen
- "Goldene Röcke" in Norwegen: Brauchen wir eine Frauenquote für Unternehmen?
Satan Claus is coming to town
Dieses Jahr haben wir uns gedacht, wir wollen das W-Wort - das sowieso in aller Munde ist - gar nicht erst aussprechen. Und dafür lieber vom ganzen Rest sprechen: von Spiritismus und Exorzisten in Spanien, dem neuen Scientology-Ableger in Brüssel oder dem Erscheinen der Jungfrau Maria in Irland. Science-Fiction - mögt Ihr jetzt denken! Theorien von Europäern zwischen Jahresende und Ende der Welt? Nein - die Realität… Nach der Lektüre unserer Artikel wird die Grenze zwischen Fantasie und Fiktion nicht mehr so glasklar sein. Macht Euch darauf gefasst und frohe(n) … 25. Dezember!
Brunch mit Lew Tolstoi: 100 Mal gestorben, um die Welt zu verändern
Heute, am 20. November 2010, stirbt Lew Tolstoi zum einhundertsten Mal. Dieses wiederholte Ableben ist das schwere Schicksal aller Unsterblichen. Und er ist einer von ihnen. Meisterwerke wie Krieg und Frieden oder Anna Karenina sind ebenso unsterblich wie anspruchsvoll. Und auch heute noch, in der Internet-Ära, haben junge Leute aus aller Welt (auch unsere redaktionelle Koordinatorin) keine Angst davor, sich mit ihnen zu konfrontieren. Cafebabel.com ist es gelungen, ihn zu treffen, bevor er seinen letzten Zug nahm.
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Nobelpreis für Peru: Vargas Llosa, Literatur und Macht
Seit Wochen ist sein Name in aller Munde: Mario Vargas Llosa - ausgezeichnet mit dem Literaturnobelpreis 2010. Die Schwedische Akademie würdigt den 74-Jährigen für seine „Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“. Zeitgleich findet eine Ausstellung in Paris über das Leben und Werk des peruanischen Schriftstellers und Politikers statt, den ein großer Teil seines Lebens mit der französischen Hauptstadt, Madrid und London verbindet.
Buch-Bestseller in Serbien: Die neuen "Männer-Jägerinnen" vom Balkan
Promiskuität bei Frauen - ein Phänomen in ganz Europa? Cafebabel.com hat sich bei einem Psychotherapeuten, einem Rapper und der serbischen Autorin des Bestsellers Grabljivica [in etwa: "Jägerin"], Simonida Milojkovic, umgehört.
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Rebell im Schafspelz - Österreicher Franzobel liest im Berliner Knast
Der Schriftsteller Franzobel hält das konservative Österreich mit seinen satirischen Texten über sexuelle Höhe- und politische Tiefpunkte in Atem. Die Gefangenen der JVA Moabit in Berlin konnte er nicht schockieren; dafür traf er hier auf Hobby-Autoren und romantische Seelen.
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Achtung, Katze: Von der europäischen Literatur in den Abfall
Die Facebook-Gruppe zum Aufstöbern jener Frau, die im englischen Coventry vor einigen Wochen eine Katze grundlos in den Abfallcontainer warf, erreichte blitzschnell 43.000 Fans. Das von der Sicherheitskamera der Katzenbesitzer aufgezeichnete Video ging um die ganze Welt, die erwischte Täterin bat aus Angst vor Racheakten der empörten Masse um Polizeischutz. Bereut sie ihre Tat? Ein kurzer Blick auf das Bild der Katze in der europäischen Literatur genügt, um festzustellen: Vermutlich nicht. Denn Katzen kommen dort oft nicht gut weg ...
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Zeitgenössische Antihelden: Vanni Santonis "prekäre Gestalten"
„Personaggi Precari“ ist ein literarisches Projekt des italienischen Schriftstellers Vanni Santoni. Hier werden „Persönlichkeiten erzählt“, zunächst auf einem Blog und später dann in dem gleichnamigen Buch. Auf cafebabel.com haben wir mit einigen dieser zeitgenössischen Antihelden Bekanntschaft gemacht.
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Faction-Literatur: Der seltsame Fall des Ryszard Kapuściński
In Polen gilt Ryszard Kapuściński als „Journalist des Jahrhunderts“. Die am 3. März veröffentlichte neue Biographie Kapuscinski Non Fiction stellt jedoch nach dem Tod des Idols die Frage nach dem Wahrheitsgehalt vieler seiner Inhalte und löste in Polen kurzerhand eine heftige Debatte aus.
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Carme Riera: "Das Katalanische ist vom Aussterben bedroht"
Die mallorquinische Schriftstellerin Carme Riera spricht anlässlich einer Ausstellung zu ihren Ehren im Rahmen der Kulturwoche der Balearen, BeBalears in Lissabon, über den Reichtum und die sprachliche Vielfalt Spaniens.
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Agop Hacikyan: "Ich habe nicht das Gefühl, meine Kultur ins Englische zu übersetzen"
Der verschmitzte, armenisch-kanadische Autor spricht über seinen neuesten Roman, über Schreibtipps, die Brückenfunktion zwischen Kontinenten - und über seine Meinung zu einer EU-Aufnahme der Türkei.
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Der Tod von Venedig: Karneval der Klischees
Entvölkerung und vernichtende Fluten - sämtliche Medien prophezeien den baldigen Untergang der Lagunenstadt. Ende Dezember 2009 nahm das amerikanische Online-Portal für Umweltinformation Mother Nature Network die italienische Stadt sogar in die Liste „10 Orte, die man so schnell wie möglich besuchen sollte, bevor sie verschwinden“ auf. Die Wirklichkeit jedoch ist viel komplexer.
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