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Multikulti on the ground
Multikulturalismus: Sysiphus-Arbeit in Athen
Die ersten Einwanderungswellen in Athen sind nicht älter als 20 Jahre und heute sichtbar in den Touristen- und Armenvierteln der Stadt. Als Mitgliedsstaat der EU ist Griechenland dafür verantwortlich, die Asylanträge aller Neuankömmlinge zu bearbeiten und gleichzeitig seine eigenen ethnischen Minderheiten zu integrieren. Einwanderer kommen über das Meer aus der Türkei. Laut Dublin II-Regelung müssen sie in Griechenland bleiben. Doch Pustekuchen. Wem’s dreckig geht, der schert sich nicht um Dublin II, sondern reist in das nächstbeste EU-Land weiter. Schengen sei Dank. Diese Ströme machen aus Athen einen Hafen der Neuankünfte, doch die Integration läuft mehr als schleppend. Eine Sysiphus-Arbeit! Sichtbar wird sie aber manchmal an der Popularität türkischer Seifenopern, an den Balkan-Breakdancern zweiter Generation in den Straßen von Athen, aber auch am Verlangen, in Athen endlich die erste Moschee zu eröffnen. Eine junge Gruppe Journalisten hat den Puls nur wenige Tage vor den Parlamentswahlen am 6. Mai gemessen. (Foto: ©AlicePopkorn/ flickr/ alicepopkorn.de/)
Multikulti-Klima: Nackte Tatsachen aus Kopenhagen
Auch wenn es im Februar noch ziemlich kühl in Dänemark war, schlüpften die hippen Jungs und Mädels in Kopenhagen aus ihren Jacken und Schuhen. Fotograf Nicola aus Italien wollte wissen, woher die durchstudierten Looks der dänischen Metropolitans stammten: China, Bangladesch und Türkei waren die wenig überraschenden Antworten. Multikulti ist längst auch in Dänemark ein Fakt. Aber ein nicht sehr sichtbarer. Grönländische Filme schaut nur ein Nischenpublikum, Flüchtlinge leben unter schwierigen Bedingungen – vergessen, eine Stunde außerhalb der Stadt im Flüchtlingslager Sandholm. Auch den Hippies aus der Freistadt Christiania sind die Ansichten des Durchschnittsdänen zu verklemmt; man schottet sich ab. Doch ähnlich wie Christiania hat sich auch das kleine skandinavische Land Dänemark seit 9/11 und dem Karikaturenstreit mehr und mehr abgeschottet und Ausländern gegenüber einen gewissen rechtspopulistischen Ton legalisiert. Seit letztem Jahr ist eine neue Regierung am Ruder. Kann das glücklichste Volk der Welt sich nun wieder locker machen oder müssen sich Dänemarks Minderheiten weiterhin warm anziehen? - (cc)LarsDaniel/Esben Bøg/flickr
Vilnius, Вiльнюс oder ווילנע: (Multi)kulturelle Winde aus Litauen
Litauen hat als ehemaliger Teil des Großherzogtums Litauen ein reiches multikulturelles Erbe zu bieten. Die litauische Unabhängigkeit wurde nach dem Kollaps der Sowjetunion 1990 bereits zum dritten Mal in der Geschichte des Landes ausgerufen. Das Motto der Republik ist ein Echo an die Europäische Union, dessen Mitglied Litauen 2004 wurde - ‘Tautos jega vienybeje!’ oder ‘Stärke durch Einheit’. Ein spanisch-italienisch-französisch-deutsch-russisch-britisches Journalistenteam geht in puncto MULTIKULTI auf Tuchfühlung mit den ethnischen Minderheiten von Vilnius. In der litauischen Hauptstadt machen sich dynamische ‚Fremde‘ Namen in Exil-Universitäten, NGOs, Buchläden und Nachtclubs. Vilnius - Hauptstadt eines Landes, dessen faszinierende Geschichte von Litauern, Polen, Deutschen und Russen geschrieben wurde und von allen, die sich der baltisch „warmherzigen“ Kälte anpassen konnten. (Foto: (cc) Severin Sadjina/ flickr)
Multikulturelles Italien: Cocktail aus Rom
Ist Italien rassistisch? Nach dem Mord an zwei Senegalesen in Florenz im Dezember 2011, wirft die internationale Presse mit fingerzeigenden Vorwürfen um sich. Cafebabel.com möchte sich dem nicht anschließen. 5 Journalisten on the ground in Rom bevorzugen es von einem multikulturellen Fingerabdruck einer Nation zu sprechen, die heute 5,4 Millionen außereuropäische Einwanderer zählt. Nicht alles ist rosig, ganz klar! Die Roma in Italien kämpfen weiterhin für eine Zukunft, die diesen Namen verdient; die schlauen Köpfe drehen Italien krisenbedingt zunehmend den Rücken. Einwanderer der 2. Genration sind sich aber der gesellschaftlichen Rolle bewusst, die ihr Background mit sich bringt. All diese Geschichten spielen sich in Rom meistens rund um den melting pot der Piazza Vittorio ab. Von dort aus schlägt Euch cafebabel.com diesen römischen Cocktail vor, der eher zum Umarmen der ‚anderen Kultur‘ denn zu reißerischen Titeln verleiten soll. (Foto ©Ehsan Maleki)
