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ethnische Minderheiten
Multikulti-Klima: Nackte Tatsachen aus Kopenhagen
Auch wenn es im Februar noch ziemlich kühl in Dänemark war, schlüpften die hippen Jungs und Mädels in Kopenhagen aus ihren Jacken und Schuhen. Fotograf Nicola aus Italien wollte wissen, woher die durchstudierten Looks der dänischen Metropolitans stammten: China, Bangladesch und Türkei waren die wenig überraschenden Antworten. Multikulti ist längst auch in Dänemark ein Fakt. Aber ein nicht sehr sichtbarer. Grönländische Filme schaut nur ein Nischenpublikum, Flüchtlinge leben unter schwierigen Bedingungen – vergessen, eine Stunde außerhalb der Stadt im Flüchtlingslager Sandholm. Auch den Hippies aus der Freistadt Christiania sind die Ansichten des Durchschnittsdänen zu verklemmt; man schottet sich ab. Doch ähnlich wie Christiania hat sich auch das kleine skandinavische Land Dänemark seit 9/11 und dem Karikaturenstreit mehr und mehr abgeschottet und Ausländern gegenüber einen gewissen rechtspopulistischen Ton legalisiert. Seit letztem Jahr ist eine neue Regierung am Ruder. Kann das glücklichste Volk der Welt sich nun wieder locker machen oder müssen sich Dänemarks Minderheiten weiterhin warm anziehen? - (cc)LarsDaniel/Esben Bøg/flickr
Lettisches Referendum: Der Gipfel der Diskriminierung
Nicht das Ergebnis schockiert – sondern die Anzahl derer, die Lettisch als einzige Sprache in ihrem Land akzeptieren. Das Referendum vom 18. Februar hat gezeigt, wie wenig die russische Minderheit in diesem Land zu sagen hat.
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Vilnius, Вiльнюс oder ווילנע: (Multi)kulturelle Winde aus Litauen
Litauen hat als ehemaliger Teil des Großherzogtums Litauen ein reiches multikulturelles Erbe zu bieten. Die litauische Unabhängigkeit wurde nach dem Kollaps der Sowjetunion 1990 bereits zum dritten Mal in der Geschichte des Landes ausgerufen. Das Motto der Republik ist ein Echo an die Europäische Union, dessen Mitglied Litauen 2004 wurde - ‘Tautos jega vienybeje!’ oder ‘Stärke durch Einheit’. Ein spanisch-italienisch-französisch-deutsch-russisch-britisches Journalistenteam geht in puncto MULTIKULTI auf Tuchfühlung mit den ethnischen Minderheiten von Vilnius. In der litauischen Hauptstadt machen sich dynamische ‚Fremde‘ Namen in Exil-Universitäten, NGOs, Buchläden und Nachtclubs. Vilnius - Hauptstadt eines Landes, dessen faszinierende Geschichte von Litauern, Polen, Deutschen und Russen geschrieben wurde und von allen, die sich der baltisch „warmherzigen“ Kälte anpassen konnten. (Foto: (cc) Severin Sadjina/ flickr)
Doku 'Our School': Diskriminierung von Roma-Kindern trotz EU-Fonds
Vier Jahre lang begleiteten die Regisseurinnen Mona Nicoară und Miruna Coca-Cozma drei Roma-Kinder in einem kleinen rumänischen Dorf mit der Kamera. Der Film, der ursprünglich ihre erfolgreiche Integration präsentieren sollte, zeigt schlussendlich die Realität: ethnische Trennung.
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An Orbáns neuer Verfassung scheiden sich die Geister
Ungarns Parlament hat am Montag mit der Zweidrittelmehrheit des Regierungsbündnisses eine neue Verfassung verabschiedet. Sie basiert kaum auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens und festigt die Macht des Premiers Viktor Orbán, kritisieren einige Kommentatoren. Andere glauben aber, dass das Land jetzt besser regiert werden kann.
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Samische Minderheit in Finnland: Kultur ja, Wirtschaft nein
Jahrelang waren die Sprache und die vom Schamanismus geprägte Kultur der Samen in Finnland verboten. Jetzt gewinnt das Volk langsam an Anerkennung. 2012 soll in Inarit ein samisches Kulturzentrum eröffnet werden. Wenn es allerdings um Bodenrechte geht, muss die samische Minderheit immer noch darum kämpfen, gehört zu werden. Im Vorfeld der finnischen Parlamentswahlen am 17. April sprechen wir mit Tanja Joona, Wissenschaftlerin am Northern Institute for Environmental and Minority Law (Nordisches Institut für Umwelt- und Minderheitenrechte) über eine ewige Hassliebe.
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Deutsche Minderheit in Polen: Vor dem Fenster steht kein Spitzel mehr
Seit rund 20 Jahren gibt es in Polen offiziell eine deutsche Minderheit. Möglich wurde dies durch den Sturz des realsozialistischen Systems, das in nationalen Minderheiten eine Gefahr gesehen hatte. Konfliktfrei ist das Verhältnis zwischen Mehrheit und Minderheit zwar noch nicht, aber beide Seiten haben sich inzwischen aneinander gewöhnt.
Französische Vorstädte: Einführung für Europäer
Was versteht man unter "Banlieue"? In Deutschland wird dieser Begriff seit 2005 fälschlicherweise fast ausschließlich mit den Unruhen in den Pariser Vorstädten assoziiert. In Frankreich trifft man auf sehr gegensätzliche Ansichten über die Banlieues, je nachdem ob man den Massenmedien Glauben schenkt oder sich direkt mit den Bewohnern unterhält. Letztere haben nun ihrerseits Medien ins Leben gerufen, um sich gegen die "Klischeefabriken" der Massenmedien zur Wehr zu setzen. So oder so dient die Banlieue als medialer Schaukasten für den nicht enden wollenden Streit über die kollektive Identität Frankreichs. Ein Thema, das ganz Europa angeht.
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Die Roma von Konik, Montenegro: Tränendrüse zieht nicht
In Podgorica, Montenegro nähert sich ein französischer Journalist einem Flüchtlingslager, wo viele Roma aus dem Kosovo leben. Er glaubt, das perfekte Thema gefunden zu haben, Anklage und Mitleid mit dem Schicksal der armen Bewohner von Häusern, die der Guardian als "stinkende Müllhalde" bezeichnet, mischen zu können. Alles verläuft nach Plan, bis er auf ehrgeizige junge Menschen trifft, künftige Meister des Hip-Hop und vor allem Herren über ihr Schicksal.
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Willkomen bei den 'Beurgeois': Wenn die Gänseleber halal wird
Durch das Fest des Fastenbrechens erhält der Ramadan einen besonderen Höhepunkt. Auf dem politischen Parkett Frankreichs jagt derzeit eine Anti-Islamhetze die andere. In der Wirtschaft hingegen entwickelt sich ein ungewöhnlicher neuer Markt: „Premium“-Halal. Sein Zielpublikum sind die sogenannten „Beurgeois“, junge Führungskader mit maghrebinischer Herkunft. Sie verfügen scheinbar über alle Trümpfe, um als Modelle einer gelungenen Immigration herzuhalten. Nur das Medienecho lässt noch zu wünschen übrig.
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Roma in Frankreich: Im Europäischen Parlament wird der Ton schärfer
Die verschärfte Politik der französischen Regierung, die seit diesem Sommer die Auflösung von Roma-Lagern sowie die Abschiebung von deren Bewohnern in ihre Heimatländer angeordnet hat, führte in Frankreich zu heftigen Debatten. Die Reaktionen auf europäischer Ebene hingegen waren zuerst einmal ungleich diskreter.
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Esma Redžepova: "Königin des Roma-Gesangs"
Mit ihrer Kapelle tourt Esma Redžepova, Mazedonierin und ihres Zeichens „Königin des Roma-Gesangs“ unermüdlich um den Globus. Mehr als 15.000 Konzerte hat sie gegeben, 20 Alben aufgenommen. Im Rahmen eines Auftritts beim Festival Sin Fronteras im Cabaret Sauvage brachte Redžepova auch ein wenig Roma-Kultur nach Paris. Begegnung mit einer Frau, die Schranken niederreißt.
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Frankreichs "Eingliederungs-Siedlungen": ein Hafen der Roma?
Vier Jahre nach ihrer Gründung in Frankreich werden die sogenannten „Eingliederungs-Siedlungen“ heute als vorbildliches politisches Projekt dargestellt. Europäische Vereinigungen zum Schutz von Minderheiten sind jedoch skeptisch, was ihren wohltätigen Nutzen angeht – und fahren damit fort, die Sorgen und den Ärger der in Europa am meisten diskriminierten Gemeinschaft öffentlich zu machen.
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Cleveres Ablenkungsmanöver: Slowakei und Ungarn in ewigem Clinch
Anlässlich seiner Amtseinführung als neuer ungarischer Ministerpräsident am 29. Mai 2010 hat Viktor Orbán, der Vorsitzende der konservativen Fidesz-Partei, eine neue Ära „nationaler Einheit“ angekündigt. Die Woche zuvor war ein Gesetz vorgestellt worden, das ungarischen Minderheiten im Ausland die ungarische Staatsbürgerschaft verspricht. Damit ist Ungarn auf dem besten Wege zu einem feindseligen Nationalismus... Ganz zur Freude slowakischer Populisten.
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Nachbarschaftsstreit: Hysterie um Pässe für Auslandsungarn
Das slowakische Parlament hat Ungarn am Dienstag davor gewarnt, ethnischen Ungarn in den Nachbarländern die Staatsbürgerschaft anzubieten. Die Regierungen beider Länder möchten nach Ansicht der Kommentatoren mit ihrem Streit von innenpolitischen Problemen ablenken.
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Polen in Litauen: Beziehungskiste mit Komplikationen
In Vilnius, der Hauptstadt Litauens und einer der von der Krise am meisten betroffenen Nationen der EU, behaupten gleich zwei Gemeinschaften, hier zu Hause zu sein: Die litauische und die polnische. Fügt man diesem brodelnden Krisentopf noch einen Verdacht von Budgetkürzungen und Sparreformen bei, droht er zu explodieren.
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Russe sein in Tallinn: Horizonte in Beton
Außerhalb der Tore der pittoresken Altstadt, weit von den Einkaufszentren entfernt und jenseits der Autobahn brodelt das Alltagsleben der russischen Minderheit im Tallinner Vorort Lasnamaï. 100.000 russischstämmige Menschen leben heute in der estnischen Hauptstadt. Fotoreportage.
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