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Rechtsextremismus
Fascho wird Theaterdirektor: Ideologie statt Kunst in Budapest
Dreizehn Jahre lang hat Istvan Marta das Neue Theater (Uj Szinhaz) in Budapest geleitet. Am 1. Februar wurde es von György Dörner übernommen - einem Anhänger der rechtsextremen Partei Jobbik. Der scheidende Direktor sieht sich als Opfer einer politischen Entscheidung. Er fürchtet, dass sein Theater zur Bühne für Extremismus werden könnte.
Liv Holm Andersen: "Griechenland nicht unser System aufzwingen, nur weil es in Skandinavien funktioniert"
Wenn sie redet oder lacht, verwendet sie eine mediterrane Gestik. Sie spricht auch ein bisschen Griechisch. Aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Die 24-jährige Liv Holm Andersen ist eine der jüngsten Politikerinnen Dänemarks und war zu den dänischen Parlamentswahlen am 15. September Kandidatin für die zweitkleinste Partei des skandinavischen Landes, die Radikale Venstre. In Athen unterhalten wir uns über Europa, den Balkan und darüber, wie man von Spanien lernen kann.
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Überlebende des Norwegen-Attentats bloggt 'schlimmsten Tag ihres Lebens'
Khamshajiny Gunaratnam, Mitglied der Jugendorganisation der norwegischen Arbeiterpartei, hat cafebabel.com erlaubt, ihren nach der Tragödie vom 22. Juli verfassten Augenzeugenbericht zu veröffentlichen. Bei dem Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo und der Mordserie in einem Sommer- Camp auf der Insel Utoya, die von dem 32 Jahre alten, rechtskonservativen Fundamentalisten, Anders Behring Breivik, begangen wurden, kamen mindestens 76 Menschen ums Leben.
Warnsignal: Die 'Wahren Finnen' gefährden den Euro
Bei den Parlamentswahlen in Finnland hat die rechtspopulistische Partei Wahre Finnen 19,1 Prozent erreicht und liegt nur knapp hinter dem Wahlsieger, der konservativen Sammlungspartei. Die Wahren Finnen werden vermutlich an der nächsten Regierung beteiligt sein. Die Presse befürchtet, dass sie wegen ihrer EU-feindlichen Rhetorik die Stabilisierung des Euro gefährden.
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Citronhalvmåne: Zitronenkuchen für dänische Rechtspopulisten
Die Volksrevolution in Dänemark steht 2010 unter dem Stern der Zitrone. Der beliebte "Citronhalvmåne", ein dänischer Zitronenkuchen, wird in Dutzenden an die Büros der dänischen Rechtspopulisten der Dansk Folkeparti als Zeichen des Protestes hinsichtlich derenEinwanderungspolitik geschickt. Ironischerweise ist die halbmondartige Form ebenso ein muslimisches Symbol - das perfekte Geschenk zum Ramadan?
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Wahlsieg der Angsthasen: Rechtsruck in Schweden
Die regierende Mitte-Rechts-Koalition von Premier Fredrik Reinfeldt hat am Sonntag mit knapp 50 Prozent der Stimmen die Parlamentswahl in Schweden gewonnen. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten zogen mit 5,7 Prozent in den Reichstag ein. Der rechte Erfolg basiert auf der fehlenden Integrationsdebatte und könnte das Land politisch lähmen, meint die Presse.
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Cleveres Ablenkungsmanöver: Slowakei und Ungarn in ewigem Clinch
Anlässlich seiner Amtseinführung als neuer ungarischer Ministerpräsident am 29. Mai 2010 hat Viktor Orbán, der Vorsitzende der konservativen Fidesz-Partei, eine neue Ära „nationaler Einheit“ angekündigt. Die Woche zuvor war ein Gesetz vorgestellt worden, das ungarischen Minderheiten im Ausland die ungarische Staatsbürgerschaft verspricht. Damit ist Ungarn auf dem besten Wege zu einem feindseligen Nationalismus... Ganz zur Freude slowakischer Populisten.
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Wien - da geht was!
Heulicha Bimbam! Sollte Österreich etwa von der europaweiten Wirtschaftskrise verschont geblieben sein? Kratzt man ein wenig an der Oberfläche, findet man auch in Wien die ein oder andere Sorge. Zum Beispiel die ständigen Studentenströme, die von den günstigen Aufnahmebedingungen an österreichischen Unis profitieren und am Ende des Studiums schnurstracks in ihr Land zurückkehren. Oder den Rechtspopulismus, der vielen - aber nicht allen jungen Leuten einen Zufluchtsort bietet. Wien ist alles andere als verschlafen. Die Studentenproteste zu '10 Jahren Bologna-Prozess' nahmen hier ihren Ausgang und junge Wiener Designer trotzen der Krise mit dem Mobiliar von morgen. 5 Journalisten zeigen im Rahmen unseres Reportage-Trips "EUcrisis on the ground", dass in Wien eine ganze Menge geht.
Polen in Litauen: Beziehungskiste mit Komplikationen
In Vilnius, der Hauptstadt Litauens und einer der von der Krise am meisten betroffenen Nationen der EU, behaupten gleich zwei Gemeinschaften, hier zu Hause zu sein: Die litauische und die polnische. Fügt man diesem brodelnden Krisentopf noch einen Verdacht von Budgetkürzungen und Sparreformen bei, droht er zu explodieren.
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Aufwachen in Orbánland: Ungarn hat rechts gewählt
Der nationalkonservative Bund Junger Demokraten (Fidesz) hat die Parlamentswahlen in Ungarn am Sonntag mit 52,7 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Die regierenden Sozialisten kamen nur auf 19,3 Prozent. Die rechtsextreme Partei Jobbik zog mit 16,7 Prozent erstmals ins Parlament ein. Mit dem Sieg der Rechten sehen manche Kommentatoren Ungarn im Aufbruch, andere fürchten ein böses Erwachen.
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Europas Enkel des Faschismus
Rechtsextremistische Parteien sind in Europa weiterhin auf dem Vormarsch: Geert Wilders muss sich gegen den Vorwurf der Volksverhetzung verteidigen, Le Pen in Frankreich zieht bereits seine Enkelin zum politischen Nachwuchs heran, die Lega Nord in Italien oder Jobbik in Ungarn haben sich zu regelrechten Systemen weiterentwickelt und ergattern mehr und mehr Sitze im Parlament. Doch um diese sehr mediatisierten, rechtsextremistischen Zugpferde herum haben sich zusätzlich eine ganze Menge Underground-Gruppen gebildet, die sich eines populistischen Diskurses rund um Islamfeindlichkeit, Antiglobalisierung und Regionalismus bedienen. Zu ihren Stärken gehören innovative Kommunikationsmethoden im Netz und das Besetzen neuer Symbole: das wandelbare Gesicht des europäischen Rechtsextremismus.
- Unser Dossier lesen
- Rechtsextremismus und völkisches Denken in Ungarn: "Ein irrsinniges Gewaltpotenzial"
- Der nette Nazi von nebenan: Das neue Gesicht des deutschen Rechtsextremismus
- Europas populistische Rechte: Identität, Systemkritik und Anti-Islam
- Casa Pound Italia: Die Enkel des Duce
- Bloc Identitaire: Die fabelhafte Welt der französischen Rechtspopulisten
Rechtspopulismus: Geert Wilders' Erfolg verstört Europa
Der wegen seiner Islamfeindlichkeit umstrittene Rechtspopulist Geert Wilders hat bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden viele Wähler für seine Partei gewonnen. Sollte er diesen Erfolg bei den Parlamentswahlen am 9. Juni wiederholen, wird das die Niederlande destabilisieren und Europa dazu zwingen, sich ernsthaft mit Wilders zu befassen, meint die europäische Presse.
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Zurück auf Los: Lega Nord säubert 'ausländerinfiziertes' Ghetto Zingonia
Beunruhigend: Die Gruppe „Lasst uns Zingonia stürmen und sie alle umbringen“ auf Facebook hat bereits 700 Mitglieder. Die ehrenamtliche Lehrerin Miriam berichtet, wie die zunehmend ausländerfeindliche Rhetorik das Leben für die Neuankömmlinge in Italien schwer macht.
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In Polen blüht der Handel mit NS-Propaganda
In Deutschland strafbar, in Polen legal. Auf den Grenzmärkten an der Oder und Neiße werden SS-Abzeichen, Hakenkreuze, T-Shirts mit rechtsextremer Symbolik und rechtsextreme Musik verkauft. Polen ist der größte europäische Produzent rechtsextremer Propaganda. Denn nicht der Handel mit den NS-Devotionalien ist verboten, sondern der Vertrieb zu politischen Zwecken.
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Religionsfreiheit: Flagge zeigen gegen Pro Köln
Die Kölner Moschee, die schon seit längerer Zeit in Planung ist und nun endlich gebaut wird, soll ein neuer Anlaufpunkt für die 120.000 Muslime der Stadt werden - ein Dorn im Auge der Lokalpartei Bürgerbewegung pro Köln e.V., der damit der Verlust ihres Steckenpferdes bei den nächsten Kommunalwahlen droht.
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Faschisten 2.0 - Verjüngungskur im Web
Ihr Ergebnis bei den Europawahlen lässt keine Zweifel offen: Die extreme Rechte besitzt Rückenwind. Eine neue Generation von Aktivisten hat die Verantwortung übernommen und die Politikgestaltung der Ultrarechten einer gründlichen Reform unterzogen.
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Frankreich-Holland: Europapolitische Odyssee
Die Sozialisten in Frankreich und in den Niederlanden kommt ihr politischer Opportunismus teuer zu stehen. Die "Euroskeptiker" haben mit ihrem neuen Kurs zu den Europawahlen Wählerstimmen eingebüßt.
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Rechte Parteien auf dem Vormarsch: Europa hat gewählt
Von Donnerstag bis Sonntag haben die Bürger in den 27 EU-Mitgliedsstaaten ein neues Europaparlament gewählt. Die Wahlbeteiligung war relativ gering, aber die Trends sind deutlich. In vielen Ländern gewannen rechte Parteien an Stimmen, nationale Regierungen wurden abgestraft.
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NaziRock: Hitlergruß auf großer Leinwand
“Wie man dem Hakenkreuz und dem Hitlergruß Glaubwürdigkeit verleiht“ ist das Thema von NaziRock. Claudio Lazzaros „Rockumentary“, die beim zwölften Treffen delle Etichette Indipendenti (Treffen der Unabhängigen Labels) ausgezeichnet wurde, ist das zweite Werk des ehemaligen Journalisten beim Corriere della Sera. In seinem ersten Film stand die Lega Nord im Mittelpunkt.
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