Lega Nord
150 Jahre Italien: Alt genug, um das Puzzle zu beenden?
Es regnet in Rom und die Feierlichkeiten werden von den heftigen Protesten gegen die aktuelle Regierung Berlusconis und die rechtspopulistische Partei im Norden Italiens - die Lega Nord - überschattet. Am 17. März 1861 wurde Vittorio Emanuele II vom Parlament in Turin zum König Italiens berufen - mit nur zwei Stimmen gegen ihn. Er hätte sich damals wohl kaum vorstellen können, dass sein Land auch 150 Jahre später noch so zersplittert sein würde: wie ein unfertiges Puzzle. Italien ist genauso kompliziert wie Europa, erklärt uns der Comedian Beppe Grillo. Doch der Stiefel ist auch die Wiege grundsätzlicher Ideen der westlichen Gesellschaft. Und trotzdem: Italien hechelt hinterher, die Kraft der Zivilgesellschaft findet keinen Niederschlag in den Reihen der Politik. Die Wirtschaft des Landes muss sich dringend neu erfinden und nicht auf den kulturellen Lorbeeren von gestern ausruhen. Ein heiß-kaltes „Auguri“!
Die WM 2010 aus Sicht von italienischen Globalisierungsgegnern
Wie erlebt man die Weltmeisterschaft in einem autonomen Jugendzentrum in Norditalien? Soll man als Globalisierungsgegner für Italien sein und Rai schauen, wenn man links der Linken ist? Wichtige Fragen, wenn man bedenkt, dass das runde Leder es immer wieder schafft, selbst die strengsten Globalisierungskritiker vor den Bildschirm zu locken.
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Europas Enkel des Faschismus
Rechtsextremistische Parteien sind in Europa weiterhin auf dem Vormarsch: Geert Wilders muss sich gegen den Vorwurf der Volksverhetzung verteidigen, Le Pen in Frankreich zieht bereits seine Enkelin zum politischen Nachwuchs heran, die Lega Nord in Italien oder Jobbik in Ungarn haben sich zu regelrechten Systemen weiterentwickelt und ergattern mehr und mehr Sitze im Parlament. Doch um diese sehr mediatisierten, rechtsextremistischen Zugpferde herum haben sich zusätzlich eine ganze Menge Underground-Gruppen gebildet, die sich eines populistischen Diskurses rund um Islamfeindlichkeit, Antiglobalisierung und Regionalismus bedienen. Zu ihren Stärken gehören innovative Kommunikationsmethoden im Netz und das Besetzen neuer Symbole: das wandelbare Gesicht des europäischen Rechtsextremismus.
- Unser Dossier lesen
- Der nette Nazi von nebenan: Das neue Gesicht des deutschen Rechtsextremismus
- Europas populistische Rechte: Identität, Systemkritik und Anti-Islam
- Rechtsextremismus und völkisches Denken in Ungarn: "Ein irrsinniges Gewaltpotenzial"
- Casa Pound Italia: Die Enkel des Duce
- Bloc Identitaire: Die fabelhafte Welt der französischen Rechtspopulisten
'White Christmas' - ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk für Einwanderer in Italien
Bis zum 25. Dezember soll die „Säuberungsaktion“ in Coccaglio, einem kleinen Ort der italienischen Provinz Brescia, vollzogen sein. Dabei geht es aber nicht darum, das Haus für das festliche Weihnachtsessen herzurichten, sondern darum, alle Immigranten auszuweisen, die bis zu diesem Datum ihre Aufenthaltserlaubnis nicht erneuern können. Ein nettes kleines Weihnachtsgeschenk, das die Gemeinde obendrein „White Chrismas“ getauft hat.
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Zurück auf Los: Lega Nord säubert 'ausländerinfiziertes' Ghetto Zingonia
Beunruhigend: Die Gruppe „Lasst uns Zingonia stürmen und sie alle umbringen“ auf Facebook hat bereits 700 Mitglieder. Die ehrenamtliche Lehrerin Miriam berichtet, wie die zunehmend ausländerfeindliche Rhetorik das Leben für die Neuankömmlinge in Italien schwer macht.
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Klassen für Ausländer in Italien: Rückkehr der Rassengesetze?
Der Antrag der fremdenfeindlichen Partei Lega Nord, Klassen für Immigrantenkinder, so genannte 'Integrationsklassen', zu schaffen, wurde im Oktober mit 256 Ja-Stimmen und 246 Enthaltungen angenommen. Ein Meinungsbericht von Roberto Malini, Mitglied von EveryOne, einer Organisation, die gegen die Diskriminierung und für die Menschenrechte kämpft.
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Rumänen in Italien: Zuckerbrot und Peitsche
In Italien arbeiten zwischen 300.000 und 700.000 Personen, in der Mehrzahl rumänische Frauen, meist schwarz als persönliche Altenpfleger und Haushaltshilfen in Familien. Die Regierung versucht so zu tun, als ob nichts wäre, obwohl sie inzwischen die illegale Einwanderung bestrafen will. Ein Bericht aus Salerno in der süditalienischen Region Kampanien.
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Lega Nord: Der italienische Siegeszug der Euroskeptiker
Die Regierung Berlusconi feiert ihre ersten hundert Tage. Den Wahlsieg hat sie auch den 8 Prozentpunkten der Lega Nord zu verdanken, die nun über vier Ministerien waltet und in Europa für so manches Stirnrunzeln sorgt.
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Berlusconi: Italien setzt erneut auf 'Il Cavaliere'
Mit 47% der Stimmen hat Silvio Berlusconis Partei PDL in Italien die Parlamentswahlen gewonnen. EU-Kommissar Franco Frattini wird voraussichtlich Außenminister.
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Immer im Mittelpunkt
Rom liegt in der Mitte Italiens. Von den Norditalienern wird es gehasst, von den Süditalienern geliebt. Eine Spurensuche.
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Frauen schützen, Täter bestrafen
Eine von fünf Frauen in Europa ist Opfer von Gewalt. Noch fehlt es an offiziellen Statistiken und politischen Maßnahmen.
Die Lösung klopft an die Tür: Italiens Arbeitsmarktproblem
Proteste in Frankreich, hitzige Debatten über die Öffnung europäischer Märkte – Den am besten geschütztesten Arbeitsmarkt der EU kümmert es nicht.
Europa und die weißen Weiten Kanadas
Als G8-Mitglied, mittelgroße Macht und Wohlfahrtsstaat kann Kanada viel in einer Zusammenarbeit mit der EU gewinnen. Die Kanadier haben keine große Abneigung gegenüber Europa – aber auch kein großes Interesse daran.
