EUcrisis on the ground

REPORT eucrisis on the ground : Kreta, krisenfestes Eldorado

Kreta, krisenfestes Eldorado


Die brennende Sonne der kretischen Stadt Chania lässt einen fast vergessen, dass Griechenland gerade die schlimmste Krise seiner Geschichte durchlebt. Der Anblick der Schaufenster in der Innenstadt ist ein Augenschmaus, die Altstadt verführt mit der Schönheit ihrer venezianischen Fassaden und in den Nachtklubs präsentiert sich die gebräunte einheimische Jugend stolz in Markenklamotten. Ist das das Bild eines Landes, das zu lange über seinen Verhältnissen gelebt hat? Oder gibt es so etwas wie ein ewiges griechisches Eldorado?

von Matthieu Stankowski @ // 18/08/10

eucrisis on the ground, griechenland, tourismus, jugend, europäische medien, finanzkrise, wirtschaftskrise

Mythos Athen: Griechische Krisensymptome

Mythos Athen: Griechische Krisensymptome

Auf den ersten Blick könnte man fast glauben, die Krise sei nur ein Mythos. Die Terrassen sind voll, Lounge-Bars brummen des Nachts im Kultviertel Gazi und Europas Medien sollten eine Tour in Athen machen, um sich darüber bewusst zu werden, dass die Krise hier genauso mythisch ist wie der Trojanische Krieg. Doch Graffiti in Exarchia, spontane Massenstreiks oder auch der zunehmend radikalere Ton von Herrn Jedermann zeigen, dass man genauer hinsehen muss. Ein 5-köpfiges Journalistenteam liefert griechische Krisensymptome, aber auch das ein oder andere Wundermittel dagegen: deutsch-griechische Beziehungen, die junge Generation „700 Euro“, sonnige Aussichten im Energiesektor und gelungene Integration albanischer Einwanderer - Athen ist der letzte Stopp unserer Reportagereihe EUcrisis on the ground.

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Bild: Athen: Gesichter der "Generation 700 Euro"

Athen: Gesichter der "Generation 700 Euro"

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Bild: Sicheln und die City: Das grüne Gewissen von Bukarest

Sicheln und die City: Das grüne Gewissen von Bukarest

Mehr als Baisse in Bukarest

Mehr als Baisse in Bukarest

Die drastischen Maßnahmen Rumäniens, um FMI und EU zu beruhigen, haben die Bevölkerung des Landes außer Fassung gebracht: "Warum sollten wir die Schulden der Regierung bezahlen?", prangern sie an. Die Mai-Demo, eine der größten der letzten 20 Jahre, hat das revolutionäre Potenzial Bukarests erneut wachgerüttelt, doch die angedrohten Gehaltskürzungen von bis zu 25% haben nicht zu einer Krise wie bei den Griechen geführt. Während die zu lasche Antikorruptionsgesetzgebung ein perfekter Nährboden für Politiker und reiche Nachkommen Alteingesessener ist, bloggt eine neue Mediengeneration für Veränderung. Und auch wenn 'grün' und 'Touristenmagnet' nicht wirklich synonym für Bukarest stehen, existieren Kreativität und Leidenschaft im 'Paris des Ostens'. Cafebabel.com ist im Rahmen des Projekts Eucrisis on the ground auf die Suche danach gegangen.

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Bild: X Apartments in Warschau: Wohnst Du noch oder spielst Du schon?

X Apartments in Warschau: Wohnst Du noch oder spielst Du schon?

Warschau wannabe

Warschau wannabe

Warszawa ist das neue Berlin: Schicke Glas-Buildings sprießen in der sozialistisch anmutenden Stadt wie Pilze aus dem Boden. Die Fußball-EM soll das internationale Image der Metropole im Osten bis 2012 noch weiter aufpolieren. Versteckte Alltagsräume und das Warschau auf der anderen Weichselseite von Praga sind neues Eldorado für Künstler und Partygänger. Junge Leute pilgern in die Hauptstadt zurück und Europäer kommen für ein neues Zahnpastalächeln nach Polen. Doch kratzt man ein wenig an dieser stahlglatten Oberfläche, entstehen Brüche und werden die eingefahrenen Klischees von gestern blass. 5 Journalisten haben „WaWa“ - wie die Einwohner ihre Stadt liebevoll nennen - im Rahmen des Projekts EUcrisis on the ground auf den Kopf gestellt.

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Bild: Urbanes Berlin: Zwischen Freiluftpark und Bienenstock

Urbanes Berlin: Zwischen Freiluftpark und Bienenstock

Berlin in der Krise, ich auch nicht!

Berlin in der Krise, ich auch nicht!

Maksim findet, dass alle Berliner ein bisschen « krass drauf sind », Emil kleidet sich nur in Vintage - „Äußerlichkeiten sind in Berlin nicht wichtig“. Und Paul? Sieht die deutsche Hauptstadt als einen „riesigen Freiluftpark für Künstler“. Kurz und gut, den Wahlberlinern zufolge sei ihr Domizil die letzte wirklich freie (Hippie-) Metropole in Europa. Doch so einfach ist es nicht: Auch wenn Armut sexy sein kann, es bleibt immer noch Armut, Soziales kommt oft zu kurz. Sicher, die Kreativität bleibt eines der Markenzeichen der ehemals geteilten Stadt - doch ebendies könnte man von der Arbeitslosigkeit behaupten. Hinzu kommt die Wirtschaftskrise, die auch den in Berlin ansässigen Griechen zu schaffen macht. Cafebabel.com war in Berlin im Rahmen des Projekts EUcrisis on the ground vor Ort.

INTERVIEW eucrisis on the ground : Felix Vogel, der jüngste Kurator einer europäischen Biennale

Felix Vogel, der jüngste Kurator einer europäischen Biennale

Vor drei Jahren wurde der Deutsche mit gerade einmal 20 Jahren entdeckt - dagegen wirkt der jüngste Kurator der Biennale in Venedig mit 46 Jahren geradezu wie ein Oldie! Die Bukarester Biennale vom 21. Mai bis zum 25. Juli setzt auf ein Team mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren und gibt so der Jugend die Chance zu zeigen, was in ihr steckt.

von Caroline Prosser @ // 18/06/10

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Wien - da geht was!

Wien - da geht was!

Heulicha Bimbam! Sollte Österreich etwa von der europaweiten Wirtschaftskrise verschont geblieben sein? Kratzt man ein wenig an der Oberfläche, findet man auch in Wien die ein oder andere Sorge. Zum Beispiel die ständigen Studentenströme, die von den günstigen Aufnahmebedingungen an österreichischen Unis profitieren und am Ende des Studiums schnurstracks in ihr Land zurückkehren. Oder den Rechtspopulismus, der vielen - aber nicht allen jungen Leuten einen Zufluchtsort bietet. Wien ist alles andere als verschlafen. Die Studentenproteste zu '10 Jahren Bologna-Prozess' nahmen hier ihren Ausgang und junge Wiener Designer trotzen der Krise mit dem Mobiliar von morgen. 5 Journalisten zeigen im Rahmen unseres Reportage-Trips "EUcrisis on the ground", dass in Wien eine ganze Menge geht.

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Bild: Kapitalismuskritik: Der Krise auf der Spur in Wien

Kapitalismuskritik: Der Krise auf der Spur in Wien

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Bild: Vilnius: Schreit und fahrt Eure 'shitas' raus!

Vilnius: Schreit und fahrt Eure 'shitas' raus!

Vilnius: Dimensionen einer Krise

Vilnius: Dimensionen einer Krise

Die Krise kommt selten allein. Sie wird begleitet von Wut, die sich gegen den "Anderen" richtet. Oft kommt sie mit Apathie daher, die den Menschen am Handeln und manchmal sogar am Leben hindert. Die Krise beschwört Ängste herauf, die Leute zu neuen Ufern und Ländern aufbrechen lässt. Sie charakterisiert sich durch Stagnation - nicht zuletzt auch in den Köpfen - was zu zwei Auswegen führen kann: Entweder man nimmt die Dinge selbst in die Hand oder man überlässt sie einer höheren Macht. Doch die Krise bringt auch Frische mit sich, alternative Ideen und Wandel! 6 cafebabel-Journalisten erkunden Litauen im Rahmen des Projektes EUcrisis on the ground. (Foto ©Pablo Pecora - PnP!/flickr)

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Bild: Armut in Europa: Böses Erwachen in Budapest

Armut in Europa: Böses Erwachen in Budapest

Krisentest Budapest

Krisentest Budapest

Nicht zuletzt durch die globale Finanzkrise driftet Ungarn weiterhin gewaltig nach rechts ab - ein Ruck, der sich höchstwahrscheinlich auch in den Wahlergebnissen vom 11. und 25. April 2010 niederschlagen wird. Da ist die Enttäuschung über nicht eingehaltene politische Versprechen und die ansteigende Armut im Land, die sich in Fremdenfeindlichkeit und der Suche nach schwarzen Schafen entlädt. Doch die Hauptstädter bahnen sich neue Wege aus dem Dilemma: Die ungarische Politik wird in Budapests Stand-Up Comedy Theatern belächelt, Projekte gehen peer-to-peer und junge Menschen designen sich einen gemeinsamen Weg aus der Krise. 5 Journalisten aus Europa haben im Rahmen von EUcrisis on the ground den Krisentest in Budapest gemacht.

Paris: Die Party ist vorbei

Paris: Die Party ist vorbei

Vorbei sind die Zeiten, in denen Paris als eine der Metropolen am Puls der Zeit galt. Heute drängelt sich ganz Frankreich in überfüllten Metros, die Unruhen von 2005 wurden nach außen, an den Rand des périph' gedrängt. Das Projekt des 'Grand Paris' steckt noch in den Kinderschuhen. Paris intra muros döst unterdessen als teuerstes Freiluftmuseum der Welt vor sich hin und droht in puncto Nachtleben langsam auszusterben. Obenauf grinst die Krise. Doch mit ein paar Low Cost-Initiativen können sich junge Menschen in der Pariser Hauptstadt über Wasser halten. 5 cafebabel-Journalisten waren für Euch im Rahmen von 'Eucrisis on the Ground' in Paris unterwegs.

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