Neofaschismus
Bürgerkrieg, und niemand sieht hin: Budapests zivile Knospen gegen Rechts
In wenigen Wochen wird Ungarn rechts, gar rechtsextrem wählen. Nur eine Handvoll Aktivisten schwimmen in Ungarn gegen den immer stärkeren Rechtsdrall an. Aber selbst diese driften auseinander oder haben den Glauben in die Politik komplett über Bord geworfen.
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Europas Enkel des Faschismus
Rechtsextremistische Parteien sind in Europa weiterhin auf dem Vormarsch: Geert Wilders muss sich gegen den Vorwurf der Volksverhetzung verteidigen, Le Pen in Frankreich zieht bereits seine Enkelin zum politischen Nachwuchs heran, die Lega Nord in Italien oder Jobbik in Ungarn haben sich zu regelrechten Systemen weiterentwickelt und ergattern mehr und mehr Sitze im Parlament. Doch um diese sehr mediatisierten, rechtsextremistischen Zugpferde herum haben sich zusätzlich eine ganze Menge Underground-Gruppen gebildet, die sich eines populistischen Diskurses rund um Islamfeindlichkeit, Antiglobalisierung und Regionalismus bedienen. Zu ihren Stärken gehören innovative Kommunikationsmethoden im Netz und das Besetzen neuer Symbole: das wandelbare Gesicht des europäischen Rechtsextremismus.
- Unser Dossier lesen
- Rechtsextremismus und völkisches Denken in Ungarn: "Ein irrsinniges Gewaltpotenzial"
- Der nette Nazi von nebenan: Das neue Gesicht des deutschen Rechtsextremismus
- Europas populistische Rechte: Identität, Systemkritik und Anti-Islam
- Casa Pound Italia: Die Enkel des Duce
- Bloc Identitaire: Die fabelhafte Welt der französischen Rechtspopulisten
Extremismus erobert Europa
Der europäische Rechtsextremismus gibt sich facettenreich und gewinnt wieder mehr Anhänger. Die Europawahlen im vergangenen Juni haben es gezeigt: Ob Populisten oder Islamgegner - nationalistische Parteien konnten mit den Ängsten der Euroskeptiker punkten. 8 Sitze gingen an die italienische Lega Nord, 3 an die ungarische Jobbik und 4 Sitze erhielt die PVV des Niederländers Geert Wilders. Die Massenkommunikation im World Wide Web macht die Verbreitung neofaschistischer Ideen leichter. Wie reagiert die Demokratie?
NaziRock: Hitlergruß auf großer Leinwand
“Wie man dem Hakenkreuz und dem Hitlergruß Glaubwürdigkeit verleiht“ ist das Thema von NaziRock. Claudio Lazzaros „Rockumentary“, die beim zwölften Treffen delle Etichette Indipendenti (Treffen der Unabhängigen Labels) ausgezeichnet wurde, ist das zweite Werk des ehemaligen Journalisten beim Corriere della Sera. In seinem ersten Film stand die Lega Nord im Mittelpunkt.
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Wenn Faschisten Urlaub machen
Der Sommer kann auch “schwarz“ sein. Einige Einblicke in Touristenattraktionen für Nostalgiker des rechten Europas. Von Mussolini bis Salazar, von Hitler bis Franco. Wenn Faschismus zum Business wird.
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Polen: 'Nie wieder' Rechts
Die Mitglieder des Vereins 'Nigdy Wicej' (Nie wieder) kämpfen seit der Wende unermüdlich gegen Rechtsextremismus und Faschismus in Polen.
Versöhnung nach der Lagerhaft
Sechzig Jahre nach dem Ende der Naziherrschaft leben nur noch wenige ehemalige KZ-Häftlinge in Polen. Statt Bitterkeit bestimmt Versöhnung mit den Deutschen ihre Haltung. Organisationen wie das deutsche Maximilian-Kolbe-Werk tragen zur Verständigung bei.
Nein zur Einmischung Europas im Namen der Demokratie!
Demokratie entsteht aus einer internen Dynamik der Gesellschaft. Sie kann nicht von außen vorgeschrieben werden. Das darf Europa aber nicht daran hindern, den demokratischen Prozess dort zu stärken, wo er im Gange ist.
