Eurogeneration
Europas Kino-Nachwuchs: Generation Nabelschau
In den Fünfzigern erfand die französische Journalistin Françoise Giroud in den Spalten des Magazins L’Express den Begriff 'nouvelle vague': die jungen Regisseure waren ihrer Zeit unverschämt, revolutionär und unglaublich talentiert. Heute sind Truffaut und Godard fast schon spießig und eine ganze Mannschaft neuer Autoren tummelt sich in der 7. Kunst. Da wäre zum Beispiel der erst 22-jährige Quebecer, pedantischer Hipster, der sich entschieden hat das französische Kino aufzumischen. Oder die Dänen und Bulgaren, deren unverblümte Filme die Probleme ihrer Epoche erzählen: Drogen, Sex und Weltuntergang. Oder ein deutscher Regisseur, der den aufgewärmten Refrains der Vergangenheitsbewältigung den Rücken kehrt. Und schlussendlich sind da auch die französischen Nachwuchsautoren, die ihre Finger überall im Spiel haben, und in ihren eigenen Filmen spielen, produzieren, drehen und den Soundtrack singen. Schaut der europäische Kinonachwuchs zu sehr auf den eigenen Nabel?
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- 2011: Bulgarisches Kino trotzt allen Hindernissen
- Von Trier, Bier, Mikkelsen : Dänemark sahnt beim European Film Award 2011 ab
- Mélanie Laurents Regiedebüt "Les Adoptés": Aller guten Dinge sind drei
- Quebecer Hipster-Regisseur Xavier Dolan: Nouvelle Vague des globalen Kinos
- Robert Thalheims 'Westwind': Frische Brise Geschichte im deutschen Kino
Die 'Phobovoltaik' der Eurogeneration: In der Krise liegt die Kraft
Gerade in Krisenzeiten zeigt sich Europas Stärke. Wir Europäer funktionieren „phobovoltaisch”: wir wandeln unsere Ängste in Energie um. In ruhigen Zeiten jedoch herrscht Stillstand. Schon drei große Krisen haben Europa neuen Antrieb gegeben: der Zweite Weltkrieg, die Ölkrise der 1970er Jahre und der Mauerfall. Jetzt bedroht uns der Finanzcrash und diesmal ist die Eurogeneration gefragt.
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Eurogeneration: Die "Warriors" erobern die Metropolen
Sie stehen in stolzer Siegerpose vor der untergehenden Sonne einer anonymen urbanen Kulisse in Europa. 'Spartakus' Sergio, Loïc 'Löwenherz' oder Emmanuelle 'die Große': Sie alle sind WARRIORS, junge Vorkämpfer der ersten europäischen Generation, die zwar noch nicht für sich selbst definiert hat was eine europäische Identität ausmacht, sie aber dennoch unbewusst lebt. Egal ob in Budapest, Vilnius oder Lissabon. Die von Paul Hossfeld abgelichteten WARRIORS haben kein bestimmtes Gesicht, keinen typischen Beruf oder Situation. „Vielmehr ist es ihre Haltung, die sie definiert“, so der deutsch-französische Fotograf, der hinter dem Fotoprojekt WARRIORS- Generation - Europe steckt. Zwischen 2013-2017 sollen 400 Krieger-Porträts in Lebensgröße auf urbanem Mobiliar durch die europäischen Metropolen wandern. cafebabel.com stellt die ersten Grenzgänger vor.
Europe, 12 Points. Der Eurovision Song Contest und die Eurogeneration
Euro-was? Am Wochenende findet in Düsseldorf das Finale des Eurovision Song Contest statt. Die heutige Eurogeneration schaut zu – oder weg. Ein Stimmungsbild zum größten Musikwettbewerb der Welt.
Engländer, Briten oder Europäer? Meine Großeltern über die EU
Der Eurobarometerumfrage vom Herbst 2009 zufolge halten nur 30% der Bürger im Vereinigten Königreich die EU-Mitgliedschaft für "eine gute Sache". Selbst wenn dieses magere Stück von einem der vielen bunten Kuchendiagramme des Eurobarometers im Vergleich zur vorausgegangenen Umfrage um zwei Prozentpunkte größer geworden ist, muss festgestellt werden, dass der kleine Mann im stolzen Königreich mit dem undurchschaubaren, supranationalen und die nationale Souveränität untergrabenden Gebilde, das dort irgendwo jenseits des Ärmelkanals sein Unwesen treibt, nicht viel anzufangen weiß.
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Julien Bayou von Jeudi Noir: „Wohnungsnot ist ein europaweites Problem“
Es war nicht die erste Hausbesetzung, mit der Jeudi Noir (zu dt. schwarzer Donnerstag) in Paris von sich reden machte. Die Gruppe, die gegen die schlechte Wohnsituation in Paris kämpft, hat bereits Erfahrungen im Squatten. Zunächst an der Place de la Bourse, besetzten Jeudi Noir anschließend das mondäne Stadthaus „La Marquise“, das sich am todschicken Place des Vosges befindet. Zu Beginn des Jahres hatte das Kollektiv ein Gebäude der Versicherungsgesellschaft Axa besetzt, das seit vier Jahren leer steht. Im Februar folgte dann die Zwangsräumung. Interview mit Gründungsmitglied Julien Bayou.
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10 Jahre cafebabel.com: Online-Mag einer Generation - aber welcher?
Wir sind die Generation P - wie Praktikom, precario, précaire. Und dabei trotzdem immer verkabelt. Auf Facebook kommen wir uns sowohl verloren als auch ‚connected‘ vor. Wir heißen mal X, ach nee, Y. Wie auch immer, so sind wir eben, einfach da - mit vielen Fragen ohne Antworten. Das deutsche Sachbuch „Die netten Jahre sind vorbei“ hilft uns in puncto Generationsbegriff ein bisschen auf die Sprünge. Unsere Eltern kennen uns in- und auswendig und wissen, in welche Kategorien wir zu stecken sind. Ihre Generation, das war Kommunismus, Drogenrausch und Mao. Das aktuelle Kino steht eher auf Erasmus, Netzwerkeln und Billigflieger… und natürlich den Dauerbrenner - Praktika! Julien Bayou, Mitbegründer des Kollektivs „Génération Précaire“ ist unfreiwillig zum Gesicht einer Generation geworden, die jobtechnisch ordentlich im Schlamassel steckt. Sie muss ihre Rechte mit dem Ellbogen erkämpfen. Und das in einer Gesellschaft, die uns keinen Namen zu geben vermag. Zum 10. Geburtstag des Europamagazins versucht sich cafebabel.com mit Hilfe einer Handvoll junger Europäer darin, unser Generationsporträt zu zeichnen.
- Unser Dossier lesen
- Kommunisten, Kiffer, Spießer: Europäische Generationen in sieben Filmen
- Generation was-denn-nun? "Die netten Jahre sind vorbei"
- Julien Bayou von Génération Précaire: Auf "den Elefanten im Raum" aufmerksam machen
- Generation 'E-Mail ohne Betreff': Psychoanalyse junger Europäer
- Irlands Expat-Emigranten: Wanderjahre mit Silberlöffel
- Karrieregeile Don Quichottes? Die 1960er über die 1980er-Generation
- Erasmus, 9-11, soziale Netzwerke: Die Ereignisse einer Generation, aber welcher?
Jobsuche in Brüssel: Die Gelassenheit der Hoffnungslosen
Anna ist Anfang zwanzig, Uni-Absolventin und auf Jobsuche in der Europäischen Hauptstadt. Sie ist Deutsche und möchte anonym bleiben - doch steht sie exemplarisch für eine ganze Generation junger Europäer.
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Nachwuchskino in Poitiers: Stimme einer Generation
Fleischfressende Socken, bunte Vogelfrauen und eine mysteriöse weiße Styroporkiste, angesiedelt in Deutschland, Polen, Frankreich und Palästina. Aus der Slowakei gesellt sich ein schwarzer Geisterhund zur Gruppe und Schweden schickt einen überdimensionalen Koffer ohne Griff. Wenn dann noch ein kopfloser Bär auf der Suche nach seinem iPod zu dem bunten Haufen stößt, sind die Rencontres Henri Langlois, das wohl wichtigste europäische Filmfestival für junge Filmhochschulabsolventen, in Poitiers in vollem Gange.
Sevillanischer Wind und 5 neue Filme in europäischen Kinos
Beim Europäischen Filmfestival in Sevilla im November hatten zehn Regisseure die Möglichkeit ihre Erstlingswerke vorzustellen. Was zeigen sie uns? Wohin wird die Reise per Leinwand gehen? Hier sind fünf Antworten, fünf verschiedene Wege, die Europas Kinowelt in Zukunft einschlagen könnte.
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Europas Uni-Absolventen: Vom Audimax in die Armut
Nicht immer bedeutet in Europa ein Studienabschluss auch die sichere Eintrittskarte für den ersehnten Job. Auf viele Studenten wartet nach dem Diplom bestenfalls ein Praktika-Marathon, manchmal aber auch ein Leben unter dem Existenzminimum. Erschwerter Berufseinstieg in Krisenzeiten und die sozialen Folgen.
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Julien Frisch: Bloggen gegen Brüsseler Phrasendrescher
Wenn man an die europäische Idee glaubt und die Brüsseler Phrasendrescherei offen legen möchte, dann wird man Blogger. Julien Frisch ist Editor auf bloggingportal.eu und erläutert im Gespräch mit cafebabel.com, was die Berichterstattung zu Europa im Internet in den kommenden Jahren bieten kann.
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In Krisenzeiten ist selbst Paris solidarisch
Die Krise als Chance für eine demokratischere Wirtschaft, die dem Einzelnen, aber vor allem der Gemeinschaft Nutzen bringt: Junge Leute in Paris finden Lösungen auf der Grundlage von Gegenseitigkeit und Kooperation, ein Teil der Gesellschaft folgt ähnlichen Tendenzen und die Experten erklären, warum das so ist.
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Das süße Leben der Brüsseler Nachwuchselite
Sie sind überqualifiziert, mehrsprachig und kommen aus allen Ecken der EU, um in der Hauptstadt Europas den passenden Job oder ein Praktikum zu ergattern: Die Nachwuchselite in Brüssel lässt die Krise ziemlich kalt.
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Babelblogs: Praktikum verzweifelt gesucht
Manche würden sogar bezahlen, um schuften zu dürfen. Ob im Einsatz für private Unternehmen oder öffentliche Organisationen, Praktikanten sind die einzigen „Arbeitnehmer“, die sich nur selten beklagen. Zusammenfassung einer Cafebabel-Debatte aus Brüssel.
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Erasmus-Elite in Zeiten der globalen Krise
Was haben eine vorlaute Engländerin, ein ukrainischer männermördender Vamp, ein schnieker polnischer Casanova und ein Dudelsack-spielender Franzose gemeinsam? Stammtischhumor beiseite - sie sind allesamt Mitglieder des YRN - der Vereinigung des European regions' youth network. Ungefähr 150 Leute treffen sich jährlich, um darüber zu diskutieren, wie Europa genutzt werden kann, um sich aus der wirtschaftlichen Flaute herauszuwinden. Cafebabel.com traf einige von ihnen in Paris.
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Cafebabel : Die meist kommentierten Artikel 2009
Imlaq zum Israel-Palästina Konflikt: “Cafebabel ist parteiisch in Bezug auf Israel.” Bob zu den Fremdsprachenkenntnissen der Franzosen: „Amerikaner und Briten sind auch nicht besser.“ Oriane zu rechtsextremen Bewegungen in Europa: „Es ist wirklich schade, immer gleich die Nazis ins Spiel zu bringen.“ Georges zum Erasmus-Programm: „Die französischen Studenten haben zu viel Angst.“ Peter zu den Europawahlen und parlorama.eu: „Frau Koch-Mehrin (FDP) soll eine der schlimmsten sein. Die ist nie in Brüssel.“ Lest unsere Artikelauswahl 2009 und lasst Kommentare für 2010.
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- Das Erasmus-Programm - ein Auslaufmodell?
- Faschisten 2.0 - Verjüngungskur im Web
- Beschäftigung, Immigration, Diskriminierung: Ist Europa rassistisch?
- Augenzeuge Israel: Gaza, Krieg und die Mauer der Verständnislosigkeit in Europa
- Frenchies sprechen Englisch auf "Balkan-Level"
- Parlorama.eu öffnet trotz Drohungen von Europarlamentariern wieder
Turbostudenten & Diplomhandel: Europas Uni-Abschlüsse im Ausverkauf
Der Diplombetrug an Universitäten ist kein neues Phänomen. In den letzen Monaten häuften sich jedoch die europaweiten Skandale: Auf der Anklagebank - Frankreich, Deutschland, die Slowakei und die Tschechische Republik. Wie kann man die Inflation dieses Phänomens erklären?
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