Gesellschaft
Stinkefinger und andere Fingerfertigkeiten aus Europa
Trotz der audiovisuellen Globalisierung und dem ständigen Informationsüberfluss scheint es, als sei die Körpersprache in Europa immer noch so wirksam wie vor Jahrhunderten. So kann selbst heute noch das Bestellen von zwei Kaffee mit einer einfachen Geste in Streit ausarten. Ein Leitfaden wie man Hände, Kinn und Hintern richtig einsetzt, um Probleme in Europa zu vermeiden.
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Circulation(s): Europäisches Territorium ohne Karte
Ein Festival für junge europäische Fotografen in Paris stellte einen Monat lang junge europäische Künstler vor. Die 37 Teilnehmenden verbanden individuelle und kollektive Welten zu künstlerischen Visionen einer gemeinsamen, supranationalen Identität: Im Mittelpunkt der Fotoausstellung standen Europas Landschaften und ihre Bewohner.
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Jung sein im Kosovo: „Should I stay or should I go?”
Drei Jahre nach seiner Unabhängigkeit steht der Kosovo vor unerfüllten Versprechen: „Zehn Jahre großzügiger humanitärer Hilfe konnten dem Land keinen wirtschaftlichen Aufschwung verschaffen“, sagen Beobachter. Stattdessen boomt die Korruption. Dennoch gibt es immer noch junge Kosovaren, die hoffnungsvoll in die Zukunft blicken und in ihr Land zurückkehren.
Ende des japanischen Walfangs - den Meereshirten sei Dank
Drei Monate heftiger Einsätze in der Antarktis hatten ein einziges Ziel - das Ende des japanischen Walfangs. Nachdem sie uns von den Vorbereitungen zum ersten großen Aufbruch berichtet hatte, kommt eine Aktivistin der Operation „No Compromise“, welche am 2. Dezember 2010 von der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd lanciert wurde, für cafebabel.com auf ihre engagierte Reise zu sprechen.
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150 Jahre Italien: Alt genug, um das Puzzle zu beenden?
Es regnet in Rom und die Feierlichkeiten werden von den heftigen Protesten gegen die aktuelle Regierung Berlusconis und die rechtspopulistische Partei im Norden Italiens - die Lega Nord - überschattet. Am 17. März 1861 wurde Vittorio Emanuele II vom Parlament in Turin zum König Italiens berufen - mit nur zwei Stimmen gegen ihn. Er hätte sich damals wohl kaum vorstellen können, dass sein Land auch 150 Jahre später noch so zersplittert sein würde: wie ein unfertiges Puzzle. Italien ist genauso kompliziert wie Europa, erklärt uns der Comedian Beppe Grillo. Doch der Stiefel ist auch die Wiege grundsätzlicher Ideen der westlichen Gesellschaft. Und trotzdem: Italien hechelt hinterher, die Kraft der Zivilgesellschaft findet keinen Niederschlag in den Reihen der Politik. Die Wirtschaft des Landes muss sich dringend neu erfinden und nicht auf den kulturellen Lorbeeren von gestern ausruhen. Ein heiß-kaltes „Auguri“!
Blinde Passagiere im Europaparlament
Blinde Passagiere sind nicht nur auf Booten oder als Schwarzfahrer in Zügen und Bussen zu finden - sondern auch im Europaparlament! Ausdruck der Woche.
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Atomunglück in Japan heizt Kernkraftdebatte in Europa an
Sind wir bereit eine neue Atomkrise in Europa in Kauf zu nehmen? So lautete die Frage, die sich die Umweltminister der europäischen Mitgliedstaaten im Rahmen der einberufenen Sondersitzung (14./ 15. März) in Reaktion auf die Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk von Fukushima stellten. Das Japan-Drama gibt der Debatte um den Atomausstieg in Europa neuen Aufwind. Panorama.
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Jeht's noch bisscken grüner Berlin?
Europas einzige Regierungschefin war selbst einmal Umweltministerin: Hat Angela Merkel denn nichts gelernt? 2011 finden in 7 deutschen Ländern Landtagswahlen statt und ein globales Umweltthema - der Atomausstieg - ist seit dem Erdbeben in Japan wieder in aller Munde. Der Aktivismus der Stuttgarter, die am Wochenende eine Antiatom-Menschenkette bildeten, schwappt auch nach Berlin, wo kürzlich das erste grüne Referendum zur Wasserprivatisierung stattfand. Grüne Power ist in Berlin eigentlich omnipräsent, ob auf den Tellern der Bewohner oder den Dancefloors der Haupstadt. Cafebabel.com hat Berliner Guerilla-Gärtner, Veganer, grüne Clubgänger und einen australischen Wahlberliner getroffen, der ein grünes WikiLeaks lanciert hat. In einer Metropole - wo selbst die Berlinale 2011 unter einem grünen Stern stand - werden andere europäische Städte es schwer haben, den Anschluss zu finden. Geht es eigentlich grüner als in Berlin? Unsere dritte Staffel in der Reihe ‘Green Europe on the ground’ (Foto: (cc) Neromonga/flickr).
Deutschland: BBC-Weltmeister der Herzen
Auszeichnung und Denkzettel: Der britische Nachrichtensender BBC kürt Deutschland zum beliebtesten Land der Welt.
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Karima Delli zur Finanzspritze für MdEPs: "Die Europaabgeordneten sind realitätsfremd"
Donnerstag, 3. März: Ein Jahr nachdem die Europaabgeordneten zum ersten Mal für eine Erhöhung um 1500 € votiert haben, haben sie jetzt nochmals zugunsten einer Erhöhung ihres monatlichen Budgets um 1500 € gestimmt. Das macht insgesamt 27 Mio. Euro innerhalb von zwei Jahren. Währenddessen schnallen die Europäer ihre Gürtel enger. Für Karima Delli, Europaabgeordnete von Europe Ecologie (Europa Ökologie), Mitglied der Kollektive Jeudi Noir (Schwarzer Donnerstag) und Sauvons les riches (Lasst uns die Reichen retten) sind die Abgeordneten „realitätsfremd“.
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Weltfrauentag: Gleichheit der Geschlechter - nur heiße Luft?
Damals, 1910 in Kopenhagen, ging es ums Wahlrecht. 2011 befinden sich die neuen Grenzen zwischen den Geschlechtern in den Aufsichtsräten, deren Pforten für Pfennigabsätze auch weiterhin nahezu verschlossen bleiben; oder in der Welt der Literatur, wo nachwievor hauptsächlich männliche Verleger und Literaturkritiker sich immer noch schwer damit tun, weibliche Schreibfedern zu fördern. Und trotzdem, in der Ukraine beispielsweise gehen die Mädels von FEMEN barbusig gegen die Prostitution auf die Straße. Und in Italien kann sich nur die Weiblichkeit selbst gegen die Trivialisierung ihres Bildes in der Politik wehren. Bei cafebabel.com, dessen Redaktion sich aus 3 (üppigen) Frauen und 3 (virilen) Männern zusammensetzt, sind wir schlussendlich auf einen gemeinsamen Nenner gekommen, den uns der Schriftsteller Rafik Smati beschert hat: „Der erste Schwellenmarkt ist weder Brasilien, Russland, Indien noch China… sondern die Frauen“!
- Unser Dossier lesen
- Litauische Bloggerinnen in England: Kochen, Sex and the City
- Politik-Bloggerinnen: "Ellenbogen, klappern, laut sein, 'hier' schreien"
- Lesegewohnheiten zum Weltfrauentag: Frauenliteratur? Auf keinen Fall!
- Ukraine grüßt Italien: Femen-Mädels barbusig an der Front
- "Goldene Röcke" in Norwegen: Brauchen wir eine Frauenquote für Unternehmen?
- Lorella Zanardos 'Frauenkörper': Schluss mit italienischem Schmuddelfernsehen
Burn after Belgrad: Tippen über Stereotypen
Nach Sarajevo und Podgorica war der dritte Stopp in unserer ‘Orient Express Reporter’ Reihe die Jungfernfahrt in die serbische Hauptstadt. Nahezu alle Reportagen handeln von Geschichte. Eine Deutsche findet mehr über einen verkannten Balkan-Nationalhelden heraus; ein Kanadier rollt die Beziehungen zum Kosovo vor dem Hintergrund eines eventuellen EU-Beitritts Serbiens 2011 erneut auf. Ein Italiener taucht in die rauen Klischees des Landes ab, während die irische Journalistin sich auf die Suche nach einem neuen Serbien-Branding begibt. Der französische Fotograf fängt einige Momentaufnahmen Belgrader Gelassenheit ein, weit von den Party-Billigflieger Bildern in unseren Köpfen entfernt. Unser paneuropäischer Quickie in der serbischen Hauptstadt soll einen kleinen Einblick in eine meistens missverstandene, zukünftige europäische Metropole geben. (Foto: (cc) Andrej_Filev/flickr)
Ungarisches Mediengesetz: Frankreich sollte nicht mit Steinen werfen...
Gegen Augustin Scalbert, Journalist für die Informationsseite Rue89, wurde am 11. Juni 2010 von der französischen Justiz ein Verfahren eingeleitet, weil er ein Video von Nicolas Sarkozy veröffentlicht hatte, das diesen vor vermeintlich ausgeschalteten Kameras zeigte. Er muss zur Zeit mit 5 Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe in Höhe von 375.000 Euro rechnen. Als ich ihn in Paris interviewte, hatte er gerade eine Mail des Journalisten Guillaume Dasquié erhalten, dessen Fall ganz genau in das Schema des ungarischen Mediengesetzes passt … und das mitten in Frankreich! Eine kleine Vergleichsübung zwischen Frankreich und Ungarn.
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In Nantes ernähren sich Studenten für einen Euro
Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch, Trockenobst: Die ausgewogenen Nahrungsmittel, die ein Student im Supermarkt, wo er für gewöhnlich seine Billignudeln kauft, wegen Ebbe im Portemonnaie gar nicht erst anschaut, werden auf dem solidarischen Markt der Association de Solidarité Etudiante en France (ASEF), einem solidarischen Verein für Studenten, seit 10 Jahren zum symbolischen Wert von einem Euro verkauft. Der Markt ist jeden Donnerstag brechend voll. Reportage.
Leitfaden zu Sevilla: Ein britischer Liebesbrief
Das von vielen Touristen übersehene Sevilla - die Zahl der Besucher der Stadt spiegelt nicht im Geringsten ihren unglaublichen Charme, ihre Schönheit und Lebhaftigkeit wider - repräsentiert das sich drehende und windende, pulsierende, „authentische Spanien“ in seiner temperamentvollsten Form.
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Massenschlachtungen in Tripolis: Der Druck auf Gaddafi wächst
Libysche Sicherheitskräfte gehen immer brutaler gegen die Demonstranten vor, sogar von Angriffen mit Kampfjets wird berichtet, doch die Proteste weiten sich aus. Die Welt hingegen kümmert sich nur um ihre eigenen Interessen, rechtfertigt frühere Waffenexporte nach Libyen und hat Angst um den Ölpreis, bemängeln Kommentatoren.
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Arabische Revolte: Gaddafi metzelt 200 Menschen - der Westen schweigt
Die Proteste gegen die Regime in der arabischen Welt weiten sich aus. Die Herrscher in Libyen und Bahrain haben auf Demonstranten schießen lassen, wobei in Libyen mehr als 200 Menschen starben. Marokko und Jordanien hingegen kündigten Reformen an. Europas Presse fordert Sanktionen gegen die Tyrannen und hofft auf einen friedlichen Wandel in den Ländern der Reformer.
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Ein bisschen öko: Warum wir weniger nachhaltig leben, als wir denken
Nachhaltigkeit ist in. Wir kaufen Bio-Joghurt, trennen akribisch unseren Müll und lassen kein Wasser beim Zähneputzen laufen. Aber ganz ehrlich - eigentlich sind wir inkonsequent. Denn wir jetten auch mal eben mit dem Billigflieger durch Europa, können den neuen Turnschuhen nicht widerstehen und essen im Winter Tomaten. Warum also sind wir im Kopf umweltbewusster als in der Realität?
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Placebo Mittelmeerunion: Wegducker EU lässt Italien im Stich
Die EU hat Vorwürfe Italiens zurückgewiesen, sie helfe dem Land nicht beim Umgang mit den mehr als 5.000 tunesischen Flüchtlingen auf der Insel Lampedusa. Die Union unterstützt die südlichen Aufnahmeländer generell zu wenig, bemängeln Kommentatoren und fordern eine gemeinsame Migrationspolitik für Europa.
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