Politik
Türkischer Frühling in Izmir: Überall ist Taksim
Seitdem am vergangenen Freitagnachmittag der von Demonstranten besetzte Gezipark in Istanbul gewaltsam geräumt wurde, befindet sich die Türkei im Ausnahmezustand. Aus dem Protest gegen eines der zahlreichen großen Bauprojekte Istanbuls ist eine nationale Protestwelle hervorgegangen, die sich gegen die autoritäre Politik der konservativen Regierungspartei AKP und insbesondere gegen Ministerpräsident Erdoğan richtet.
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Proteste in Istanbul: „Wir sind alle Teil der Gezipark-Hölle“
Ob sie sich in ihren Heimatländern politisch engagieren oder nicht - jetzt sind alle Erasmusstudierenden, die dieses Semester nach Istanbul gekommen sind, Teil der „Gezipark-Hölle“. Anfangs hatte eine Hand voll Demonstranten nur versucht, einen kleinen Park vor dem Bau eines Einkaufszentrums zu bewahren. Ihr Protest hat sich in eine landesweite Bewegung gegen die Regierung gewandt, meint unsere Autorin.
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Femen in Frankreich: "Friedliche Terroristinnen"
Den weiblichen Körper zurückerobern. Die männliche Dominanz bezwingen. Gegen Prostitution kämpfen. Das sind die Ziele der aus der Ukraine stammenden, etwas abgedrehten Femen-Feministinnen. Nachdem sie vor kurzem ihr Hauptquartier in Paris aufgeschlagen haben, werden ihre Oben-Ohne-Aktionen in ganz Europa immer häufiger. Ihre Botschaft? Wir können zuschlagen - überall und wann immer wir wollen.
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Litauen: Der Pate und die Frau des Wortes
Die Liste mit Europas Sorgenkindern wird länger. Nach Zypern könnte Slowenien der nächste Patient sein, der Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm beantragt. Doch bislang versucht das Land, die Probleme selbst in den Griff zu bekommen. So wie einst Litauen.
Zukunftsszenario: Der Tag, an dem die EU wiedergegründet wurde
Wir posten den 27. April 2051. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren treffen sich Europas Regierungschefs wieder zu einem Gipfelgespräch.
Drei Katalanen zum 63. Geburtstag der EU
Die Wahlbeteiligung der Spanier an den Europawahlen ist sehr niedrig, Kritik an der EU hagelt es vor allem von der Jugend und nur sehr wenige Spanier wissen, wann und warum der Europatag überhaupt gefeiert wird. Gleichzeitig fühlen sich die Spanier europäischer als viele ihrer Nachbarn und vertrauen auf die EU als Lösung der Krise. Marta Roqueta hat nachgehakt und drei katalanischen Journalisten aus drei verschiedenen Generationen die Frage gestellt: Wie erklärt sich die Hassliebe der Spanier auf die EU?
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9. Mai? - Der Geburtstag meiner Exfreundin!
Vor 63 Jahren hatte der französische Außenminister Robert Schuman eine Idee, die Europa den bisher längsten Frieden seiner Geschichte bringen sollte: Die Europäische Union. Dass am 9. Mai trotzdem kaum jemand den europäischen Jahrestag feiert, liegt nicht nur an der derzeitigen Krise.
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Ähnelt die Europäische Union der Sowjetunion?
Am 9. Mai feiert die Europäische Union den Europatag. Was gibt es zu feiern? Die EU ist ein mutiges und einzigartiges Projekt. Es fällt schwer, geschichtliche Vorbilder zu finden. Ihr Ansatz gleicht weniger dem der Vereinigten Staaten von Amerika als dem der Sowjetunion. Denn während die USA das Projekt eines neu gegründeten Staates waren, war die UdSSR der Versuch, schon existierende Staaten unter dem Banner des Kommunismus zu vereinen.
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Eine Party für Europa und niemand geht hin
Was wird am Europatag eigentlich gefeiert? Und wer ist eingeladen? Was der 9. Mai repräsentiert und was er bedeuten könnte.
Athen: Das Remmidemmi der Anderen
Athen liegt auf der Lauer. Die griechische Hauptstadt hat dieser Tage fast etwas Außerirdisches an sich, Europa hat in ihr eine Projektionsfläche gefunden, in deren Prisma sich die Krise eines ganzen Kontinents spiegelt. Doch das attische Durcheinander wird gern von außen attestiert und kommentiert – da wäre die Troika aus Kommission, EZB und IWF, welche die neuesten Sparmaßnahmen diktiert; und eine Regierung, die ihre eigenen Leute im Land nicht mehr erreicht. Ein Teil der ‚wasted youth‘ kehrt dem Land entweder den Rücken oder lässt sich von golden scheinenden Ideen anstecken, das ist allerorts in Europa zu beobachten. Dass Athen sich in dieser Sündenbock-Rolle unwohl fühlt ist logisch, dabei könnte das Land das Krisenlabor der Zukunft sein - ein kreativer Krisenherd in Europa. Ob Riot Tourism, aktive Zivilgesellschaft oder Öko-Zukunftsvisionen: Athen lernt, aus der Not eine Tugend zu machen. 5 Journalisten auf dem Weg durch ein EUtopisches Athen. (Foto aus dem griechischen Film Attenberg (2010) von Athina Rachel Tsangari (cc)offizielle Attenberg-Facebook-Seite)
Bulgarisches Watergate kurz vor den Wahlen
Es klingt wie ein Rückfall in kommunistische Stasi-Methoden: Das bulgarische Innenministerium hat jahrelang Geschäftsleute, Politiker und sogar die eigenen Minister und den Staatspräsidenten bespitzelt. Knapp zwei Wochen vor den Neuwahlen am 12. Mai spitzt sich das „bulgarische Watergate“ zu.
Enrico #LettaBe: Neuer Premier soll Italien aus dem Schlamassel helfen
Enrico Letta ist 1966 geboren, er ist der Vizesekretär des italienischen Partito Democratico, er ist verheiratet, hat drei Kinder und ist AC Mailand-Fan… vor allem aber ist er seit 24 Stunden der neue Regierungchef Italiens, dessen Mission - die Regierungbildung - in ganz Europa mit Spannung verfolgt wird.
Budapest: Anleitung zum Träumen
Die erste Station der cafebabel.com Reportagereihe ''EUtopia on the ground': Budapest. Ein bosnisch-italienisch-britisch-schwedisches Team von Journalisten und Fotografen genoss 5 Tage lang den Charme der ungarischen Hauptstadt. Zeit genug, um das Verlangen nach Freiheit mitzuerleben, nach der hier so viele zu rufen scheinen: die Künstler beispielsweise, die ihre eigene Form von ‚Protestkunst‘ schaffen oder die Studierenden, die die Universität besetzen. Auf der anderen Seite der Donau nahm die jüdische Gemeinde das traditionelle Purimfest zum Anlass, ihrer Sorge über antisemitische und nationale Diskurse Luft zu machen, die sich seit dem Antritt der rechtsgerichteten Regierung mehren. Kann Budapest nur ‚EUtopisch‘ werden, wenn es seine Vergangenheit hinter sich lässt? Viele junge Ungarn versuchen, der Vision von Premierminister Orban zu entkommen, und rufen zum Wandel auf, zu Kreativität, zum Träumen: dann scheint die Utopie tatsächlich zum Greifen nah. Lest unser Budapest-Dossier.
Kleine Schritte in der Causa Serbien/Kosovo
Die EU-Kommission hat den Mitgliedsstaaten am Montag empfohlen, mit Serbien Verhandlungen über einen EU-Beitritt zu beginnen. Das Land hatte sich am Freitag mit dem Kosovo über den Status der serbischen Minderheit im Norden des Kosovo verständigt. Kommentatoren schreiben die Einigung der Streithähne dem diplomatischen Geschick Brüssels zu, warnen aber vor überstürzten Beitrittsverhandlungen.
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London: Proteste gegen Maggie Thatchers Prunk-Beerdigung
„What a waste of money!“ Was für eine Geldverschwendung: Zehn Millionen Pfund für „die Hex“! Gestern wurde die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher offiziell in London beerdigt – das Ausmaß der Zeremonie ging vielen Briten zuweit, die ihrer Wut mit lauthalsen Demonstration Luft machten.
Großbritannien und die EU: Nichts als raus?
Großbritannien und die EU waren noch nie ganz auf einer Wellenlänge. Heutzutage verändert sich die politische Landschaft zum Schlechten und die Finanzkrise zieht sich immer weiter hin - da stellt sich eine Frage mit neuer Brisanz: Woran liegt der Graben zwischen den beiden Seiten? Und: Gibt es Hoffnungen für eine britisch-europäischen Versöhnung?
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Cahuzac-Affäre: Rücktritt aus "Pflichtgefühl"
Am 19. März war Frankreichs Haushaltsminister Jérôme Cahuzac zurückgetreten. Die Nachforschungen einer Investigativjournalismus-Webseite hatten offen gelegt, dass er ein Schwarzgeldkonto in der Schweiz unterhielt. Im Land der Menschenrechte ist dies quasi eine Premiere, aber anderswo in Europa reagieren viele Länder sehr gelassen, wenn es um Korruption geht.
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Alternative für Deutschland: Partei der Euro-Kritiker
In Berlin hat am Sonntag die Alternative für Deutschland (AfD) ihren Gründungsparteitag abgehalten. Die Partei fordert eine "geordnete Auflösung" des Euro-Raums und will zu den Bundestagswahlen im September antreten. Endlich gibt es in Deutschland wieder Alternativen in der Diskussion um die Gemeinschaftswährung, meinen Kommentatoren und sehen damit heftigen Gegenwind für Merkels Regierung aufkommen.
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Frankreich: Hollande sagt der Korruption den Kampf an
Frankreichs Präsident François Hollande hat sich in der Schwarzgeldaffäre um Ex-Haushaltsminister Jérôme Cahuzac um Schadensbegrenzung bemüht. Künftig sollen Gesetze für die Offenlegung von Politiker-Einkommen sorgen und die Rückkehr von Mandatsträgern verhindern, die wegen Korruption verurteilt wurden. Doch solche Reformen sind laut Kommentatoren wertlos, solange politische Seilschaften herrschen und die Regierenden ihrer Verantwortung nicht gerecht werden.
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Russisch Roulette in Nikosia: Zypern gegen Zwangsabgaben
Das zyprische Parlament hat gestern mit großer Mehrheit gegen die umstrittene Zwangsabgabe für Bankkunden gestimmt. Damit ist die Voraussetzung für das am Samstag beschlossene Rettungspaket nicht erfüllt. Die Reaktionen der europäischen Presse: Einige Kommentatoren warnen, dass sich Zypern nun von Russland retten lassen wird. Andere betonen, dass eine Bankenunion der EU den Schlamassel erspart hätte.
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