Politik
Manifest: 'Freiwilliges Europäisches Jahr für alle' gegen Euro-Krise
Ein Freiwilliges Jahr für alle – für Taxifahrer und Theologen, für Angestellte, Arbeiter und Arbeitslose, für Musiker und Manager, für Lehrer und Lehrlinge, Künstler und Köche, Richter und Rentner, für Frauen und Männer – als eine Antwort auf die Euro-Krise! So lautet das Credo des Manifests zur Neugründung Europas von unten "Wir sind Europa!", initiiert von dem Soziologen Ulrich Beck und MdeP Daniel Cohn-Bendit.
Occupy in Spanien: „Wir halten die Bewegung lebendig“
Die Parolen sind noch immer dieselben. Die spanischen Anhänger der Occupy-Bewegung fordern, dass die Politiker im Sinne der Menschen und nicht der Märkte regieren. Am Wochenende zog es sie zu zehntausenden wieder auf die Straßen. Sie gedachten damit dem Ursprung der Bewegung, die vor einem Jahr mit der Besetzung des Platzes "Puerta de Sol" in Madrid begann. Seitdem hat sich die Bewegung verändert.
Sonnenbrand in Griechenland: Die Rechtsextreme 'kam, sah und siegte'
Mit dem gestrigen Urnengang haben die Griechen vor allem den harten Euro-Sparkurs der Zentrumsparteien abgestraft: Die Konservativen der Nea Dimokratia und die Sozialdemokraten der PASOK verfehlten mit 149 von 300 Sitzen die Mehrheit im Parlament. Zum ersten Mal wird auch eine faschistische Partei - die Goldene Morgenröte - ins griechische Parlament einziehen. Ein junger Grieche kommentiert den gestrigen Wahlsonntag – mit Brandschäden…
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Nastja Karimovas nackte Hipster-Demos gegen Putin
Moskau, es ist einer der kältesten Tage des Jahres 2012. Eine junge Frau flaniert durch die Moskauer Einkaufsstraßen. Plötzlich bleibt sie stehen – und reißt sie sich die Kleidung vom Leib. In einem blauen Bikini posiert sie in der Innenstadt, in den Händen ein Plakat. Es ist ihre Art des Protestes: Nastja Karimova, 23 Jahre alt, ist Aktivistin und protestiert für gerechte Wahlen in Russland. Karimovas Aktion war einzigartig, doch mit ihrem Engagement ist sie nicht allein. Erst gestern gingen wieder über 20.000 Russen gegen die Amtseinführung von Putin auf die Straßen. Nach blutigen Auseinandersetzungen wurden 400 Menschen festgenommen. Was ist aus dem Protest erster Stunde geworden? Die Aktivistin erzählt.
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Willkommen in Merkollande: François 'Flanby' Hollande sticht Sarkozy aus
Frankreichs neuer Präsident heißt François Hollande. In der Stichwahl am Sonntag setzte sich der Sozialist gegen den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy durch. Hollandes Sieg wird Europa verändern, meinen Kommentatoren und haben hohe Erwartungen an das neue Staatsoberhaupt.
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Wahlmarathon am 6. Mai: Der Wackelkandidat Europa
Es ist Euro-teuro Stimmung in Europa. Eine Zitterpartie und alle Augen sind auf die Griechen und Franzosen gerichtet, die am Sonntag, dem 6. Mai, an die Urnen gehen. Europa wird nach den griechischen Parlaments- und französischen Präsidentschaftswahlen eine düstere Zukunft vorausgesagt. Die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch, überall muss der Gürtel enger geschnallt werden und das Vertrauen in die Zentrumsparteien ist futsch: Summa summarum - Das Spardiktat der letzten Jahre soll abgestraft werden! Frankreichs sozialistischer Kandidat François Hollande hat angekündigt den von Merkozy zusammengefrickelten Sparpakt reformieren zu wollen. Die rechtspopulistische Marine Le Pen (FN) kam im ersten Durchgang mit ihrer Anti-Europa-Taktik auf fast 20% der Stimmen. Die Griechen ihrerseits, die seit einem Jahr quasi totgespart werden, drehen den Regierungsparteien Nea Dimokratia und PASOK den Rücken; auch hier zeigen die Wahlprognosen: höchstwahrscheinlich wird weiter außen gewählt. Nur die Serben, die seit März 2012 EU-Beitrittskandidat sind, passen nicht so richtig ins Bild. Trotz der Hiobsbotschaften, die aus der Eurozone tönen, wollen sie dazugehören. Erstmals stimmt sogar der nationalistische Hardliner Nikolić von der Fortschrittspartei SNS in den EU-Reigen ein. Europa hat die Wahl: hopp oder top?
- Unser Dossier lesen
- Die Marke Serbien: ein PR-Alptraum
- Schuldenschnitt für Athen: Soll ich Griechenland über 400 Euro schenken?
- Europa im Wahlkampf: Hollande und die Hilfe der Genossen
- Asylmeile Athen: Gastlich aus Griechenland ausgewiesen
- Alles neu macht der Mai: Bäumchen wechsel dich in Serbien
- Sarkozy vs. Hollande: Französisches TV-Duell mit spanischer Empörung
Von Belarus-Methode zu EM-Boykott: Europas Spalter
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat am Montag erklärt, dass er der Fußball-EM 2012 in der Ukraine fernbleiben werde, solange dort rechtsstaatliche Prinzipien verletzt würden. Viele Politiker europäischer Länder schlossen einen EM-Boykott allerdings aus. Kommentatoren halten diesen für wirkungslos und bezeichnen die Diskussion darüber als scheinheilig.
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Gauck sagt Besuch ab: Droht der Ukraine vor der Fußball-EM die Isolation?
Bei jungen ukrainischen Intellektuellen und Journalisten wächst die Sorge um das eigene Land. Spätestens seit der Absage von Bundespräsident Gauck sehen sie ihr Land nur wenige Wochen vor der Fußball-Europameisterschaft in der Isolation.
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"Sex, Lügen, Medien": Jean Quatremers Ménage à trois
Jean Quatremer, Brüssel-Korrespondent der französischen Tageszeitung Libération, war der erste Journalist, der 2007 in seinem Blog das problematische Verhältnis des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn zu den Frauen analysierte. 2012 stellt er sein Buch Sexe, mensonges et médias zu ebendieser DSK-Affäre und deren Konsequenzen auf die Medien vor.
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Marine-blaue Welle: Europa wittert Gefahr von Rechtsaußen
Der Erfolg der rechtsradikalen Marine Le Pen im ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen hat die Debatte um Rechtsextremismus in Europa angefacht. Kommentatoren zufolge sind die Wähler vor allem in Krisenzeiten anfällig für rechtsextreme Ideologien, die ganz Europa erfassen können.
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Rauchfreie Politik: Zigaretten sind bei Volksvertretern tabu
Auf dem Bahnhof, bei der Arbeit, im Club und manchmal auch zu Hause: „Rauchen darf man nur noch auf dem Atlantik“, empörte sich vor kurzem der spanische Premierminister Mariano Rajoy. So ist es. Rauchen schadet der Gesundheit und auch der politischen Karriere. Die Volksvertreter können es sich heutzutage nicht mehr erlauben, in dieser Beziehung nachlässig zu sein – selbst außerhalb des Wahlkampfes. Ein kurzer Überblick über die Raucher und Nichtraucher in Europas Politik.
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Erster Wahlgang in Frankreich: Reise zum Höhepunkt der Langeweile
Seien wir doch mal ehrlich: Die Präsidentschaftswahlen in Frankreich sind eine wichtige Sache. Deshalb habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und war beim ersten Durchgang im Pariser Rathaus dabei. Zwischen Geheimabsprachen der alten Hasen und exquisitem Feingebäck: Hier mein selbst empfundener Zeitrahmen des Wahlabends vom 22. April 2012.
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Frankreich wählt: Auf Stimmenfang unter "Froggies" in London
Die französischen Präsidentschaftskandidaten müssen sich jetzt wieder einmal an den Geschmack von Cheddar und Bacon gewöhnen. Denn Schauplatz der Wahlkampfes ist nicht nur Frankreich, sondern auch London. Dort leben ungefähr 400.000 Franzosen und es werden immer mehr. Was für eine Bedeutung haben diese vielen tausend Stimmen für die Wahl?
Die Idiotenwähler: Ein Kommentar zur Geschichte der Wahl in Frankreich
Kurz vor den französischen Präsidentschaftswahlen werden wir mal wieder mit detaillierten Statistiken überhäuft. Sie analysieren das Wählerverhalten anhand verschiedener Kategorien, zum Beispiel der „Jungwähler“, der „Frauen“ und der „Alten“. Doch welche Stimme immer wieder überraschend eine Wahl umstürzt und durch die Bank alle Wählerkategorien betrifft, ist das sogenannte „vote con“: die Idiotenwähler.
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Kony 2012: Rebellen-Kampagne schlägt erneut Wellen
Die meisten von uns haben (wenn überhaupt) wahrscheinlich nur eine ungefähre Idee davon, wer Jospeh Kony ist oder wo genau sich Uganda auf der Weltkarte befindet. Mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit ist aber schon jemand auf das Video mit dem Namen „Kony 2012“ auf Facebook gestoßen, das im März 2012 die Runde im Netz machte und bis heute über 90 Millionen Mal angeklickt wurde. Auf Kritik reagierten die Macher von Invisible Children nun mit einem zweiten Film.
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Nicolas Sarkozy: Ein Schoßhund von Präsident (Teil 2)
„Mehr arbeiten, um mehr zu verdienen“, das war es, was Nicolas Sarkozy 2007 in den Mittelpunkt seines Wahlkampf rückte. Und es war damals ein politischer Umbruch in der französischen Innenpolitik. Er wurde als liberaler, pragmatischer und pro-amerikanischer Politiker wahrgenommen. Das sind nicht gerade typisch französische Werte. Dennoch vertrauten die Franzosen Sarkozy ihr Land an. Fünf Jahre später hat sich der Wind gedreht: Seine Versprechen nimmt man Sarkozy nicht mehr ab wie der zweite Teil unserer Chronik eines Wandels zeigt.
Dänischer Dramatiker inszeniert Breiviks 'Manifest 2083': "Von der eigenen Faszination angewidert sein"
Christian Lollike war von der Lektüre angewidert. Aber das Manifest sollte nicht einfach unkommentiert im Internet stehen. Jüngst kündigte der dänische Theaterdirektor an, er wolle das rassistische und anti-islamische Manifest des norwegischen Terroristen Anders Breivik "2083 – Eine europäische Unabhängigkeitserklärung" auf die Bühne bringen - ungeachtet aller Kritik aus dem rechten Lager und von den Familien der Opfer. Seine Idee wurde auch in Amsterdam aufgegriffen, wo derzeit ein Dialog zwischen dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders und Breivik vorbereitet werden soll. Ab Oktober 2012 soll der Monolog von Lollike im Kopenhagener CaféTeatret zu sehen sein. Aufführungen des Stücks sind auch für Norwegen geplant, das im letzten Jahr Schauplatz der Tragödie von Utoya war.
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Nicht mehr Schmitteinander: Orbans Präsident tritt wegen Plagiat zurück
Wegen Plagiatsvorwürfen ist Ungarns Präsident Pál Schmitt am Montag zurückgetreten. Er soll große Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben. Schmitt war völlig ungeeignet und ohnehin nur eine Marionette von Premier Viktor Orbán, meinen einige Kommentatoren. Für andere beweist der Rücktritt, dass in Ungarn noch demokratische Spielregeln gelten.
Nicolas Sarkozy: Ein Schoßhund von Präsident
„Mehr arbeiten, um mehr zu verdienen“, das war es, was Nicolas Sarkozy 2007 in den Mittelpunkt seines Wahlkampf rückte. Und es war damals ein politischer Umbruch in der französischen Innenpolitik. Er wurde als liberaler, pragmatischer und pro-amerikanischer Politiker wahrgenommen. Das sind nicht gerade typisch französische Werte. Dennoch vertrauten die Franzosen Sarkozy ihr Land an. Fünf Jahre später hat sich der Wind gedreht: Seine Versprechen nehmen die Franzosen Sarkozy nicht mehr ab - wie der erste Teil unserer Chronik eines Wandels zeigt.
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