Baltikum
Vilnius, Вiльнюс oder ווילנע: (Multi)kulturelle Winde aus Litauen
Litauen hat als ehemaliger Teil des Großherzogtums Litauen ein reiches multikulturelles Erbe zu bieten. Die litauische Unabhängigkeit wurde nach dem Kollaps der Sowjetunion 1990 bereits zum dritten Mal in der Geschichte des Landes ausgerufen. Das Motto der Republik ist ein Echo an die Europäische Union, dessen Mitglied Litauen 2004 wurde - ‘Tautos jega vienybeje!’ oder ‘Stärke durch Einheit’. Ein spanisch-italienisch-französisch-deutsch-russisch-britisches Journalistenteam geht in puncto MULTIKULTI auf Tuchfühlung mit den ethnischen Minderheiten von Vilnius. In der litauischen Hauptstadt machen sich dynamische ‚Fremde‘ Namen in Exil-Universitäten, NGOs, Buchläden und Nachtclubs. Vilnius - Hauptstadt eines Landes, dessen faszinierende Geschichte von Litauern, Polen, Deutschen und Russen geschrieben wurde und von allen, die sich der baltisch „warmherzigen“ Kälte anpassen konnten. (Foto: (cc) Severin Sadjina/ flickr)
Estland: Heiß-kalt in die Eurozone
Mitten in der Eurokrise verabschiedet sich Estland von seiner Krone und führt zum 1. Januar 2011 die Gemeinschaftswährung ein - angesichts der Probleme in Irland, Portugal oder Spanien eine der wenigen guten Nachrichten für die Währungsunion in diesem Jahr. Brüssel belohnt damit vor allem das geringe Haushaltsdefizit der Esten, die besser durch die Krise gekommen sind als ihre baltischen Nachbarn. Doch in Estland ist von Partylaune keine Spur. Denn die fetten Jahre sind auch im Musterland des Baltikums vorbei.
Vilnius-Braindrain: Zwischen Emigration und Erasmus
Immer mehr Studenten bitten Professor Žilvinas Martinaitis an der Universität Vilnius darum, die Abschlussprüfungen schon Ende Mai ablegen zu dürfen. Dies würde ihnen ermöglichen, früher ins Ausland zu gehen, um zu arbeiten und im Oktober, einen Monat nach dem offiziellen Vorlesungsbeginn, mit etwas mehr Geld in der Tasche zurückzukehren. Die beliebtesten Ziele sind Großbritannien, Irland oder Skandinavien. Litauer, Erasmus-Studenten, Lehrende und Politiker sprechen über die Gründe des Braindrains.
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'Wende' wider Willen in Vilnius
Nostalgisch? Fast 20 Jahre nach der litauischen 'Wende' hat die europäische Kulturhauptstadt 2009 noch immer mit alten Dämonen zu kämpfen. Russische Symbole wurden gnadenlos ausradiert. Und trotzdem weht in puncto Energie weiterhin ein kühler Sowjetwind durch die baltische Republik. Weißrussische Studenten finden 4 Stunden von Minsk ihr Exil, während der heimische Brain Drain in Litauen nicht abreißt. Fünf Journalisten sind dem Clash der Kulturen im Rahmen des Projekts EUdebate on the ground auf den Grund gegangen.
