Sevilla

“Der Vampir”: Eine fotographische Darstellung eines Toreros

Artikel veröffentlicht am 23. Dezember 2007
Artikel veröffentlicht am 23. Dezember 2007
Stierkämpfe erzeugen beim Betrachter viele Gefühle, vor allem wenn man das erste Mal, sowie ich, dem Spektakel in den Straßen beiwohnt. Diese Empfindungen ändern sich zudem mit jedem Herzschlag. Es geht dir alles näher.
Ich habe Freunde, die für Stierkämpfe sind und Freunde, die dagegen sind und ich glaube nicht (nach jahrelanger Diskussion), dass ich zu dem Thema des Opferrituals in der Stierkampfarena den entscheidenden Beitrag leisten kann. Aus diesem Grund erspare ich mir an dieser Stelle zahlreiche Abschnitte, in denen ich meine Meinung kundtun könnte. Das Foto taufe ich auf den Namen „Vampir“. Weiß Gott warum wir Fotographen immer das Bedürfnis haben, unsere Lieblingsbeobachtungen mit einem Namen zu versehen, so als ob wir Angst hätten, dass die Bilder alleine nicht aussagekräftig genug wären. Bilder, die sich durch Horrorfilme mit Monstern und Fledermäusen wie Feuer in das Gedächtnis der Kinder einbrennen. Der Geruch von Blut ist visuell nicht darstellbar (oder vielleicht doch). Der Vampir-Torero verspürt ein Bedürfnis nach Opfern und Blut. Daran besteht kein Zweifel. Das Ende des Films kennen wir schon. Foto und Kommentar von

Julio González

Übersetzt von

Björn Gillmann