Politik

Tod von Lech Kaczyński: Nationale Tragödie in Polen

Artikel veröffentlicht am 10. April 2010
Artikel veröffentlicht am 10. April 2010

Am Morgen des 10. April 2010 stürzte die Tupolew des polnischen Präsidenten Lech Kaczyński, der von seiner Gattin Maria und über 80 polnischen Staatswürdenträgern begleitet wurde, ab. Dabei kamen 88 Passagiere und 8 Personen des Flugbegleitpersonals ums Leben. Die Maschine zerbarst in der Nähe von Smolensk (Russland). Nach dem vierten Landeversuch blieb eine der Flugzeugtragflächen in einem Baum hängen und ließ die Maschine auf den Erdboden stürzen.

Momentan seien die Wetterbedingungen an der Absturztragödie schuld. Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat jedoch eine Spezialkommission unter Anleitung von Wladimir Putin damit beauftragt, der Katastrophe auf den Grund zu gehen. Parallel werden auch Ermittlungen auf polnischer Seite durchgeführt.

Lech Kaczyński war der Einladung des russischen Premierministers Wladimir Putin gefolgt und wollte am heutigen Samstag an den Gedenkfeierlichkeiten zum Massaker von Katyn teilnehmen, wo 1940 tausende polnische Offiziere von Einheiten des NKWD (sowjetisches Volkskommissariat des Inneren) ermordet wurden. Das Treffen galt als ein historischer Versöhnungsmoment der beiden Nationen. Lech Kaczyński wäre der erste polnische Präsident gewesen, der nach dem Treffen des polnischen Premiers Donald Tusk und Wladimir Putins am Mittwoch, an den Erinnerungsfeiern an das Massaker von Katyn teilgenommen hätte. Die doppelte Tragödie von Katyn wird somit als eine der größten Wunden in der polnischen Geschichte fortdauern.