Politik

Spanier auf Koks

Artikel veröffentlicht am 26. November 2007
Artikel veröffentlicht am 26. November 2007
…die unendliche Geschichte im Kosovo-Konflikt und der notwendige Babyboom in Europa. EU-News auf einen Klick.

Jobbörse Brüssel

Wer in Brüssel mit anpacken möchte, sollte diese Woche die offenen Ausschreibungen des Europäischen Amtes für Personalauswahl (EPSO) genauer unter die Lupe nehmen. Talentierte Kandidaten aus den neuen Mitgliedstaaten Rumänien und Bulgarien können sich ab sofort für Ausschreibungen in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Kommunikation bewerben. Selbiges gilt für Bewerber aus den 2004 beigetretenen Ländern - Zypern ausgenommen. Übersetzer werden allerdings nicht gebraucht, betont EPSO - die allmächtige Behörde hat wohl die Nase voll vom "Stille Post spielen".

Tauziehen im Kosovo

Ob weit entfernt oder in nächster Nähe, zukünftige Beitrittskandidaten spüren den Brüsseler Wind überall im Rücken. Serbien würde zwar einen Teil seines Territoriums verlieren, wenn Brüssel in der Kosovo-Frage Position beziehen würde - möchte aber trotzdem der EU beitreten. Das Land hofft spätestens im nächsten Jahr auf den offiziellen Status eines "Beitrittskandidaten", ob mit oder ohne die südliche Kosovo-Provinz. Am letzten Dienstag haben sich Parteien aus Priština und Belgrad zu einem x-ten Meeting in der Kommission zusammengefunden, um in einer schier unlösbaren Frage eine Einigung zu erzielen. Der Kosovo will die Unabhängigkeit - Serbien will den Kosovo. Serbien will den Kosovo behalten - der Kosovo strebt nach Unabhängigkeit…

Europäer, pflanzet Euch fort!

Im Rahmen der Veröffentlichung eines Berichts des Beschäftigungsausschusses stand am vergangenen Mittwoch der demographische Wandel in Europa auf dem Plan. Der beauftragte Berichterstatter gab zu, dass "Mutterschaft eine äußerst private Angelegenheit" sei, betonte aber gleichzeitig die Möglichkeit Europas, "die Geburtenrate zu beeinflussen". Was alle vorher schon wussten, wurde nun vom Parlament offiziell verkündet: Europa braucht mehr Kinder, auf geht’s! Natürlich findet Brüssel einen Weg, die "Rate" zu beeinflussen; vielleicht im Umkehrschluss zu China: ein Kind - das zweite gibt’s gratis dazu.

1.3 Prozent der Europäer nehmen Kokain

Am 22. November hat die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht EMCDDA ihren Bericht für 2007 veröffentlicht. Spanien bleibt nachwievor das EU-Land mit dem größten Kokain-Konsum und europäische Eintrittspforte für Drogenschmuggel. Laut Institutsdirektor Wolfgang Götz sei es jedoch ein Paradox, dass Spanien mehr Drogen konsumiere, obwohl das Land im EU-Vergleich strengere Kontrollen habe.

Intext-Fotos: Kosovo: die Bombe tickt (Litscher/flickr), Baby (fsilva/flickr), Kokain (jpIreland Photoline/flickr)