Politik

Mein Bürgermeister geht: 5 Dinge, die du noch nicht über Klaus Wowereit wusstest

Artikel veröffentlicht am 28. August 2014
Artikel veröffentlicht am 28. August 2014

Nach 13 Jahren harter Arbeit an Deutschlands Hedonismusmetropole dankt Wowi, alias Klaus Wowereit, als Bürgermeister von Berlin ab. Eine Hommage an eine lebende Legende.

Wowi, wie konnte das nur passieren? Wir haben uns doch immer gut verstanden. Ich weiß, dass es in letzter Zeit ein bisschen komplizierter wurde. Komm schon, gib‘ dir ‘nen Ruck und komm zurück!

In dramatischen Momenten wie diesem, muss man kreativ werden. Wir schwelgen daher in der Erinnerung an unseren Klaus von Berlin und versuchen seinen Rücktritt zu verdauen: 

1 - Er hat es geschafft den Flughafen Tegel am Leben zu halten.

Dafür gilt es ihm eine Platz in meiner persönlichen Hall of Fame auf ewig freizuhalten. In diesem Magazin habe ich es schon erwähnt: Tegel und ich, wir pflegen eine Beziehung wie Pech und Schwefel! Ich lebe nur 20 Minuten davon entfernt und habe noch nie einen Flieger verpasst. Anders sieht mein Verhältnis zu Schönefeld im Osten aus. Seit meinem Artikel vor zwei Jahren hat es Wowi geschafft, den Bau des Flughafens Berlin-Brandenburg aufzuhalten. Das war nicht immer einfach und er musste sich Mühe geben, gute Ausreden zu finden um die Einweihung weiter zu verschieben. Nur er war in der Lage dies zu tun. Jetzt bange ich um meinen Lieblingsflughafen. 

2 - Wowi versteht die unverstandenen Genies. 

Auf welchem Rasen brannten Zidane 2006 die Sicherungen durch? Richtig, auf dem Berliner. Wo hat Usain Bolt den 100 Meter Weltrekord eingestellt? Berlins blaue Rennbahn ist richtig. Die Triologie der Magier komplettiert Haile Gebreselassie. Wo hat der seinen Weltrekord im Marathon eingestellt? Ich lasse Euch raten. 

Jetzt wo Wowi weg ist, müssen wir uns auf eine sportlich Durststrecke einstellen. Die Berliner Hertha wird höchstens vom Intertoto Cup träumen und die Stadt wird sich für die Olympischen Spiele bewerben. Das wird Berlin nicht nur Milliarden kosten. Das war nicht Wowis Art. 

3 - Die beste Werbegestalt des Planeten

Bam, ein kurzer Satz und die ganze Welt steht Schlange. Sogar die Leute von Mad Men wurden neidisch. Einmal „arm, aber sexy“ gesagt, will plötzlich jeder nach Berlin. Unglaublich. Der Slogan lässt sogar die Kinder reicher Eltern herbeiströmen. Und ein reicher Junge, der sich als armer Junge verkleidet, wisst ihr, was das ergibt? Ein Hipster. Na klar, Wowi hat sogar die Hipster erfunden. 

4 - Derjenige, der den ganzen Frühling die öffentlichen Verkehrsmittel repariert 

Es hätte ja auch keiner für möglich gehalten, dass es im Winter in Berlin kalt wird. Und welch Ärger, hat es auch noch geschneit. Natürlich bleibt da die S-Bahn liegen. Zum Glück gibt es Wowi, der alles repariert. Jetzt wo der Schnee geschmolzen ist, gibt es für die Neuen keine Ausreden mehr.

5 - Der Merkel der Landespolitik

Dieser Typ hat die Blutgruppe „AB+“. Als Mitglied der SPD schafft er es mit allen eine Koalition einzugehen: CDU, Die Linke, die Grünen und sogar mit Arne Friedrich in der Verteidigung. Ein bisschen wie Angela Merkel, die sich auf nationaler Ebene an alle ranwirft, die nicht bei drei auf dem Baum sind. Jetzt wo er weg ist, wird in Berlin kein Stein mehr auf den anderen passen. Jetzt werden sich alle im Rathaus als seine Erben aufspielen. Vielleicht sollten sie sich die Bewerber um seine Nachfolge bei der Hipster-Olympiade beim Currywurstwerfen auf dem Tempelhofer Flughafen streiten. Hier schließt sich der Kreis.  Wowi, du fehlst schon jetzt!