Politik

Liebe Kandidaten, was geht? Tweets der Woche #6

Artikel veröffentlicht am 17. April 2014
Artikel veröffentlicht am 17. April 2014

Wer hat eigentlich gesagt, dass EU-Politiker ein Haufen langweiliger Bürokraten sind? Sie sind Leute wie du und ich: Wir liefern den Beweis. Café Babel präsentiert euch die schrägsten und intimsten Tweets unserer Kandidaten für das europäische Parlament. Wir suchen nach schlauen, lauten oder hohlen Tweets, die tief blicken lassen.

Übersetzung: Gibt uns eure Argumente gegen die Europäische Resolution gegen die iranische Regierung und verbrennt keine Länderflaggen.

Das Europäische Parlament hat eine Resolution wegen Menschenrechtsverletzungen im Iran verabschiedet. 537 Menschen wurden dort in den letzten acht Monaten exekutiert. Cathrine Asthton hat iranische Offizielle besonders geärgert, indem sie in Teheran zum internationalen Frauentag  sechs Aktivistinnen getroffen hatte. Aus lauter Wut wurden in Teheran Fahnen der Vereinigten Staaten verbrannt. Waren die Flaggen der Europäischen Union etwa ausverkauft?

Übersetzung: Schaut was ich im Internet gefunden habe.

Hier kommt Kapitän Europa! Dieses dramatische Photo zeigt Grzegorz Gruchalski, der gerne ins EU-Parlament einziehen würde. Der intergalaktischer Held wirbt als kommender Macher europäischer Politik. Herr Gruchalski, haben Sie sich da etwa selber gephotoshoppt? Sie gehören zur Generation Selfie die sich gerne in jedem Bild in den Sozialen Netzwerken taggt. Wir auch, deshalb können Sie uns nicht austricksen! 

Übersetzung: Denken Sie immer noch darüber nach UKIP zu wählen?

Frauen bekommen 16 Prozent weniger Lohn als Männer. Im letzten Jahr haben 87 Prozent der Parlamentarier im EU-Parlament für gleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen gestimmt. UKIP war nicht darunter. Seine Parlamentarier verstehen es Shitstorm nach Shitstorm auf sich zu ziehen. Der frühere Parlamentarier Godfrey Bloom hat Feministinnen „Huren“ genannt. Außerdem hatte er Frauen Nutten bezeichnet, die nicht in der Lage seien, hinter Kühlschränken zu putzen. Aber nicht nur Großbritannien ist für frauenverachtende Sprüche im Parlament bekannt. In Frankreich waren Hühnerlaute bei einer Rede der Parlamentarierin Véronique Massonneau zu hören. In Deutschland stellt Herr Brüderle sich gerne Journalistinnen in Dirndls vor.

Übersetzung: Diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, müssen am meisten darunter leiden.

Seit der Industriellen Revolution ist das Klima weltweit um fast einen Grad gestiegen. Während die industrialisierten Länder davon gezehrt haben, fossile Brennstoffe in die Luft zu schleudern, mussten ärmere Länder unter Monsunen, Zyklonen und Dürreperioden leiden. Die EU will ihre Emissionen bis 2020 um 20 Prozent senken. Hoffen wir es klappt!

Und zum Schluss noch einen Blick auf unseren bunten Kontinent. Ist er nicht schön?