Politik

Island: Aschewolke sorgt auch für Klimaalarm

Artikel veröffentlicht am 19. April 2010
Artikel veröffentlicht am 19. April 2010
Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull am 15. April 2010 brachte in den letzten Tagen den kompletten europäischen Flugverkehr zum Stillstand. Aber nicht nur das. Die Aschewolke über Europa lancierte ebenso Spekulationen über eine mögliche Reduzierung des CO2- Ausstoßes in der Atmosphäre und eine möglichen Abkühlung unseres Planeten.

Sollte es den Nationen nicht gelingen, rechtzeitig den Klimawandel in den Griff zu bekommen, werden gigantische Reflektoren im Weltall, künstliche Bäume und andere so genannte „Geo-Ingenieur-Lösungen“ die einzigen Wege sein, unseren Planeten vor einer desaströsen Überheizung zu retten, warnten Klimaforscher nach der letzten UNO Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2010. 

Zur selben Zeit warnte auch US-Präsident Barack Obama vor den verheerenden Konsequenzen, sollten die größten Verschmutzer weltweit nichts gegen den steigenden Kohlendioxidausstoß unternehmen . Anzumerken ist dabei, dass Obama das Land repräsentiert, welches nach China die meisten Treibhausgase in die Atmosphäre pumpt. Zudem sind die Vereinigten Staaten die einzige Industrienation, die nicht im Kyoto-Programm zur Minderung der Kohlenstoff-Emission beteiligt ist. 

„Wir brauchen ein Klimaabkommen, das gegen Rezessionen, Machtwechsel und Naturkatastrophen bestehen kann."

Falls wir es nicht schaffen, bis 2020 eine drastische Reduzierung der Luftverschmutzung zu erreichen, was jeden Bürger der Welt nur ungefähr 170 Euro kosten würde, haben wir so gut wie keine Chance, den globalen Temperaturanstieg um 2 Grad Celsius zu stoppen. „Wir brauchen ein Klimaabkommen, das gegen Rezessionen, Machtwechsel und Naturkatastrophen bestehen kann. Nicht nur ein Blatt Papier, das bereits nach dem nächsten Wechsel der Regierung in London, Tokio oder Washington wieder vergessen sein wird“, sagt Kim Carstensen, der Chef der globalen WWF-Klimainitiative. Während wir nun auf das Abklingen der Aschewolke aus Island warten, stellt sich nur noch eine Frage; wer wird dafür bezahlen - und wie.

Lest den vollständigen Post auf unserem Babelblog aus Athen „frappebabel“!

Foto: ©Difusa/Flickr