Politik

Historisches Staatsdinner live: Auf dem Menü - ein EU-Präsident

Artikel veröffentlicht am 19. November 2009
Artikel veröffentlicht am 19. November 2009
Tony Blair, Herman van Rompuy oder Peter Balkenende? Wer holt sich den Posten des Präsidenten des Rates der EU? Das Ende eines langen und eher undemokratischen Prozesses, der die Zukunft der Union entscheidend prägen wird, geht zu Ende. Das Brüsseler cafebabel-Team wird heute Abend live dabei sein und in Echtzeit in den Babelblogs berichten.

Der schwedische Premierminister Fredrik Reinfeldt hatte für den 19. November einen informellen Gipfel einberufen, um jeweils einen Kandidaten für die zwei offenen EU-Top-Posten zu benennen. „Es könnte auch möglich sein, dass während des ausschweifenden Dinners noch neue Kandidaten auftauchen“, hatte er jedoch festgestellt. Damit wollte Reinfeldt andeuten, dass die von der Presse heraufbeschworenen Kandidaten keinesfalls auch als Gewinner aus dem Rennen um den Posten des EU-Präsidenten hervorgehen müssen. Da drängt sich dem EU-Bürger doch das Bild einer netten kleinen Dinnerrunde auf, die willkürlich und gönnerhaft die Namen ihrer Günstlinge ausruft. Das klingt nicht wirklich nach beispielhafter Demokratie. Andererseits auch nicht weiter überraschend - diese Form der Entscheidungsfindung kannte man ja bereits von den Ratifizierungsprozessen des Vertrags von Lissabon. Aber warum ändern, was in der Vergangenheit perfekt funktioniert hat und die Königsmacher eines netten Stelldicheins berauben?

Unser Localteam in Brüssel wird heute Abend live von diesem historischen Dinner berichten. Lest mit in unseren Babelblogs!