Politik

Fünf Kandidaten - leere Versprechen?

Artikel veröffentlicht am 30. Januar 2008
Im Magazin veröffentlicht
Artikel veröffentlicht am 30. Januar 2008
Am “Super Tuesday” stimmen 22 US-Staaten für ihren demokratischen oder republikanischen Kandidaten. Wir nehmen die Versprechen der fünf heißesten Anwärter auf das Präsidentenamt unter die Lupe.

Hillary Clinton (Demokratin) - Frauenpower

Gewonnen: Nevada, New Hampshire, Michigan

Profil: Gattin des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Geboren 1947, ehemalige Senatorin des Bundesstaates New York.

Wahlprogramm: Ehrgeizig.

Frauenrechte, unter anderem ein Abtreibungsgesetz.

Angesichts der wachsenden Einkommensschere möchte sie den Mittelstand durch eine Kombination aus Steuer- und Sozialgesetzen stärken, indem sie unter anderem. einfachen Zugang zu Bildung und Wohnung sowie Vorraussetzungen für eine universelle Gesundheitspflege schaffen will.

Für Clinton soll Amerika durch Investitionen in Forschung und Entwicklung weiterhin die innovative Hochburg bleiben.

(Fotos: seiu_international/ radiospike_photography/ Flickr)

Barack Obama (Demokrat) - der Visionär

Gewonnen: Iowa

Profil: Jüngster Teilnehmer im Wettstreit, 1961 als Sohn eines Kenianers und einer Amerikanerin geboren. Ehemaliger Senator von Illinois.

Wahlprogramm: Inspirierend, idealistisch.

Er appelliert an die grundlegenden moralischen Werte der amerikanischen Nation. Er möchte Zivilrechte ausbauen, Behinderten gesellschaftliche Gleichberechtigung garantieren, Veteranen helfen und die Debatte um Ethik und Stellenwert der Religion in den Vereinigten Staaten neu eröffnen.

Wirtschaft, Bildung, Sozialversicherung und Armutsbekämpfung stehen ganz oben auf seiner Liste.

Clinton-Obama: Gemeinsamkeiten

Irak: Den Irak-Krieg beenden, das Ansehen Amerikas in der Welt aufwerten.

Wirtschaft: Ein grüneres, energienunabhängigeres Amerika schaffen.

Außenpolitik und innere Sicherheit: Für beide Kandidaten ein wichtiger Faktor. Besonders Clinton setzt sich, was Immigration betrifft, für ein stärkeres Familienzusammenführungsgesetz ein.

…und Gegensätze

Einwanderung:

Obama strebt die Ausweitung der legalen Einwanderung an, um den Anforderungen des amerikanischen Arbeitsmarkts zu entsprechen. Clinton spricht sich für eine stärkere Grenzüberwachung sowie die Eindämmung illegaler Einwanderung aus.

Mitt Romney (Republikaner) - der Geschäftsmann

Laut flickr-Blogger 'Jake of 8bitjoystick.com' hat Romney das gepflegteste Republikaner-Haar von allen Kandidaten (Fotos: pingnews.com/ Daniella Zalcman/ Flickr)

Gewonnen: Michigan, Nevada, Wyoming

Profil: Geboren 1947 in Michigan, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts. Hat eine steile Karriere als Geschäftsmann und Mitgründer von Bain Capital hinter sich. War Vorstandsvorsitzender der Winterolympiade von 2002 in Salt Lake City, Utah.

Wahlprogramm: Konservative Einstellung zu sozialen Themen.

Er ist Abtreibungsgegner, was ihn jedoch nicht davon abhält, sich für die Todesstrafe auszusprechen.

Irak: Möchte die Truppen nicht abziehen.

Einwanderung: Begrüßt eine höhere Einwanderungsquote in den USA. Glaubt fest an niedrigere Steuern, besonders für den Mittelstand.

John McCain (Republikaner) - stärkster Befürworter legaler Einwanderung

McCain 1973 und 2007 (Fotos: pingnews.com/ Wigwam Jones/flickr)

Gewonnen: New Hampshire, South Carolina

Profil: Geboren 1936 in der US-kontrollierten Panamakanalzone. Ehemaliger Senator von Arizona. Versuchte 2000, die Nominierung George W. Bushs für die Republikanische Partei abzuwenden.

Wahlprogramm: Abtreibungsgegner, freier Handel.

Ist für private Sozialversicherungskonten und gegen ein nationales Gesundheitssystem. Hält Bildungsgutscheine für den effektivsten Weg, Bildung zu finanzieren.

Wie Romney ist er ein vehementer Befürworter der Todesstrafe.

Einwanderung:

Vertritt den stärksten Standpunkt. Er kofinanzierte den ‚Comprehensive Immigration Reform Act’ von 2007, der, falls er durchgesetzt wird, bereits in den USA lebenden illegalen Einwanderern zu legalem Aufenthaltsstatus und Erwerb der amerikanischen Staatsbürgerschaft verhelfen soll.

Mike Huckabee (Republikaner) - die Absicht, eine Mauer zu bauen

Gewonnen: Iowa

Profil: Ex-Gouverneur von Arkansas, geboren 1955.

Wahlprogramm: konservative Einstellung zu sozialen Themen.

Ist finanzpolitisch konservativ und ein großer Befürworter der militärischen Bekämpfung des Terrorismus.

Einwanderung: Mag ganz klar keine Immigranten. Befürwortet den Mauerbau zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko sowie stärkere Grenzkontrollen und fordert harte Strafen für Arbeitgeber, die illegale Einwanderer einstellen. Ist unter anderem auch Gegner der doppelten Staatsbürgerschaft.

Ist gegen Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehen.

Mit anderen Europäern diskutieren: Und für wen würden sie stimmen?

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Intext Fotos: Demokraten Hillary Clinton und Barack Obama (seiu_international/ radiospike_photography/ flickr), Immigration (Poppyseed Bandits/ flickr) Republikaner Mitt Romney in Peterborough, John McCain in Michigan und Mike Huckabee spielt Bassgitarre in New Hampshire (Tim Somero/ Wigwam Jones/ VictoryNH: Protect Our Primary/ marcn/ flickr)