Politik

Euro: Kondome auf Inflationskurs

Artikel veröffentlicht am 14. Dezember 2007
Artikel veröffentlicht am 14. Dezember 2007
Während der Euro gegenüber dem Dollar einen Rekord verzeichnet, bringt der Einbruch des Chinesischen Yuans die traditionelle Währungsparität im internationalen Währungssystem aus dem Gleichgewicht.

"Das Jahr 2008 wird ein Jahr mit erhöhter Inflation (2,5 Prozent) und weniger Wachstum (2 Prozent) sein", erklärte Jean Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), am 3. Dezember. Durch einen günstigen Dollar und Yuan erlebt der europäische Exportmarkt momentan keinen Aufschwung. Die EU und die USA bitten China, den Yuan aufzuwerten, die EU sorgt sich bezüglich der amerikanischen Geldpolitik und die USA bezüglich der chinesischen. Nur die Chinesen äußern sich nicht dazu. Jedoch ist ein Wirtschafts-Tsunami nicht weit, schließlich hängen die drei Ökonomien von einander ab und eine amerikanische Rezession würde China und Europa mit sich reißen.

Die Strategien der drei Großmächte

Somit müssen Kompromisse gefunden und die Wechselkurse angepasst werden. Denn eine Währung kann sowohl eine Wirtschaft zu Fall bringen als sie ankurbeln. Mit einem starken Euro importieren wir zwar günstig, jedoch wird der Export schwierig. Mit einem schwachen Dollar ist es genau andersherum. Die Wechselkurse beeinflussen die Handelsbilanz in hohem Mae. Somit müssen die Staaten den Wert ihrer Währung an ihre Wirtschaftsstrategie anpassen.

In China ist ein schwacher Yuan an den Kurs des Dollars geknüpft. Das bedeutet, dass man die Waren verschleudert und sie in Amerika verkauft. In Amerika bedeutet ein schwacher Dollar, dass das Land zu verschuldet ist und man den Import von Produkten abflachen will, um die örtliche Produktion anzukurbeln. Und in Europa, naja... ein starker Euro bedeutet nichts Gutes. Selbst Deutschland, dessen hochrangige Industrie normalerweise vom Anstieg des Euros verschont bleibt, beginnt sich Sorgen zu machen. Frankreich und Italien befürchten eine vorangetriebene Deindustralisierung ihrer Wirtschaft.

Die EU erhält die USA am Leben

Währenddessen setzt die EZB den Zinssatz hoch genug, um die Inflation zu mäßigen. Ein Glücksfall für Fremdkapital, das herbeiströmt und den Preis des Euros ansteigen läßt. Inflation oder Rezession: eine tragische Wahlmöglichkeit! Und was noch gravierend hinzu kommt ist, dass der Wert einer Währung nicht ausschließlich vom guten Willen der Zentralbanken sondern vielmehr von dem der Finanzplätze abhängt.

Währung ist eine Investition wie jede andere. Wenn es dem Dollar nicht gut geht, sucht man Alternativen: zum Beispiel den Euro. Doch diese Schwärmereien spiegeln nicht immer die Wirklichkeit der Wirtschaft wieder. Der Euro ist über- der Yuan unterbewertet, was das Dilemma noch weiter verschärft. Am Ende bezahlt die EU, um die amerikanische Wirtschaft am Leben zu erhalten und ihre Rezession zu verhindern. Und Amerika verschuldet sich wie noch nie in China und verdankt seine Rettung ausschließlich seiner finanziellen Vitalität. Der Ausspruch "Dollar is our currency but your problem" wurde zu "Yuan is your currency but our problem".

Wieviel kostet ein Pariser?

Wo kostet die Liebe am meisten? Eine entscheidende Frage für alle Verführer. Eine kleine Preistour durch das präventive Europa: Die Preise variieren und können je nach Land und Qualität den dreifachen Preis erreichen. Den Latin Lover trifft es am härtesten: 1,25 € für ein Kondom, dreimal soviel wie in Bulgarien. Der europäische Durchschnittspreis liegt bei 90 Cent. Der romantische Deutsche kommt mit 70 Cent davon, der French Lover sogar mit 60 Cent; wohingegen in Portugal 1 € ausgegeben werden muss. Was zeigt, dass es selbst in der Liebe Vermögende gibt.

Klick auf die Karte und entdecke, wo die Liebe am meisten kostet!!

Foto Kondome: (peachy92/flickr)