Politik

China gibt sich nach dem Erdbeben von Sichuan offener

Artikel veröffentlicht am 26. Mai 2008
Artikel veröffentlicht am 26. Mai 2008
Am 22. Mai hat Peking um internationale Hilfe gebeten. Das Erdbeben der Stärke 7,9 am 12. Mai hat 62 664 Menschen das Leben gekostet und fünf Millionen Menschen obdachlos gemacht.

Die EU hat China finanzielle Hilfsleistungen in Höhe von zwei Millionen Euro zugesichert.

„Halte durch, Wenchuan!“ skandierte die Menschenmenge am Platz des Himmlischen Friedens (Tian'anmen) nach Ablauf der drei Schweigeminuten. Dieser Ausruf bezog sich auf das Gebiet im Epizentrum des Erdbebens vom 12. Mai 2008, das die Provinz Sichuan zutiefst erschüttert hat. Das Jahr 2008 mit den Olympischen Sommerspielen in Peking sollte ganz besonders ruhmreich für das moderne China werden. Heute aber zeigt sich China der Welt als ein Land in tiefer Trauer.

Die kommunistische Regierung unter Präsident Hu Jintao wurde aufgrund mangelnder Transparenz im Zusammenhang mit den Unabhängigkeitsbestrebungen Tibets von der internationalen Gemeinschaft scharf kritisiert. Nun konnte sich China, das nach dem Erdbeben internationale Hilfsmaßnahmen akzeptiert hat, als aufgeschlossenes Land präsentieren.

Internationalen Beobachtern zufolge konnten Journalisten Filmmaterial über diese Tragödie, die das gesamte Land erschüttert hat, senden. Die nationale Solidarität war immens und es kam fast eine Milliarde Euro Spendengeld zusammen. Peking hat 3,3 Millionen Zelte beantragt und versprochen, 1,5 Millionen Notunterkünfte für Überlebende des Erdbebens zu errichten.

Die Nachricht über die Naturkatastrophe im chinesischen Fernsehen