Lumière und die dunkelheit

Sanfermines 2008 und Splatter-Festival

Artikel veröffentlicht am 21. Juli 2008
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Artikel veröffentlicht am 21. Juli 2008
Seit Sonntag, den 6.Juli versammeln sich abermals neugierig die Hobby-Splatter dieser Welt in der Stadt, um den alljährlich gleichen Film beizuwohnen. Obwohl es kein sonderlich abwechslungsreiches Festival ist, werden doch einige originale Preise vergeben. Pelzige Schafe und der Schwanz eines blutigen Stieres ersetzen die typischen Löwen, Palmen und derlei andere goldene Figürchen.
Noch spanischer, noch authentischer – unmöglich.

 Dukal In diesen Tagen wird in Pamplona eine weitere blutige Ausgabe des Nationalen Splatterkinos gefeiert. Auf dem von Tierblut rot gefärbten Teppich defilieren die Könner mit den größten Eiern des ganzen Landes. Olé...

Als Splatter Festival gibt es für die San Fermines keinen Vergleich. Die Menschen sterben echt, die Verletzen zählen sich in Zehnerdekaden, und alles garantiert ohne Ketschup: willkürlich wird literweise Blut vergossen, und ein der Kunst der Gewalt ergebenes Publikum applaudiert dazu. Ein großes Festival, das es erstaunlicherweise bisher versäumt hat, den besten aller Splatterfilme gezeigt zu haben: . Dieses Erstlingswerk , dem mehrfach ausgezeichnete Regisseur von beinhaltet unerhört brilliante Szenen wie beispielsweise Folgende:

“Braindead“ (1992) Peter Jackson “Herr der Ringe” (2001)

Manolete - was für ein Meisterwerk

San Fermín wäre auch das Festival gewesen, an welchem sich die Auststrahlung des allerletzten Streifens über den Stiermythos angeboten hätte, aber schließlich ist dies doch unmöglich geblieben. Der Film “Manolete”, von dem man geglaubt hatte, er würde DER Erfolg 2007 werden, scheint irgendwie irgendwo stecken geblieben zu sein, denn er riskiert, nciht ienmal in den europäsicehn Kinos ausgestrahlt zu werden. Auf jeden Fall versinkt der Film zu sehr im Persönlichen des Protagonisten und soweit und soviel kann ich schon sagen, dass es nicht zu viele gewaltige Impfszenen gibt, also wird es in meinen Augen kein wirklicher Erfolg werden. Schade eigentlich, denn die Besetzung ist erste Sahne. , aus New York stammend (Land mit langer Tradition an Matadoren), hatte nicht das geringste Problem, sich in einen Kuhtöter einzufühlen; dank seiner Freundin , die ebenfalls (ähm…) Schauspielerin ist und ihm ganz sicher perfekt beibringen konnte, wie man es macht (entschuldigen Sie den billigen Witz, aber er war einfach UNWIDERSTEHLICH).

Cati Kaoe Adrien Brody Elsa Pataki

Natürlich konnte die Kastagnettenfrau in dieser missratenen Produktion nicht fehlen und natürlich konnte es keine andere sein als , international anerkanntes Aushängeschild für iberischen Busen. Die Madriderin spielt Lupe Sino, eine angehende Spauspielerinl (achherrje, fast wie Penélope), in die sich Manolete verliebt, kurz bevor er von einem Stier aus Miura aufgespießt wird.

Penélope Cruz

Noch ist ungewiss, ob der Film überhaupt ausgestrahlt wird. Hier gibt es auf jeden Fall schon einmal einen Ausschnitt als Vorgeschmack, für diejenigen die sich ein wenig amüsieren wollen, Manolete dabei zu zusehen, englisch zu sprechen. Denn das ist tatsächlich ein Meisterwerk.

Traduktion: Teresa Bornschlegl