Lumière und die dunkelheit

Guarapo für die Menschenrechte

Artikel veröffentlicht am 8. Januar 2008
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Artikel veröffentlicht am 8. Januar 2008
Libertad de Expresión Am Vorabend des Internationalen Tages für Menschenrechte befahlen die Castro- Brüder all diejenigen gefangen zu nehmen, die in den Strassen Habanas für die Pressefreiheit demonstrierten. Eine seltsame Art, diesen bedeutenden Feiertag zu begehen, zumal Kuba gerade an diesem Tag den Pakt zum Schutze der Menschrechte ratifizierte.

Es scheint, als pflegten die Kubaner eben die Feste auf ihre Art und Weise zu feiern: Weihnachten im Badeanzug; Fasching im Sommer. Dennoch müsste man doch einmal nahe legen, seine tropische Originalität auf Eis zu legen, man müsste ihm wohl erklären, dass das Recht auf Gleichheit nicht eben heißt, dass alle das Selbe denken müssen. So befahlt er, wohl von seiner im Grunde löblichen Mission verblendet, mit den sozialen Ungleichheiten aufzuräumen, alle Demonstranten festzunehmen und jeden Europäer ( Spanier, Schweden, Bosnier) aus dem Land zu weisen, welcher an der Aktion teilgenommen hatten. Fidel Castro

Kuba müsste sich einmal an seinem geliebten Yankee-Nachbarn ein Beispiel nehmen. Dessen Präsident ist derart um die Pressefreiheit besorgt, dass er gleich einen Fotografen und vier Journalisten einbuchten ließ, die in arbeiteten, damit die Häftlinge auch dieselben sind, die für sich sprechen. Um ihnen noch zusätzlich bei der Ausübung ihrer Rechte zu helfen, verabschiedete er am 17. Oktober ein Gesetz, welches die Folter an Gefangenen erlaubt, damit diese auch nicht schüchtern sind und völlig frei sprechen. Die Absichten von Mister Bush sind dermaßen gut gemeint, dass er nicht einmal das Internet in seinem Herrschaftsgebiet zensiert, gleichzeitig jedoch diejenigen nordamerikanischen Unternehmen unterstützt, die in den repressiven Ländern wie Birma und Tunesien helfen, das Netz zu filtern. Guantánamo

Das Kino zeigt manchmal Muster davon. Ein Beispiel (schon etwas älter, aber die Lage hat sich seither wenig verbessert) stellt in seinem Film dar. Der Film zeigt, wie „einfach“ es doch für den Journalisten ist, die Hexenjagd anzuklagen, die Senator Joseph McCarthy durchführt. George Clooney „Good Night and Good Luck“ Edward R. Morrow

Nach 50 Jahren steht es um die Sache fast immer noch gleich. So nimmt die USA rühmlichen Platz 48 in der Klassifikation ein, die von den in ihrem Bericht 2007 erstellt wurde und rangieren damit auf gleicher Stelle mit ähnlich ehrgeizigen Verteidigern der Pressefreiheit wie Botswana und Togo. Reportern- ohne- Grenzen

In der muslimischen Welt ist die Pressefreiheit ein sehr ernstes Thema, das keinen Ausrutscher erlaubt. Man erwähnt Mohammed besser nicht einmal, davon können die europäischen Journalisten ein Lied singen. Über Russland sagt man am Besten gar nichts, seit Putins Regierungsübernahme im Jahr 2000 sind dort 21 Journalisten umgekommen, erst kürzlich die Journalistin wurde dort die Journalistin ermordet, ausradiert, weil sie die systematische Vergewaltigung der Menschrechte anprangerte, unter welcher das tschetschenische Volk leidet. Die Internetverbindung in ist ein Witz…. Und es lassen sich noch zahlreiche weitere Beispiele finden. Anna PolitkóvskayaChina

Auch in Europa, obwohl es in der Klassifikation etwas höher liegt (die ersten 3 Länder sind Europäer), ließe sich noch manches verbessern. So wurden vor einem Monat in zwei Journalisten zu 3.000 Euro Strafe verklagt, weil sie eine Karikatur der königlichen Familie beim . In Deutschland musste wegen der Kritik, die den Islam einbezog, seine Inszenierung der Oper „Idomenea“ von absetzen. Also: wer frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein. In der Zwischenzeit können wir ja schon mal mit einem gediegenen Guarapo -made in - anstoßen: Auf die Menschenrechte! Spanien Sexualakt gezeichnet hatten Robert RedekerMozartCuba

Traduktion: Teresa Bornschlegl