Lumière und die dunkelheit

Deep Throat

Artikel veröffentlicht am 17. November 2008
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Artikel veröffentlicht am 17. November 2008
Demostrations during the Matinee of Deep Throat
 Dukal Gerard Rocco Damiano, der Regisseur des Filmes „Deep Throat“ (1972) ist verstorben, der Film der die Geschichte des Pornofilmes nachhaltig beeinflusst hat.

Ich schäme mich nicht zuzugeben, dass „Deep Throat“ der einzige Pornofilm ist, welchen ich auch mit geschlossenen Augen vollständig sehen konnte. Ich weiß noch, wann ich den Film das erste Mal sah. Das war in der Cinemathek Luxemburg, einer Stadt, die für alles andere als für ihre Perversion bekannt ist. Die ersten Minuten herrschte totales Durcheinander im Kinosaal. Obwohl der Film schon 34 Jahre durch die Kinos geisterte, wurde die Vorfreude manch zerstreuten Mädelchens enttäuscht, welches nicht die erwartete romantische Komödie antraf und deswegen gesenkten Auges empört das Kino verließ. Fast die Hälfte des Publikums ging frühzeitig. und verpasste damit, der unangebrachten Vorteile geschuldet, eine der witzigsten Geschichten überhaupt. Für diejenigen, die noch nicht die Handlung kennen: spielt eine frustrierte Frau, die nicht einmal mit einem Pferd einen Orgasmus bekommt. Eines Tages übergibt sie sich in die Hände (niemals passte dieser Ausdruck besser) des Doktor Young, der weder Mediziner ist, noch sonst irgendwas, aber den zweitbesten falschen Bart der Filmgeschichte trägt, der nur noch von Groucho Marx geschlagen wird. Nach einer ausgiebigen Untersuchung findet Dr. Young also das Problem seiner Patientin: die Klitoris des Fräulein Lovelace befindet sich in ihrem Rachen. Den Rest der Geschichte kann man sich ja denken. Und wenn man fertig gedacht hat, ist noch eine ganze Tonne Humor dazu zufügen, eine Brise psychedelische Musik und sowieso der absolut kitschigste Style der 70ger Jahre.

Linda Lovelace

hatte was von einem Star. Mit solch einem Zweitnamen (roco heißt „heiser“ auf italienisch) musste er einfach etwas großartiges in der Welt des Porno schaffen. Zusammen mit seiner Frau unterhielt er einen Friseurladen für Frauen in New York, und es wird erzählt, dass er, vom vielem Zuhören ob der Frauen, die sich über das wenig anständige Verhalten ihrer Männer beschwerten, auf die Idee kam, sich dem zu widmen, was er „Kino für Erwachsene“ nannte.

Cati Kaoe Gerard Rocco Damiano

Mit „Deep Throat“ machte er sich einen Namen im Pornogeschäft, auch wenn er, laut seines Sohnes, diesen Film niemals als gut befand. Diejenigen jedoch, die sich zu seinen Fan erklärten (unter anderem ) behaupten, er hätte niemals einen besseren gemacht.

Jack Nicholson

Ich habe überall im Internet nach einen Filmauszug gesucht, aber keinen gefunden (na los, ihr Schlaumeier, gebt doch „Deep Throat ein“ und schaut, was passiert...). Aber keine Angst: um denselben Geschmack im Mund zu bekommen wie Linda Lovelace, habe ich ein anderes Video gefunden, das ungefähr in Ästhetik, Funk und Humor „Deep Throat“ entspricht. Nur, um einmal den Hauch von einer Idee zu kriegen. Ja, und dann kann man natürlich zum Videoclub um die Ecke gehen. Aber nein, halt, man muss sich dabei nicht einen Schal um dem Kopf wickeln und die Schweinemaske aufsetzen. Schluss mit den Vorurteilen. Die gehören in die Kloschüssel.

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Traduktion: Teresa Bornschlegl

Pics : Flickr (Uncinefilo + Beltza Scene)