Lumière und die dunkelheit

Ab zum Mars

Artikel veröffentlicht am 17. Februar 2008
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Artikel veröffentlicht am 17. Februar 2008
Mars
 Marte (Foto:Tlmelo)

Der französische Präsident (seinen Namen will ich hier lieber unerwähnt lassen, es hängt mir nämlich schon zum Hals heraus, dass er überall zu hören und zu lesen ist)hat vorgeschlagen, die Menschen auf den Mars zu schicken. Zugegeben, gar keine schlechte Idee, wenn er auch der Erste wäre, der dorthin abhaut. So dermaßen gern wie er den Hauptdarsteller gibt und ständig überall der Erste sein muss, wäre es ja auch sicher angebracht, ginge er voraus, um uns dann erzählen zu können, wie es denn dort so ist. Und dass er sich bitte bei mir melde, sobald er dort eingetroffen ist. Sie wissen schon: nur um zu wissen, ob er auch wirklich gut angekommen ist.

Leider wird das wohl nicht passieren und das einzige Marsfeld, das er betritt, ist die Rasenfläche vor dem Eiffelturm. Aber, was für eine Vorstellung...! Meine Phantasie überflügelt schon wieder die Wirklichkeit. Aber glauben Sie nicht, da wäre ich der Erste. Schon öfter wurde Präsidenten mit Marsianern vom Kino assoziiert. Ob es wohl der Film ist, der mich inspiriert? Dieser Zerstörerfilm von ist aber auch unwiderstehlich. Er gehört genau zu den Filmen, die einem, wohl wissend, dass man sich nur vor einem enormen astralen Müll befindet, eine angenehme Erinnerung hinterlassen. Besonders die Szene mit der Marsianerin, mit der wohl jeder gerne galaktisches Fluidum austauschen würde.

"Mars Attack"Tim Burton

Aber sicher wäre die Marsianerin auch zu sexy für den kleinen Nicolas. Obwohl, er ist ja eigentlich auch hier auf Erden ganz gut mit „Antennen“ versorgt. Ich hege nicht die geringsten Zweifel, dass die von Carla außerirdische Signale empfangen können, die von fremden Satelliten gesendet wurden. Daher sicher auch die Idee des Präsidenten, dass er, logischerweise, Sterne sehen kann und Galaxien, ja sogar schwarze Löcher. Nun gut, mal sehen, ob er nicht einen kleine Rundfahrt um den roten Planeten startet und dabei vielleicht auch noch etwas Farbe bekommt. Aber zurück zu . Ohne die marsianischsten Präsidenten dieser Erde (die Yankees) vergessen zu wollen, will ich doch darauf hinweisen, dass für mich, obwohl der Film meiner Meinung nach etwas konfus und ohne Rhythmus ist, doch der lustigste von all jenen ist, die in letzter Zeit die Rolle des Präsidenten spielten. Die Konkurrenz ist aber auch keine wirklich harte. Das belämmerte Gesicht von in oder der Bierbauch von in halten das Niveau recht weit unten. .

„Mars Attack“ Jack NicholsonHarrison Ford „Air Force One“ John Travolta „Primary Colors“

Aber so schlecht sie auch gewesen sein mochten, nicht mal Drehbuchschreiber im totalen Streik hätten es fertig gebracht, den wahrhaftigen Präsidenten des Weißen Hauses der letzten 40 Jahren eine derart grottenschlechte Rolle zu schreiben. Aber verschieben wir die Präsidenten im Yankeeland und die Filme, die sie zum Thema haben, bis zur der Zeit der Wahlen. Für den Augenblick reicht es, den kleinen Nicolas bei seiner Reise durch die Galaxie zu begleiten, schließlich hat ja jeder so etwas wie einen kleinen Eroberer in sich. Auf dass sie alle abhauen! Vielleicht finden sie ja dort neue Lebensformen, die den ihren ähnlicher sind. Auf das sie dort nach Erdöl suchen, nach Diamanten und Gold. Auf dass sie dort riesige Residenzpaläste bauen und Golfplätze. Auf dass sie die Uferregionen der Marsianer zerstören und ihre Rohstoffe ausbeuten, die Marsianer versklaven und schließlich die Marsatmosphäre verschmutzen. Auf dass sie weiter lauter unwichtige Meetings veranstalten, dort, wo sie niemand hören kann!

Traduktion: Teresa Bornschlegl