Lifestyle

Speiseeis: Made in China

Artikel veröffentlicht am 29. August 2008
Artikel veröffentlicht am 29. August 2008
Wie bei so viele anderen Dingen auch waren es die Chinesen, die das Eis erfunden haben. Ein spannender Weg vom Fernen Osten nach Europa, von den hohen Bergen ins Gefrierfach.

Die Italiener rühmen sich damit, aber eigentlich war es die Idee der Chinesen, mit Schnee noch mehr zu machen als nur Lebensmittel zu konservieren. Eine Kugel Schnee mit einem Schuss Zitrone, und schon ist das erste Sorbet entstanden.

Das Speiseeis, anfangs eine einfache Frucht mit ein bisschen Eis, wie es noch Alexander der Große oder auch Nero genossen, ist zu einem regelrechten Überraschungspaket der Spitzenköche geworden. Marco Polo brachte das Eis nach Europa und sorgte somit für den Beginn der Reise: In Spanien nennt man Eis am Stiel heute noch “polo”.

©Roboppy/flickrAllerdings waren lange Zeit Könige die Einzigen, die in den Genuss des Speiseeises kamen, und somit auch diejenigen, die dafür sorgten, dass das Eis nach Frankreich, Italien und England kam. In jedem Land wurden die Rezepte abgeändert: Die Franzosen gaben Ei dazu, am englischen Hof wurde mit Milch experimentiert (wenn auch ein französischer Koch dafür verantwortlich war), und die Italiener machten das Eis populär.

Die Amerikaner waren Spätzünder, verstanden es aber, ins Schwarze zu treffen. Im Jahre 1846 erfand Nancy Johnson die erste automatische Eismaschine. Das war der Anfang der Eisindustrie, die den handwerklichen Eisherstellern den Boden unter den Füßen wegzog. Doch jedes Schild “selbstgemachtes Eis“ zieht Feinschmecker umso mehr an. Der Unterschied macht sich bei der Zusammensetzung genauso wie bei der Qualität und den Nährstoffen bemerkbar. Jeder, der Eis selbst herstellt, wird sagen, dass Eis genauso gesund ist wie alle anderen Lebensmittel auch.

Im Sommer sind Vanille und Schokolade weiterhin die Lieblingsgeschmacksrichtungen, doch wer kann einem Kaktussorbet oder einem Gorgonzolaeis widerstehen? Mittelweile gibt es alle erdenklichen Geschmacksrichtungen, sogar Bier! Der Innovation bei dieser kalten Köstlichkeit sind keine Grenzen gesetzt.

Karamelleis

©.deirdre./flickrZutaten:1 Schale karamellisierter Zucker (nach Geschmack mehr oder weniger gebrannt)

½ Liter Milch

200 ml Schlagsahne

2 Esslöffel Rum

½ Tafel geschmolzene Schokolade (kann auch Milchschokolade sein, wenn man es etwas süßer mag),

Puderzucker

Kakaopulver

Nüsse oder gehackte Mandeln (nach Belieben)

1) Den Zucker in einem Topf schmelzen und rösten, bis er leicht anbrennt, anschließend erkalten lassen und die Milch hinzugeben, umrühren bis die Masse hart wird. 

2) Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und zu der Mischung aus Karamell und Milch fügen. Nach Geschmack Rum und Puderzucker hinzugeben (bis es nicht mehr verbrannt schmeckt), Sahne hinzugeben und alles vermischen.

3) Die Mischung 30 Minuten in die Eismaschine geben, Nüsse oder Mandeln erst am Ende des Prozesses untermischen, um die Rotorblätter der Eismaschine nicht zu beschädigen. Wenn keine Eismaschine verfügbar ist, die Mischung inklusive Nüsse oder Mandeln eine Stunde in den Gefrierschrank stellen, herausnehmen und gut mit einer Gabel schlagen. Danach wieder in den Gefrierschrank stellen und den Vorgang jede Stunde bis zu drei Mal wiederholen.

4) Das Eis in Kugelform mit Schlagsahne und Kaffeebonbons bzw. Schokoladenstückchen servieren.

Guten Appetit!