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Drogenkonsum: Europa auf dem Trip

Artikel veröffentlicht am 21. August 2017
Artikel veröffentlicht am 21. August 2017

In ihrem Bericht 2017 analysiert die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht die Entwicklungen des Drogenmarkts und des Rauschmittelkonsums in Europa. Die Ergebnisse in Infografiken.

Laut Schätzungen des Drogenberichts 2017 der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht nahmen im vergangenen Jahr 18,7 Millionen junge Erwachsene zwischen 15 und 34 Jahren in der Europäischen Union illegale Rauschmittel ein. Diese Zahl umfasst das gesamte Konsumspektrum, vom Ausprobieren bis hin zum regelmäßigen Konsum einer oder mehrerer Drogen.

In der Tat existiert in Europa weiterhin ein bedeutender Drogenmarkt, der sowohl durch die heimische Produktion als auch den Schmuggel aus anderen Regionen der Welt versorgt werde, so der Bericht. Der sich ständig weiterentwickelnde Rauschgiftmarkt profitiert insbesondere von den neuen Technologien. So entstehen im Darknet Plattformen, die Online-Marktplätzen wie Ebay und Amazon ähneln und auf denen Kunden Produkte und Verkäufer suchen und vergleichen können.

Informationen bezüglich der in Europa verfügbaren Drogen lassen sich aus den Daten der jährlich mehr als eine Million Beschlagnahmungen gewinnen. Zumeist handelt es sich um bei den Konsumenten gefundene Kleinmengen, es können aber auch Drogenpakete von mehreren Kilogramm darunter sein. 71% der sichergestellten Mengen entfielen 2015 auf Cannabis, auf den weiteren Plätzen folgen Kokain, Amphetamine und Heroin. 70% der Cannabis-Sicherstellungen wurden von Spanien gemeldet, das als Haupteinfuhrland für Drogen nach Europa gilt. Ein weiteres wichtiges Transitland für den europäischen Markt stellt die Türkei dar.

Das Konsumverhalten junger Erwachsener

Hinsichtlich des Gebrauchs weist der Bericht auf einen unter Konsumenten weit verbreiteten Mehrfachkonsum sowie auf ein Konsumverhalten hin, das vom Ausprobieren über die regelmäßige Einnahme bis hin zur Abhängigkeit reiche. Unabhängig von der Art des Rauschmittels ist der Konsum unter Männern verbreiteter als unter Frauen.

Das unangefochten marktführende Cannabis bleibt das am häufigsten konsumierte Rauschmittel. Gemäß der jüngsten Daten schwankt die Prävalenz bei jungen Erwachsenen zwischen 3,3% in Rumänien und 22% in Frankreich. Andere Drogen wie Heroin oder Amphetamine werden zwar deutlich seltener komsumiert, stellen jedoch weiterhin jene mit den risikoreichsten Applikationswegen dar.

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