Lifestyle

Best of Babelianer 2016

Artikel veröffentlicht am 5. Januar 2017
Artikel veröffentlicht am 5. Januar 2017

Hier präsentiert cafébabel seine ganz eigenen Helden des Jahres.

Januar: Mai-Li Bernard

In Mai-Li Bernards Universum ist Schweigen Gold und Fusel macht Kopfschmerzen. In Mortelle Vinasse (Tödlicher Fusel) -  2016 nominiert für das Comicfestival in Angoulême - zeichnet die junge Französin die Krise, in der sich drei Freundinnen in ihren Beziehungen befinden. Volltrunken schmieden sie geniale Pläne zur Beseitigung ihrer Partner.

(Hier das vollständige Interview mit Mai-Li lesen)

Februar: Erika Lust

Für die schwedische Porno-Regisseurin Erika 'Lust' Hallqvist sind Frauen keine Accessoires, sondern Protagonistinnen. Dieses Jahr hat sie in Berlin ihre Kurzfilm-Reihe XConfessions vorgeführt.

(Hier den Artikel zu Erika Lust lesen)

März: Martin Besson 

Martin hat seit zweieinhalb Jahren keine Ferien gehabt. Der junge Franzose ist damit beschäftigt, das Magazin Sans A_  aufzubauen, ein Medium, das sich Menschen widmet, die kein Dach über dem Kopf haben oder unter anderen prekären Problemen leiden. Ein Interview mit einem Typen, der eine große Klappe hat - und ein großes Herz.

(Hier das Interview mit Martin Besson lesen)

April: Birgitta Jónsdóttir

In Island führt die Piratenpartei zur Zeit bequem die landesweiten Umfragen an. An deren Spitze - Birgitta Jónsdóttir. Die Panama Papers hatten 2016 die Karibikkonten des Ministerpräsidenten Sigmundur Davíð Gunnlaugsson aufgedeckt, der daraufhin zurücktreten musste. 

(Lest unseren vollständigen Artikel zur Piratenpartei in Island)

Mai: Michelle Demishevich

Michelle Demishevich wurde als „Frau in einem Männerkörper geboren“. Für die Medien ist sie zur ersten „Trans-Journalistin der Türkei“ geworden - ein Etikett, das seitdem an ihr klebt. Ob Außenseitertum, verbale und körperliche Angriffe oder Heuchelei von Medien und Gesellschaft: Michelles Geschichte ist eine Geschichte vom Kämpfen.

(Unseren vollständigen Artikel zu Michelle Demishevich lesen oder in unserer Rubrik MindTheGap stöbern) 

Juni: Monika Brodka

Monika Brodka liebt Warschau und Nirvana. Sie hat zwei Katzen und denkt, dass der Kirchengang vor allem eine Genusstuung für die Sinne ist. Wir haben mit dem polnischen Star zur Veröffentlichung ihres neuen, exklusiv auf Englisch gesungenen Albums Clashes gesprochen.

(Hier unser vollständiges Interview mit Brodka lesen)

Juli: Wided Bouchamaoui

Wided Bouchamaoui ist eine der einflussreichsten Frauen im arabischen Kulturkreis. Die Präsidentin des tunesischen Arbeitgeberverbands UTICA erhielt 2015 den Friedensnobelpreis für ihr Engagement im Rahmen des Tunesischen Quartetts für den nationalen Dialog, das im Zuge der Arabischen Revolution immer wieder für demokratische Werte einstand.

(Unser Big Fish-Interview mit Wided Bouchamaoui lesen)

August: Aleksander Zajtsew

2013 hat der ukrainische Grafikdesigner Aleksander Zajtsew im Alleingang eine Karte des Straßenbahnnetzes seiner Heimatstadt Dnipro entworfen. Diesen Sommer hat er die Fahrpläne einer Kindereisenbahn wieder auf Vordermann gebracht und historische Tickets entworfen - auf eigene Kosten. 

(Unser Porträt von Aleksander Zajtsew lesen)

September: Sophie Walker 

Vor 18 Monaten existierte die Women’s Equality Party noch nicht. Nun ist sie eine der am schnellsten wachsenden Parteien im britischen Politspektrum. Wir haben mit der Vorsitzenden Sophie Walker über ihre Kampagne für die Bürgermeisterwahl gesprochen, über ihre Reaktionen auf Premierministerin Theresa May - und warum sie hofft, dass ihre Partei WEP irgendwann überflüssig wird.

(Hier das vollständige Interview mit Sophie Walker lesen)

Oktober : Agnes Obel

Die dänische Singer-Songwriterin Agnes Obel vereint auf ihrem neuen Album Citizen of Glass hypnotische, beruhigende und verstörende Sounds, die nachdenklich machen. Eine Bgegenung mit der Künstlerin, die sich „wie ein Kristall“ fühlt.

(Hier unser Interview mit Agnes Obel lesen)

November: Brahim Fares 

Über den Abriss des Flüchtlingslagers von Calais wurde Ende 2016 viel berichtet. Über die Gräber der Flüchtlinge, die in Europa, fern von ihrer Heimat, sterben, spricht aber kaum jemand. Wir haben Brahim Fares kennengelernt, den Leiter des Bestattungsinstituts Bab El Jenna. Es ist das einzige muslimische Bestattungsinstitut in der Umgebung des Flüchtlingslagers von Calais.

(Unser Interview mit Brahim Fares lesen) 

Dezember: Captain Europe

2006 ist er aufgekreuzt. 10 Jahre später hat Captain Europe, der einzige europäische Superheld, beschlossen, seinen blauen Umhang und seine Leggins an den Nagel zu hängen. Ein Gespräch mit dem Typen, der unseren Alten Kontinent eine Zeit lang vor seinen alten Dämonen retten wollte. 

(Unser Porträt von Captain Europe lesen

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2016, ein schlechtes Jahr? Sicher. Aber das ist kein Grund aufzugeben und nichts zu tun. Die Redaktion hat also entschieden, den Wahnsinn der letzten zwölf Monate mit nur einer Regel zu behandeln: Alles ist erlaubt. Fiktion, Geschichten und Artikel, die ohne Zwang geschrieben wurden. Best Year Ever!?