Kultur

TRAAMS: Einfach DIY

Artikel veröffentlicht am 5. September 2014
Artikel veröffentlicht am 5. September 2014

Die drei von TRAAMS sind mit ihren Instrumenten an der englischen Südküste aufgewachsen. Ihr Akzent ist so wohltuend wie ihre Musik. Ein Treffen an den Ufern der Seine.

Cafebabel: Was brachte euch zu der Musik, die ihr spielt?

TRAAMS: Wir sind einfach Musiknerds. Wir mögen die selben Bands. Aber wir sollten uns eine absurde Bandhistorie überlegen: wir haben uns also in der Rehabklinik getroffen, als wir sechs Jahre alt waren. Wir mussten  unsere Musikinstrumente durch Schocktherapie lernen.

Cafebabel: Wie war die Musikszene dort wo ihr aufgewachsen seid?

TRAAMS: Ruhig. Die einzige Band, die ich (Stu) mochte, war die Band, in der diese beiden hier waren. Nachdem wir die Uni beendet hatten, haben wir uns wiedergetroffen. Ich bin mit seiner Mitbewohnerin zusammen gekommen und bin in seine Band eingetreten (Bassist Leigh). Doppelschlag!

TRAAMS - Flowers

Cafebabel: Praktisch jeder in England spielt doch in einer Band oder möchte in einer Band spielen. Wie kommt man auf die vermessene Idee Berufsmusiker zu werden?

TRAAMS: Wir waren schon seit 10 Jahren in verschiedenen Bands. Es ist einfach etwas, dass wir sowieso am Wochenende gemacht hätten. Wenn man Geld verdienen möchte, dann sollte man sich wahrscheinlich schnell nach etwas anderem umschauen. Wir haben uns nicht zwei Jahre lang versteckt, sondern wir sind einfach ziemlich schnell zusammen aufgetreten. Wir haben seitdem wir alle 17 Jahre alt waren in Bands gespielt, mit dem einzigen Unterschied, dass es dieses mal auch andere mochten. Es fühlte sich einfach DIY an.

Cafebabel: In eurem Song "Demons" singt ihr: And it ain’t that funny when your out of money and the devil‘s trying to bail you out.” Wer ist der Teufel?

TRAAMS: Es geht dabei um Selbstmord (lacht). Manchmal steht gar nicht so viel hinter den Texten, aber du hast eine ziemlich persönliche Zeile rausgegriffen. Sonst hört sich der Song doch eigentlich ganz fröhlich an, oder?

Cafebabel: Seid ihr so masochistisch und lest euch die Kritiken eurer Musik durch?

TRAAMS: Wir finden es schön, dass sich Menschen über unsere Musik Gedanken machen. Außerdem hatten wir das Glück, dass es gar nicht so viel negative Kritiken gab. Man muss den Leuten ja auch einfach ihre Meinung lassen.

TRAAMS - Low