Kultur

R.E.M.-RIP: 31 Jahre und 15 Alben später

Artikel veröffentlicht am 22. September 2011
Artikel veröffentlicht am 22. September 2011
Die amerikanische Rockband ist so alt wie die ältesten unter den cafebabel.com Redakteuren. Die Band wurde 1980 in Athens (Georgia!) gegründet und hat am heutigen 22. September die Band-Auflösung bekanntgegeben. Deshalb ein kurzer Video-Soundtrack für 31 unvergessliche Jahre.

"Shiny Happy People" (1991), Großbritannien

Ich war acht Jahre alte, als der Song in England rauskam. Und ich habe nie so richtig verstanden, wer diese neuen R.E.M. im Gegensatz zu ihren dunkleren Balladen wie zum Beispiel "Everybody Hurts" waren. Es kam mir immer so vor, als seien sie plötzlich eine ganz andere Band. Wenn ich heute zurückschaue, wundere ich mich, warum ich die Band immer nur mit Michael Stipe verbunden habe, obwohl es drei weitere Bandmitglieder gab (Bill Berry, Peter Buck und Mike Mills).

"Everybody Hurts" (1991)

"Losing My Religion" (1992), Frankreich und Deutschland

That's me in the corner, that´s me in the spot-light, losing my religion. Leider haben es die deutschen Radio-Sender in meiner Teenager-Zeit etwas mit R.E.M. übertrieben, die Songs wurden so ziemlich am laufenden Band gespielt und haben sich dadurch ganz schön abgenutzt. Die Band ist ‚old school‘ geworden. Aber ich kann mich daran erinnern, dass wir im Musikunterricht ein Lied vor der Klasse vorstellen und singen sollten, das uns sehr berührt hat. Meins war "Losing my Religion".

"Man On The Moon" (1992), Spanien

Beide der oben genannten Songs der Platte Out Of Time waren auch in Spanien groß, aber dieser Song von ihrem achten Album Automatic For The People ist mein Favorit. R.E.M. (im Spanischen Rrrrrem ausgesprochen) haben sich zu einem Stilwechsel bekannt und immer neue Hörergenerationen angesprochen. Zu ihren Anfängen waren sie ziemlich alternativ, ein bisschen punk, doch ihre größten Songs sind und bleiben Popmusik und haben nichts mehr mit dem Anfang zu tun. Es ist gut, dass sie die Band jetzt aufhört; U2 zum Beispiel haben sich über die Jahre abgenutzt und existieren (leider) immer noch. R.E.M.s größte Errungenschaft in meinem Land ist, dass Leute ihre Texte auf Englisch mitgrölen, ohne den Text frei zu erfinden.

"Imitation of Life" (2001), Italy

Endlich lösen sich R.E.M. auf. Seit ihrem Album Reveal von 2001 kamen nur noch langweilige Geschichten hinterher. Alte Männear, die nochmal den verzweifelten Versuch starteten in den musikalischen Jungbrunnen zu hüpfen – aber sie waren niemals in der Lage, ihre Musik zu ändern. Diesen Song finde ich gut, aber auch ich habe die meisten Erinnerungen an die Neunziger und den ersten Titel in dieser Liste.

Foto: Homepage (cc)remhq.com