Kultur

Reisen via YouTube

Artikel veröffentlicht am 14. August 2008
Artikel veröffentlicht am 14. August 2008
Reisefieber: Sowohl der exzentrische Tänzer Matt, als auch die 4 Jungs von Can’s Professional aus Valencia und Studenten aus ganz Europa nutzen Youtube im digitalen Zeitalter als Plattform für ganz eigene Reisetagebücher. Videotour.

Can’s Professional - Akrobatisches Recycling rund um den Globus

'Can’s Professional' - das sind fünf Jungs aus Frankreich, die eines Tages auf die Idee kamen, sich dabei zu filmen, wie sie Getränkedosen in den verschiedensten Weisen in eine Tonne werfen. Simpel? Keineswegs! Die Fähigkeiten der Gruppe grenzen an Akrobatik. Sie balancieren auf der Grenze zwischen Break-Dance und Engagement für die Umwelt. Als die Besucherzahlen auf Youtube zwei Millionen erreichten, wurde eine internationale Getränkemarke auf die „Gang“ aufmerksam und sponserte den Jungs eine Weltreise - natürlich mit Unmengen an Dosen und eigenem Kamerateam. Ein genialer Werbewurf der Firma, die zu Recycling und Umweltschutz anregen will. 

Where the hell is Matt? - Tanzen international

14 Monate, 42 Länder und tausende Statisten. Matt schwingt überall das Tanzbein: vor dem Eiffelturm, an heißen Quellen in Island - europa- und weltweit. Matt, ein 31-jähriger Jobaussteiger aus Connecticut, gefiel sich eindeutig in der Rolle des exzentrischen Reisenden. Sein Tanzstil mag nicht jedem ästhetisch erscheinen - Matts rhythmische Reisetagebücher auf Youtube haben jedoch Millionen Menschen auf einen virtuellen Roadtrip mitgenommen. Der begeisterte Videospieler ist, laut offizieller Webseite, Linkshänder und lebte schon als Kind seine Kreativität in vollen Zügen. Stolz erzählt Matt, wie man es anstellt, nur mit dem Gesicht sieben Löffel zu halten. Spleen? Matts Ziel sei es bis heute, mehr Amerikaner für eine Entdeckungsreise ins Ausland zu motivieren.

Breslau auf der Suche nach Freundlichkeit

„Wenn du dich auf Reisen begibst, dann soll die Reise lang sein…“ - Mit diesem Zitat des polnischen Poeten Zbigniew Herbert, dessen Schaffen im diesjährigen Herbert-Jahr gewürdigt werden soll, begaben sich zwei Breslauer Studenten auf Reisen. Innerhalb von 75 Tagen werden sie 33 Tausend Kilometer durch Russland und China zurücklegen. Auf diese Weise wollen sie nicht nur fremde Kulturen kennen lernen, sondern auch für die eigene Stadt in Polen werben. Während der Reise wird ihnen ein Zwerg namens Życzliwek (ein Freundlicher) Gesellschaft leisten. Auch ein Abstecher zu den Olympischen Spielen ist geplant. Die Reisebilder werden im November dieses Jahres den Breslauer Rathausplatz schmücken. Die Schirmherrschaft über die Reise hat unter anderem Marek Kamiński, ein polnischer Polarforscher und Autor, übernommen.