Kultur

In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt

Artikel veröffentlicht am 10. Juni 2009
Artikel veröffentlicht am 10. Juni 2009
Die Geschichten von unsterblich Verliebten in Kriegszeiten sind Thema unzähliger Filme und Romane. Warum Liebe und Krieg solch eine Faszination ausüben? Die europäischen Sprachen haben die Antwort darauf.

Tristan und Isolde, Paris und Helena… die Geschichten von Krieg und Liebe sind so alt wie die Geschichte der Menschheit selbst. Vielleicht gerade deshalb, weil wie man sprichwörtlich sagt, dass in der Liebe und im Krieg alles erlaubt ist (Spanisch: en el amor como en la guerra todo vale). Für den jungen Helden ist es oft eine Frage der Ehre den Krieg zu erklären oder sich mit dem Feind "in einem offenen Krieg zu befinden" (être en guerre ouverte avec quelqu'un), wie es der Franzose handhabt. Doch wie der Pole richtigzustellen weiß: "Diejenigen, die mit dem Schwert kämpfen, werden auch daran sterben": kto mieczem wojuje, ten od miecza ginie.

Und hier kommt wieder die Liebe ins Spiel; vielleicht sollte man besser gemeinsam die Friedenspfeife rauchen (fumer le calumet de la paix) oder von Luft und Liebe (oder auf Französisch von Liebe und frischem Wasser: vivre d'amour et d'eau fraîche) leben, als sich die Köpfe einzuschlagen.

Doch auf der anderen Seite macht Liebe bekanntlich blind (love is blind; l’amour est aveugle, Polnisch: Miłość jest ślepa). Der gewiefte Franzose nimmt es sich deshalb heraus, bei diesem Spiel der Liebe „immer“ zu tricksen (l'amour est un jeu où vous trichez toujours).

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