Kultur

Europe on the ground – Startschuss in Amsterdam

Artikel veröffentlicht am 28. August 2006
Im Magazin veröffentlicht
Artikel veröffentlicht am 28. August 2006
Fünf Journalisten aus fünf Nationen in einer europäischen Stadt. Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Kulissen und lernen Sie das neueste Projekt in Sachen Graswurzel-Journalismus kennen.

Strahlender Sonnenschein im Hauptbahnhof Amsterdam. Vier Journalisten unterschiedlicher Herkunft warten gespannt auf das letzte Mitglied ihrer Truppe. Christian, ein junger Journalist aus Bayern, müsste jeden Moment eintreffen. Das wird doch nicht der rothaarige Typ mit Dreadlocks sein, der schnurgerade auf die Gruppe zusteuert? Oder doch? "You guys café babel?" fragt er und srahlt freudig. Genau, das sind wir: Fünf Journalisten, die vier Tage lang über ihre Eindrücke in Amsterdam berichten werden.

Journalismus auf Europäisch

Mariona aus Barcelona, Karolin aus London, Kinga aus Brüssel, Nicolas aus San Francisco und Christian aus Würzburg. Sie kommen nicht nur aus verschiedenen Ländern, sondern haben auch unterschiedliche Charaktere. Aber sie haben eines gemeinsam: Sie alle kamen vom 20. bis 24. Juli 2006 in Amsterdam an, um Europa mitten in der niederländischen Hauptstadt zu entdecken. „Europe on the ground“ heißt das neue Projekt von cafebabel.com, mit dem der europäische Journalismus gefördert werden soll.

Europa vor Ort

Sich eine Stadt von Grund auf zu erschließen, das ist das zentrale Anliegen dieses Projektes. Welche neuen Entwicklungen zeichnen sich ab? Welchen Einfluss hat die Europäische Union unmittelbar auf diese Stadt und deren Einwohner? Wie wird die Stadt von Außenstehenden wahrgenommen? Und vor allem, welchen Stellenwert haben dieselben Themen in anderen Städten? Wie werden sie dort behandelt? Mit dem gewissen distanzierten Blick von Außen kann man zu erstaunlichen Ergebnissen gelangen.

Jenseits von Stereotypen

Bei dieser ersten Runde von „Europe on the ground“ hat sich jeder Journalist ein Thema ausgesucht, dem er nachgehen wollte. Die Themenpalette reichte von ernsten Themen bis hin zu leicht Verdaulichem, von den Arbeitsbedingungen Prostituierter bis hin zum Leben auf einem Hausboot. Christian hat herausgefunden, dass nahezu jeder in Amsterdam früher mal ein Squatter war. Jahrelang hat sich die Stadt Amsterdam mit dem niederländischen Staat gezankt, ob man diese Leute verjagen soll oder nicht.

Kinga hat Blumenläden aufgesucht, um herauszufinden, warum man Amsterdam bzw. die Niederlande immer Blumen verbindet. Mariona hat sich des heiklen Themas der Integration von Muslimen angenommen: Weshalb wollen junge, gebildete Muslime, die in Amsterdam geboren und aufgewachsen sind, in ein Land „zurückkehren“, das sie noch nicht einmal kennen.

Lokales Know-how

Der Vorteil des Journalisten-Teams von cafebabel.com liegt darin, dass es direkten Zugriff auf beste Informationsquellen hat und somit weg von den schönen Lichtern im Stadtzentrum in die weniger bekannten hinteren Straßen einer Stadt vorzudringen vermag. Die Lokalredaktion in Amsterdam, eine von 20 im Babel-Netzwerk, stellte Kontakte her, dolmetschte und übersetzte und schaffte pausenlos Infos von unschätzbarem Wert herbei.

Der Leser bekommt einen erstklassigen Eindruck davon, was sich hinter den Kulissen Amsterdams abspielt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Europe on the ground: cafebabel.com wird monatlich ein Team mit europäischen Journalisten in eine europäische Stadt schicken, die dort vor Ort den neuesten Trends auf dem Kontinent nachspüren und darüber berichten werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Projekt-Leiterin Nuala Morgan: info@cafebabel.com.