Kultur

Europavox: europäische Gitarren in Frankreich

Artikel veröffentlicht am 20. Mai 2009
Artikel veröffentlicht am 20. Mai 2009
Ein enormes Musikfestival, das mitten im Herzen der Auvergne internationale Künstler vereint? Viele haben davon geträumt, Europavox hat es wahr gemacht. Vom 27. bis 31. Mai werden mehr als 50 Konzerte in Clermont-Ferrand, einer Stadt im Zentrum Frankreichs, organisiert.

Die kleine Initiative, die 2006 ins Leben gerufen wurde, kommt in diesem Jahr groß raus. Unter den Gästen sind keine geringeren als Charley Winston, Slimy, Bloc Party oder I’m aus Barcelona. An die sechzig Künstler aus 27 verschiedenen Ländern treffen sich zu diesem Melting Pot der europäischen Musikproduktion. Das ist die Gelegenheit, tschechische, dänische oder finnische Musiker zu entdecken, deren Popularität nur selten die Grenzen überschreitet.

In der regionalen Metrople Clermont-Ferrand finden die Festspielbesucher in einem ganzen Stadtviertel den emblematischen Konzertsaal La coopérative de Mai, zwei Festzelte und eine Straße, die ganz den Animationen rund um das Festival gewidmet sind. Besucher können einem der 54 jungen Botschafter über den Weg laufen, die während des Festivals die 27 Länder der Europäischen Union repräsentieren, um dessen europäische Tragweite zu symbolisieren.

Zoom auf einige in Europa angesagte Künstler

Der Hauptvertreter des französischen Techno in den Vereinigten Staaten, Pascal Arbez-Nicolas alias Vitalic, komponiert ausschließlich Musik aus dem Synthesizer. Der „Wagner des Rave“ gilt als eines der jungen Talente des Festivals.

Schwierig, europäischer zu sein als Lonely Drifter Karen: Um eine österreichische Sängerin swingen ein spanischer Pianist und ein italienischer Schlagzeuger. Frischer Folk-Jazz.

Sexy wie Beyoncé, rasend wie The Clash, beherrscht die Britin Ebony Jones die Bühne. Diese wilde und vielfarbige Sängerin beschließt den Indie Rock-Abend des Festivals.

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, woran der isländische Rock erinnert? Die Musik von Sindri Már Sigfússon, Gründer der Gruppe Seabear, gleicht seinem Namen: experimentell. Die Freak-Rock-Neulinge mischen akustische Instrumente, Percussions und Borduntöne (lang ausgehaltene Noten).

Aktuelles zum Festival per Video auf Le Puy de Babel.