Kultur

Drei sind einer zu viel

Artikel veröffentlicht am 23. Januar 2008
Artikel veröffentlicht am 23. Januar 2008

So warnte schon die französische Kurtisane Ninon de Lenclos im 17. Jahrhundert: "Wehe dem Unbesonnenen, an dem wir ein Exempel statuieren!" Er bekommt auf Englisch "die kalte Schulter gezeigt" (to give somebody the cold shoulder) oder wird gar "abgebürstet" (to give somebody the brush off).

In Spanien bekommt der Verschmähte "Kürbisse" (recibir calabazas), während er in Frankreich "spazieren geschickt" wird (envoyer promener qn.) oder eine "Harke" bekommt (se prendre un râteau). An Gartenarbeit erinnert auch das Italienische "einen Pfahl bekommen" (prendersi un palo). Das ebenfalls übliche prendersi un due di picche ("ein Pik-Doppel bekommen") illustriert erneut die getrennten Wege von Spiel- und Liebesglück.

In Polen fühlt man sich verschmäht, als hätte man "schwarze Suppe bekommen" (czuj si jakbym dosta czarn polewk). Ein schwacher Trost, dass es sich um ein Nationalgericht handelt, dessen Farbe vom verwendeten Entenblut stammt.

In Deutschland und Polen werden aber auch "Körbe verteilt" (da komu kosza) und bekommen (dosta komu kosza). Bei diesen Körben handelt es sich um eine Art Außenlift des Mittelalters. Für den unerwünschten Liebhaber gab es sie in der Ausführung ohne Boden. Die Unglücklichen waren "durchgefallen" und unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Und die 'Ménage à trois', das Dreiecksverhältnis? Eines, das ohne Eifersucht funktionieren könnte, beschreibt der irische Spötter Dave Allen so: Mann, Frau - Whiskey.