Kultur

Barcelona und der Weltbuchtag: Vielen Dank für die Blumen

Artikel veröffentlicht am 23. April 2013
Artikel veröffentlicht am 23. April 2013
Der Weltbuchtag hat seine Ursprünge in Barcelona. Die Herren der Schöpfung verschenken Rosen an die Damen, und umgekehrt erhalten sie von den Frauen ein Buch geschenkt. 1,5 Millionen sollen davon heute allein in der katalanischen Stadt verkauft werden. Der 23. April, ursprünglich das Fest von Sant Jordi, ist seit 1995 offiziell der Welttag des Buches und des Urheberrechts.

Neben den hunderten Touristen, Hipstern und Spaziergängern, die täglich in den Straßen von Barcelona unterwegs sind, ist die Promenade La Rambla heute voller Rosen und Bücher. Auch anderswo in der Welt schließt man sich dieser Tradition mit zahlreichen Konferenzen und Events an. Der Grund für dieses öffentliche Tohuwabohu geht auf 1930 zurück, das Jahr, in dem Barcelona seinen offiziellen Buchtag ins Leben rief. Das ausgewählte Datum fiel zufällig mit dem Sant Jordi, dem Fest des Schutzpatrons der Katalanen, zusammen. An diesem Tag kaufen spanische Männer eine Rose und verschenken sie an Frauen, welche wiederum ein Buch zurückschenken.

Die galante katalanische Tradition ging nicht unbemerkt an der Unesco vorbei, die zum Ende des 20. Jahrhunderts den 23. April zum Weltbuchtag bestimmte. Auch weitere schwergewichtige Argumente sprachen neben der katalanischen Tradition für das Datum: Der 23. April ist einer der wichtigsten Tage der Weltliteratur. Es handelt sich um den Todestag von Miguel de Cervantes und William Shakespeare.

Foto: (cc)Hello Stanley/flickr