Vor 20 Jahren gegründet, ist Mazedonien oder offiziell FYROM (Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien), ein junges Land, dem es schwer fällt eine nationale Identität zu finden. Der Name „Mazedonien“ wird von den Griechen argwöhnisch betrachtet, die Hellenen werfen Mazedonien vor, ihr historischen Erbes zu klauen. Mit einer gemischten Bevölkerung von 64% Mazedoniern, 25% Albanern und weiteren Minoritäten ist die Identitätsfrage ein kniffliges Problem. Und die Identitätsfrage ist grundlegend für die weitere Entwicklung des Balkan-Landes und Beitrittsverhandlungen mit der EU. Die Regierung vor Ort hat betschlossen, die Vergangenheit als Modell der Zukunft zu etablieren; bloß, dass sich die Bürger nicht mehr mit dieser identifizieren wollen. Die junge Generation und vor allem lokale Künstler setzen auf internationale Einflüsse und suchen dank innovativer Medien nach neuen Werten. Die Kunst wird damit zum Träger de nationalen Identität des Landes.
Fotos : ©Sab Ji alias Sabrina Boudon
Dieser Artikel ist Teil des cafebabel.com Reportageprojekts Orient Express Reporter 2010/2011 auf dem Balkan und in der Türkei.
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