Am 17. Februar waren Prištinas Straßen voller Menschen. Sie trugen Transparente, schwenkten Fahnen und feierten den dritten Jahrestag der Unabhängigkeit des Kosovo. Doch bei allen Gefühlen der Freude schwangen auch Erinnerungen an den Krieg, Fragen an die Perspektiven des Landes mit: Viele Kosovoalbaner sind ohne Arbeit, ohne Chancen, und ihrem Land mangelt es nach wie vor an breiter, internationaler Anerkennung. Während die Kosovaren feierten, knirschte die serbische Minderheit mit den Zähnen. Doch auf seiner viertägigen Reise begegnete dem argentinisch-italienischen Fotografen Ezequiel Scagnetti vor allem eine gelassene und optimistische Stimmung: Priština, Mitrovica, Drenica; Kosovo-Albaner und Serben, Kinder und Alte, Studenten und Bauern … Seiner Linse schien nichts zu entgehen, nicht einmal der gefürchtete Premierminister. Hier eine Auswahl seiner Bilder aus der jungen Republik zwischen schwieriger Vergangenheit und ungewisser Zukunft.
Dieser Artikel ist Teil unseres Balkan-Reportageprojekts 2010-2011 Orient Express Reporter!
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