Überqualifiziert? Im europaweiten Vergleich haben die Griechen die meisten Diplome in der Tasche. Sie stecken voller Ideen, Fähigkeiten und Erfahrungen. Doch griechischen Meinungsmachern fällt nichts Besseres ein, als ihnen den Spitznamen „Generation 700 Euro“ zu verpassen. 700 Euro, so hoch ist hier in Griechenland der Mindestlohn. Eineinhalb Jahre nach dem Tod von Alexis Grigoropoulos am 6. Dezember 2008 und den darauffolgenden Studentenprotesten gegen die Perspektivlosigkeit der jungen Generation und die mangelnde Unterstützung durch die griechische Regierung bleibt das Bild einer Jugend ohne berufliche Perspektiven. Diese Zukunftsangst schmückt auch die Mauern von Exarchia, dem alternativen Künstlerviertel Athens. Die Fotografin Dana Cojbuc hat einige dieser jungen Absolventen, die sich von Praktikum zu Praktikum und von Nebenjob zu Nebenjob hangeln, in den Straßen von Exarchia getroffen. Ihre Bilder zeigen alltägliche Gewalt und Verzweiflung, aber lassen auch die Lebenslust und Hoffnung einer „Generation“ durchscheinen, die alles andere als „verloren“ ist.
Übersetzung: Sophie Beese
Die Galerie auf:
29/07/10
Tags : EUcrisis on the ground, pauvreté, manifestation, stages, travail, Année européenne de lutte contre la pauvreté et l'exclusion sociale, Violence, jeunesse, marché de l'emploi, Europe du Sud, chômage, Eurogénération, Le meilleur de cafebabel.com, société civile, Athènes, Société, Economie, Giovani, crise économique, Grèce, précarité.
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