Gesellschaft

Vilnius: Glaubensbekenntnisse in Bildern

Artikel veröffentlicht am 2. November 2007
Artikel veröffentlicht am 2. November 2007
Das Stadtbild von Vilnius zeichnet sich durch die Vielzahl an religiösen Stätten aus, die über die gesamte Stadt verteilt sind. Religionen haben in Vilnius über Jahrhunderte nebeneinander existiert.

Das Muttergottes-Gemälde des berühmten litauischen Denkmals Aušros Vartai, dem Tor der Morgenröte, wird nicht nur in Litauen, sondern auch in Polen, Weißrussland und Russland verehrt. Sowohl Katholiken als auch Orthodoxe kommen hierher, um zu beten. Das Gemälde soll magische Kräfte ausstrahlen.

Diese Herz- und Kreuzmotive wurden von den Pilgern an allen möglichen Heiligenstätten in Vilnius verewigt.

Die Lichtstrahlen der Jungfrau Maria wurden im siebzehnten Jahrhundert von einem unbekannten Schmied vergoldet. Der Schrein selbst ist ziemlich klein, wird aber von vielen Gläubigen aus der ganzen Welt aufgesucht.

Die Intensität des Gebets kommt im folgenden Bild zum Ausdruck.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Vilnius als das Yerushalayim De Lita - das 'Jerusalem von Litauen' - bekannt. Ungefähr vierzig Prozent der Bevölkerung von Vilnius war jüdisch. Damit war die litauische Hauptstadt mit ihren vielen Synagogen ein Zentrum jiddischer Kultur, das allein von Jerusalem übertroffen wurde. Heute bleibt nur eine Synagoge zurück.

Prächtige Farben charakterisieren die Innenräume der Russisch-Orthodoxen Kirche des Heiligen Geistes in Vilnius.

Ein Geistlicher hat ein wachsames Auge auf die Kirche.

Heutzutage sind die meisten Menschen in Vilnius katholisch. Auch wenn dies auf den ersten Blick in den Straen von Vilnius nicht sichtbar wird, so merkt man es doch den Gläubigen an. In der St-Nicholas Kirche stellen Kinder ihre Zeichnungen des Jesuskindes aus.

Der Legende nach ist Litauen ein äuerst abergläubiges Land mit vielen interessanten Traditionen. An Hochzeitstagen platzieren die frisch vermählten Paare ein Vorhängeschloss auf einer der Brücken, die nach Užupis führen. Der Schlüssel wird anschlieend in den Fluss geworfen – Symbol der ewigen Verbindung.