Gesellschaft

Map of the week: Gleichgeschlechtliche Ehe in Europa

Artikel veröffentlicht am 30. Juni 2017
Artikel veröffentlicht am 30. Juni 2017

Deutschland hat die Ehe für alle verabschiedet. Ein Blick auf unsere Europakarte der Woche.

Zunächst war es Holland, das 2001 die Homo-Ehe auf den Weg brachte. Zwei Jahre später folgten Belgien und Spanien. Es hat zehn lange Jahre gedauert, bis Europa sich allmählich daran machte, sozialen Wandel durchzusetzen. Heute zählt der alte Kontinent 15 Länder, in denen die Ehe unter gleichgeschlechtlichen Partnern möglich ist, 13, wenn man nur die Mitgliedstaaten der EU zählt (und 12, wenn man Großbritannien rauslässt). Das letzte Land, welches dem exklusiven Klub beigetreten ist? Deutschland. Der Bundestag beschloss am 30. Juni mit 393 Stimmen die 'Ehe für alle'. 226 Abgeordnete stimmten dagegen, darunter auch Bundeskanzlerin Merkel.

Unterdessen haben sich die Regeln in puncto eingetragene Partnerschaften ein wenig geändert. Einige Staaten haben ihre Gesetzestexte überarbeitet, auch wenn der Gegenwind aus manchen Bevölkerungsteilen recht stark war. Andere, wie Serbien, Litauen oder Polen, haben lassen an ihrer Verfassung nicht rütteln. Dort steht nachwievor wie in Stein gemeißelt, dass die Ehe ein verbund ziwschen Mann und Frau zu sein hat.