Gesellschaft

Kuba: Ende der Ära Castro

Artikel veröffentlicht am 22. Februar 2008
Im Magazin veröffentlicht
Artikel veröffentlicht am 22. Februar 2008
Eindrücke von der Touristen-Provinzstadt Vinales im Westen bis zu den halbtropischen Kakao-Plantagen in Baracoa im Osten der Insel. Der kubanische Diktator wird bei der Nationalversammlung am 24. Februar nicht mehr als Präsident antreten.

Mit Che Guevara, und am 19. Februar 2008 (Fotos: nelson piedra (nopiedra)/ sagarabardon/ flickr)

1. Schönheitssalon im Stadtzentrum: Fotokopien, auf denen die Kandidaten für die Wahl (am 20. Januar) stehen, sind die einzige Wahlwerbung - insbesondere für die Leute auf dem Land, die keinen Fernseher besitzen.

2. Stimmabgabe in einer der über 600 Schulen im ganzen Land.

Da es so gut wie keine Produktwerbung in Kuba gibt, sind die Hauswände überall mit Zitaten von Che Guevara, Fidel und Joseph Marti übersät.

'Volveran’ ('Sie kommen zurück') bezieht sich auf die fünf inhaftierten kubanischen Geheimagenten, die in den neunziger Jahren versuchten, Anti-Castro-Gruppen der Exilkubaner in Miami zu infiltrieren. Sie werden heute in Kuba als Nationalhelden und Märtyrer für die Sache gefeiert.

Tabakbauer in Vinales. Wie jeder andere Arbeiter im Land - von der Putzfrau bis hin zum Arzt - verdient er den Einheitslohn von 200 Pesos (ca. 20 USD) im Monat. Er darf allerdings 5 Prozent seiner Produktion für den Eigengebrauch behalten. Er verkauft frisch gepressten Zuckerrohrsaft, Rum und Zigarren, die er selbst mit der Hand aus einem Blatt gerollt und mit Honig verklebt hat, an Touristen.